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Rostock Cruise Festival: Kreuzfahrer bringen MV 70 Millionen Euro
Mecklenburg Rostock Cruise Festival: Kreuzfahrer bringen MV 70 Millionen Euro
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16:54 14.09.2018
Die „AIDAmar“ beim Auslaufen aus Warnemünde: Die Kreuzfahrtschiffe bringen pro Jahr 70 Millionen Euro für Handel, Hotelerie und Dienstleister nach Rostock (Symbolbild). Quelle: Andreas Meyer
Rostock/Bad Doberan

Rostock feiert seine wichtigste Wachstumsbranche: Morgen startet in Warnemünde das erste „Cruise Festival“. Drei Tage lang dreht sich auf der Mittelmole alles um Urlaub auf See – Party, Musik und Shows inklusive. „Wir sind Deutschlands größter Kreuzfahrt-Hafen – und davon profitiert die ganze Stadt“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Mehr als 70 Millionen Euro bringen die Schiffe und ihre Passagiere mittlerweile pro Jahr der Wirtschaft im Land ein. Das geht aus neuesten Zahlen der Hafenbetreibers Rostock Port hervor. Tendenz klar steigend.

Branche wächst weiter

8,4 Prozent Wachstum – allein im vergangenen Jahr: Kaum eine andere Branche boomt so stark wie das Kreuzfahrt-Geschäft. „Und das geht mit Sicherheit noch einige Jahre so weiter“, sagt Helge Grammerstorf, Chef des Branchenverbandes Clia. „Die Reedereien haben eine ganze Reihe neuer Schiffe für die kommenden Jahre bestellt – große und auch kleinere.“ Allein die Rostocker Reederei Aida wird in den kommenden Jahren drei neue Schiffe in Dienst stellen. Doch das Geld der Touristen bleibt nicht nur bei den Reedereien. Clia-Chef Grammerstorf: „Kreuzfahrt-Gäste wollen was sehen und erleben. Sie geben bei ihren Ausflügen gerne Geld aus.“ Wie viel genau, das hat „Cruise Baltic“, der Zusammenschluss der wichtigsten KreuzfahrtHäfen an der Ostsee, errechnen lassen. „Laut der Studie bringt jeder Schiffsanlauf den Hafenstädten rund 328.000 Euro“, sagt Christian Hardt, Sprecher von Rostock Port. Bei mehr als 200 Anläufen in Rostock und Warnemünde macht das mehr als 70 Millionen Euro.

30.000 Fahrgäste für den Molli

Der größte Teil des Geldes – knapp 37 Prozent – geht an Schiffsmakler, die Häfen selbst sowie die Lotsen. Weitere 20 Prozent entfallen auf Proviant, Ausrüstung und Treibstoff für Kreuzliner. Ein Drittel landet wiederum direkt in den Kassen von Händlern, Restaurants und Hotels. „Viele Gäste, die von Rostock aus ihrer Kreuzfahrt starten, bleiben vorher oder nachher noch ein paar Tage in den Hotels“, so Helge Grammerstorf. Und: Bei den Einzelhändlern in Warnemünde decken sich die Crews mit Süßigkeiten ein. „Auch Taxi-Unternehmen, Busreise- und Parkplatz-Anbieter profitieren von den Schiffsanläufen“, sagt Matthias Fromm, Tourismuschef in Rostock. Und: Die Kreuzfahrt-Passagiere bringen auch den großen Attraktionen im Land eine Menge Geld ein. Allein 30.000 Schiffspassagiere fahren pro Jahr mit der Mecklenburgischen Bäderbahn „Molli“ in Bad Doberan. „Die Urlauber aus den USA, Japan und Australien machen mittlerweile fünf Prozent aller Fahrgäste aus“, so Molli-Geschäftsführer Michael Mißlitz. Jens Scharner, Geschäftsführer von Rostock Port, sieht sogar noch mehr Potenzial für die heimische Wirtschaft: „Was uns fehlt sind landestypische Souvenirs, die die Gäste auch mit Bord nehmen und nach Hause nehmen können. Der Einzelhandel muss sich stärker auf die Gäste einstellen.“

Andreas Meyer

450 000 Gäste kommen pro Jahr mit Luxuslinern nach Rostock und Warnemünde. Von den Urlaubern profitieren Hotels, die Brauerei und auch der „Molli“. Die OZ stellt die Unternehmen vor.

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