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00:00 16.03.2013

Ein neuer Mann an der Spitze einer weltweiten Kirche. Viele Millionen Menschen sind gespannt, was dieser Wechsel in der Leitung der katholischen Kirche mit sich bringen wird.

Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen unserer Erde, aus verschiedenen Kulturen, auch aus unterschiedlichen christlichen Kirchen. Wie wird Papst Franziskus seine Amtszeit gestalten? Wird sich Kirche verändern und wenn ja in welche Richtung? Ist es überhaupt möglich, dass ein einzelner Mensch das Gesicht einer ganzen Kirche prägt? Es scheint, dass der Mann aus Argentinien weiß, dass sich auch Kirche nur gemeinsam in wechselseitiger Beziehung gestalten lässt.

Bevor Franziskus am Abend seiner Wahl den Segen sprach, bat er die Menschen, die auf dem Petersplatz in Rom versammelt waren, auch für ihn und sein Amt zu beten. Ein Oberhaupt der Kirche, der sein Amt in Beziehung mit den Gläubigen wahrnimmt — das wäre sehr hoffnungsreich! Es ist nicht viel anders als in anderen Bereichen menschlichen Zusammenlebens; ein Unternehmen kann innovativ arbeiten, wenn die Chefetage mit ihren Mitarbeitern im Dialog bleibt, Familienleben bleibt lebendig, wenn Eltern mit ihren Kindern im Gespräch sind, wichtige Entscheidungen können dort in guter Weise getroffen werden, wo möglichst viele in den Prozess mit einbezogen werden. Wo sich Menschen gegenseitig mit ihren Bedürfnissen wahrnehmen und ihre Stärken und Schwächen gemeinsam teilen, kann Zusammenleben gelingen.

Gott möchte, dass unsere zwischenmenschlichen Beziehungen lebendig bleiben. Nicht zuletzt deshalb sucht Gott die Beziehung zu uns.

OZ