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Rostock Campus Altkarlshof sucht Experten für Bauen der Zukunft
Mecklenburg Rostock Campus Altkarlshof sucht Experten für Bauen der Zukunft
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00:00 21.10.2017
Ein Blick auf den künftigen Campus Altkarlshof, der im vierten Quartal 2019 fertig sein soll. ANIMATION: BASTMANN + ZAVRACKY BDA ARCHITEKTEN GMBH
Brinckmansdorf

Vom Energie-Experten über den Landschaftsplaner bis hin zum Fachanwalt für Baurecht – alle Dienstleister rund um das Thema nachhaltiges und energieeffizientes Bauen sollen am Campus Altkarlshof vertreten sein. Das wünschen sich die Investoren Stephan H. Bastmann und Martin Zavracky, die ab dem kommenden Frühjahr eine Brache am Warnowufer im Osthafen bebauen und rund 8,5 Millionen Euro in zwei Gebäude investieren. Die Altlast im Boden soll zum Baustart im Frühjahr beseitigt sein.

Wir haben 24 Monate Zeit, den Mix im Haus zusammenzustellen. Stephan H. Bastmann Architekt und Investor Quelle: Foto: Ove Arscholl

„Die Aussicht, ab 2019 das Thema nachhaltiges Bauen hier in völlig neuer Qualität interdisziplinär mit unseren Partnern denken zu können, hat uns stark motiviert“, sagt Bastmann. Bereits jetzt würden intensive Gespräche mit möglichen Mietern geführt. „Wir haben 24 Monate Zeit, den Mix so zusammenzustellen, dass die Bausteine passen.“ Auf einer Nutzfläche von 3800 Quadratmetern werden zukünftig mehr als 100 Menschen arbeiten, so der Plan. Eine Mischung aus Arbeit, Freizeit und auch Forschung wünschen die Initiatoren.

Ein tolles Projekt, freut sich Nachbar Axel Erdmann vom VW-Autohaus FSN über die insgesamt positive Entwicklung im Osthafen. Es sei eine kluge Entscheidung der Stadt gewesen, sich um die Entwicklung an diesem Ufer der Warnow zu kümmern, sagte gestern der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Stefan Rudolph. „Ein Projekt, das allen Beteiligten ans Herz gewachsen ist“, blickt Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) auf die vergangenen Monate zurück. Er bewundere den Mut, an dieser Stelle einen solchen Campus unterzubringen.

Vor allem, weil mit Hilfe des Landes ein großes Hindernis aus dem Weg geräumt werden musste. Gegenwärtig wird das stark verseuchte Gelände des ehemaligen VEB Bitumenverarbeitung Rostock direkt am Ufer der Unterwarnow saniert. Projektträger ist die Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Altlasten Mecklenburg-Vorpommern (GAA mbH M-V) für das Land Mecklenburg-Vorpommern. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen sein, kündigt GAA-Geschäftsführerin Beate Ibiß an. Damit wären in diesem Bereich des Warnowufers alle Umweltaltlasten komplett beseitigt. Die Sanierungskosten belaufen sich nach aktuellem Stand auf etwa 5,2 Millionen Euro. Das Geld stammt aus dem Sondervermögen „Sanierung ökologische Altlasten in MV“ aus dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt.

Der Lückenschluss im Wegenetz am Ostufer der Warnow ist ein wesentlicher Teil des Bauvorhabens. Auf dem Grundstück entsteht ein öffentlich nutzbarer Geh- und Radweg, kündigt Stephan H. Bastmann an.

Der gehöre zum Konzept und werde Rostock zum 800. Stadtgeburtstag im nächsten Jahr geschenkt.

Land, Stadt und Wirtschaft setzten im Osthafen gemeinsam ein richtungsweisendes und beispielhaftes Zeichen, erklärt Staatssekretär Rudolph. „Aus einem mit Altlasten belasteten Sanierungsgebiet ist ein moderner Wirtschaftsstandort in attraktiver Lage entstanden.“ OB Roland Methling weist daraufhin, dass Altlasten auch bei zukünftigen Vorhaben in der Stadt eine Rolle spielen. Er nennt als Beispiel die von der Werft in Warnemünde gekauften Flächen und das Gelände eines ehemaligen Chemiehandels an der Neubrandenburger Straße. Für dieses Areal werde gerade ein Sanierungskonzept erarbeitet, erklärt Beate Ibiß. Die Fläche sei aber um einiges größer als die Altlast der früheren Dachpappenfabrik im Osthafen.

Sanierung 2018 beendet

5,2 Millionen Euro – für so viel Geld wird derzeit das stark kontaminierte Gelände des ehemaligen VEB Bitumenverarbeitung Rostock direkt am Ufer der Unterwarnow bis 2018 saniert.

Projektträger ist die Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Altlasten Mecklenburg-Vorpommern (GAA mbH M-V) für das Land Mecklenburg-Vorpommern.

Das Geld stammt aus dem Sondervermögen „Sanierung ökologische Altlasten in MV“ aus dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt.

Thomas Niebuhr

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