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Container-Streit: Eltern sind fassungslos

BAD DOBERAN Container-Streit: Eltern sind fassungslos

Der Aufschrei ist groß: Nach dem Vorschlag von Doberans Stadtpräsident Stephan Krauleidis (CDU), mit Blick auf die angespannte Finanzlage noch einmal über die Umsetzung der ...

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Die Doberaner Buchenbergschule platzt aus allen Nähten. Vor allem der Hortbereich muss dringend erweitert werden.

Quelle: Lennart Plottke

Bad Doberan. Der Aufschrei ist groß: Nach dem Vorschlag von Doberans Stadtpräsident Stephan Krauleidis (CDU), mit Blick auf die angespannte Finanzlage noch einmal über die Umsetzung der Container vom Gelände der Lessingschule hin zum Buchenberg „ergebnisoffen“ nachzudenken, melden sich immer mehr Betroffene.

„Ich war nie ein Freund der Container-Lösung für die Buchenbergschule“, bekennt etwa Torsten Schellin, Elternvertreter und Vorsitzender des Buchenberg-Schulvereins. „Deshalb habe ich mit vielen Eltern und der Schulleitung lange für einen Anbau gekämpft.“ Letztlich vergebens — doch immerhin sei eine Container-Lösung in Aussicht gestellt worden. „Und nun stellen Krauleidis und andere Stadtvertreter auch diese Lösung ,ergebnisoffen‘ auf den Prüfstand“, wundert sich Schellin, „ohne vorher auch nur ein Wort mit der Schule und dem Hort gesprochen zu haben.“ Ohne Sachkenntnis würden hier beide Einrichtungen „in einen Topf geworfen oder Horrorgeschichten von leeren Klassenzimmern am Kamp in die Welt gesetzt“, sagt der Elternvertreter und schüttelt mit dem Kopf.

Er freue sich als Steuerzahler, dass angesichts der avisierten Umsetzungskosten von etwa 277 000 Euro versucht werde, Geld einzusparen, meint auch Paul Schulz, dessen Tochter auf dem Buchenberg zur Schule geht: „Aber was hier vom Stapel gelassen wird, ist erstaunlich.“ Der Hort der Buchenbergschule solle endlich ausreichend Räume bekommen — „und nun schießen einige Stadtvertreter um Krauleidis aus Kostengründen dagegen“. Gerade erst sei der vom Landkreis beauftragte Demografie-Bericht des Wirtschaftsinstitutes Wimes veröffentlicht worden. „Kernbotschaft: Die Stadt muss mehr für die junge Generation tun“, sagt Paul Schulz. Der Anteil der Kinder an der Gesamtbevölkerung liege demnach in der Stadt und dem Amt deutlich über dem Durchschnitt, Doberan müsse bis 2025 mehr Kapazitäten in Horten und Kitas schaffen. „Doch offenbar denkt man hier über das Gegenteil nach“, meint Schulz und macht eine eigene Rechnung auf: „Wenn man die 277 000 Euro mal auf die Hortplätze und eine Standzeit von sechs Jahren hochrechnet, macht das 15,90 Euro monatlich je Hortplatz — ist das zu viel?“ Elternvertreter Torsten Schellin liegt noch ein Problem im Magen: „Hätte man sich vorher informiert, wäre sicher nicht verborgen geblieben, dass die Betriebserlaubnis für den Hort unter den jetzigen Bedingungen nur ausnahmsweise verlängert worden ist.“ Auf diesen Punkt weist auch Doberans Bürgeramtsleiter Gerhart Kukla hin: „Schon in dieser Woche gibt es einen erneuten Vorort-Termin mit dem Jugendamt — bei den derzeitigen räumlichen Gegebenheiten muss man sich langsam Sorgen um die Betriebserlaubnis machen.“ Seit Jahren werde nach einer geeigneten Langzeit-Lösung gesucht, um das Hortproblem am Buchenberg zu lösen — „wir können uns doch nicht immer nur in endlosen Auseinandersetzungen verlieren, die letztlich zu keinem Ergebnis führen“. Für Torsten Schellin ist die Sache klar: „Bekommen wir keine Betriebserlaubnis, hat die Stadt ein Problem.“ Und Doberans Hortkinder auch.

 



Lennart Plottke

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