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Das Bild geht einem nicht aus dem Kopf: Ein alter Mann am Fenster beim Blick auf eine riesige Baustelle für einen neuen Supermarkt. Unmittelbar vor seiner Tür in der Tessiner Straße wuchs ein Netto-Markt empor, bis in dieser Woche das Oberverwaltungsgericht Baustopp verhängte.

Die Baugenehmigung sei nicht rechtens — viel zu gigantisch der Markt mitten im Wohngebiet. Was nun? Die Bodenplatte ist gelegt, das Umfeld aufgebaggert. Anwohner haben einen Teilerfolg erzielt — mehr allerdings nicht.

Den Fettnapf in Rostock hat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück mitgenommen: Beim Unternehmertag ließ er als Hauptredner 400 Firmenchefs der Region sitzen, offiziell weil im Bundestag das wichtige Thema Frauenquote anstand. Der Mann braucht offenbar keine Gegner, um die eigenen Umfragewerte weiter zu verschlechtern. Nicht schlecht gestaunt haben in dieser Woche viele Rostocker, als Iren den Glatten Aal bei der Zwangsversteigerung schnappten. Offenbar jene Finanziers, die schon hinter den Plänen des verstorbenen Jürgen Klechowitz standen. Das Filetstück ist weg. Schlechter als derzeit mit Parkplätzen auf Rumpelgelände und Feuerwehr-Knöllchendienst kann es kaum werden.

Gehören Stasi-Akten ins Wohnzimmer einer Stadt? Diese Diskussion wird sicher bald weitergehen. Die Spitzelberichte aus DDR-Zeit könnten künftig in der Post gelagert werden. Eine Option von mehreren.

Unbestritten ist die Aufgabe der Behörde in Waldeck wichtig für die Aufarbeitung von Unrecht. Aber der Neue Markt als Standort? Da könnten Betroffene ihre Akten gleich im sonnigen Café vor der Tür erregt lesen. Puh!

Und das: Das alte Rostocker Ausflugsschiff „Undine“ ist zurück — als Nachbau, der allerdings nur im Namen an die legendäre Vorgängerin (auch „Kronprinz“) erinnert. Die neue ist kurz, bullig, kantig.

Schönheitsempfinden ist subjektiv. Nun ja: „Undine“ hat sicher starke innere Werte.

Schönes Wochenende!

OZ

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