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Campus Südstadt: Bürgerschaft für Parkhaus statt Stellflächen

Südstadt Campus Südstadt: Bürgerschaft für Parkhaus statt Stellflächen

Die Linksfraktion entfacht eine neue Diskussion. Die Stadt hat Gespräch aufgenommen.

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257 Parkplätze sollen auf dem Campus Südstadt entstehen, dafür müssen 126 Bäume weichen.

Quelle: Ove Arscholl

Südstadt. Erneut gibt es eine Diskussion um die geplanten 257 Pkw-Stellflächen am Südstadt-Campus der Universität. Geht es nach der Bürgerschaft, soll geprüft werden, ob nicht ein Parkhaus umweltfreundlicher wäre. Diese Variante sei laut Eva-Maria Kröger (Linke) nie in Betracht gezogen worden. Der Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) dementiert das. Bausenator Holger Matthäus (Grüne) hat am vergangenen Donnerstag als amtierender Oberbürgermeister Kontakt zum BBL aufgenommen. Anfang Oktober sollen die Bauarbeiten für den Parkplatz mit Baumfällungen beginnen.

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Die Einfluss- möglichkeiten der Stadt sind äußerst begrenzt.“Frank Giesen (CDU)

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„Natürlich kostet ein Parkhaus mehr als Stellflächen, aber wir reden vom Klimawandel und Umweltschutz, daher sollten wir den Bau prüfen“, sagt Kröger, Fraktionsvorsitzende der Linken. „Der Bau eines großen Parkplatzes muss generell überdacht werden, auch wenn laut Planung bestehende Bäume teilweise integriert oder neue gepflanzt werden sollen“, heißt es in dem Antrag der Linken. Matthäus befürwortet den Vorschlag: „Die Idee ist gut, es gäbe weniger Versiegelung und mehr Bäume.“ 126 sollen für die Stellflächen weichen, eine Fällgenehmigung für 24 hat das Amt für Stadtgrün bereits erteilt. Frank Giesen (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses kann den Dringlichkeitsantrag der Linksfraktion nicht nachvollziehen. „Das Thema war vor einem halben Jahr im Bauausschuss. Das Grundstück gehört dem Land. Soweit ich weiß, ist das Einvernehmen hergestellt worden. Die Einflussmöglichkeiten der Stadt sind äußerst begrenzt.“ Außerdem seien für die Parkflächen Rasengitter geplant. „Die ganze Fläche wird nicht versiegelt“, sagt Giesen.

Die Debatte um die Stellflächen ist nicht neu. Die Bürgerinitiative Voßstraße hatte sich gegen die Pläne des BBLs gestellt. Viele Kompromisse wurden geschlossen. Unter anderem wurde die Zahl der Stellplätze gesenkt und mehr Bäume bleiben erhalten.

„Wir haben mit einem Landschaftsarchitekten ein Konzept für den Campus Südstadt aufgestellt“, sagt Christian Hoffmann, Sprecher des BBL. Dazu gehörte das Aufstellen eines Baumkatasters in Abstimmung mit dem Grünamt. „Die Parkplätze werden da nicht hingezimmert, es gibt das Konzept ,Parken unter Bäumen‘. Die Stellflächen werden teilweise um die Bäume gebaut“, sagt Hoffmann. „Na klar, haben wir den Bau eines Parkhauses geprüft“, so der Sprecher. Doch das BBL entschied sich gegen den Bau und für die Forschung. So hat das Gebäude für die Physik extra schwingungsentkoppelte Fundamente bekommen, damit Messungen bei Experimenten so genau wie möglich werden. Ein Parkhaus würde das negativ beeinflussen.

Vier Uni-Standorte
Die Universität wird sich künftig auf vier Standorte konzentrieren. Somit verkürzen sich die Wege der Studenten: die Innenstadt mit der Verwaltung sowie der Philosophischen und Theologischen Fakultät, der Campus Ulmenstraße mit der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen sowie der Juristischen Fakultät, der naturwissenschaftliche Campus Südstadt einschließlich der Agrar- und Umweltwissenschaften im Justus-von-Liebig-Weg sowie das Uni-Klinikum im Hansaviertel.

 

 

Anja Levien

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