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Rostock Danke, Ober bugameister!
Mecklenburg Rostock Danke, Ober bugameister!
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00:00 11.09.2018
Auf der ehemaligen Deponie sollen „grüne“ Tribünen entstehen – mit Blick auf eine neue Freilichtbühne und neue Sportanlagen. ENTWURF: SINAI-LANDSCHAFTSARCHITEKTEN
Stadtmitte/Stadthafen

Rostocks 100-Millionen-Euro-Traum – er begann im Spätsommer 2017, mit einem Telefonat. „Ich saß im Auto, irgendwo auf der A 2 bei Magdeburg – und hatte Rostocks Oberbürgermeister am Telefon. Er wollte wissen, wie wir zu der Idee stehen, die Bundesgartenschau 2025 an der Warnow stattfinden zu lassen“, erinnert sich Jochen Sandner, Geschäftsführer der Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG). Knapp ein Jahr später wird aus der Idee nun Realität: Sandner übergab gestern die Ausrichterurkunde für die Buga 2025 an Rathaus-Chef Roland Methling (UFR). Das „Ja“ des Verbandes – es ist zugleich der Startschuss für eines der größten Investitionsvorhaben der Stadtgeschichte. In nicht mal mehr sieben Jahren will Rostock „blühende Landschaften“ rund um den Stadthafen schaffen.

Gartenschau 2025 findet an der Warnow statt / 200 Millionen Euro für „blühenden“ Stadthafen

Eine neuer Stadtstrand am Ufer in Gehlsdorf, ein Bürger- und Sportpark auf der ehemaligen Deponie, eine Fußgängerbrücke über die Warnow, ein „Deckel“ für die L 22 und zusätzlich auch noch das neue Archäologisches Landesmuseum und das neue Volkstheater: Zusammengerechnet mehr als 250 Millionen Euro will Rostock bis zur Buga rund um den Stadthafen verbauen. „Wir gehören schon jetzt zu den lebenswertesten Städten in ganz Deutschland. Aber die Buga wird nochmals ein Quantensprung in der Stadtentwicklung“, sagt Methling. Mit den Projekten rund um die Buga steige Rostock zu führenden Städten im gesamten Ostseeraum auf: „Wir werden national und auch international wieder wahrgenommen.“

Aber ja: Angesicht der Summen, die in den kommenden Jahren an der Warnow verbaut werden sollen, werde auch ihm ab und an schwindelig, räumt der OB ein. „Doch wir haben mit der konsequenten Haushaltspolitik der vergangenen Jahren den Grundstein gelegt, um jetzt in die Zukunft unserer Stadt investieren zu können. Wir lassen den Traum von der grünen Stadt am Meer wahr werden.“

Auch Umweltminister Till Backhaus (SPD) schwärmt schon jetzt von dem, was da auf Rostock und ganz MV zukommt: „Ich bin beeindruckt von der Entwicklung, die Rostock genommen hat – und die Rostock nehmen wird.“ Das Land will die Buga mit Millionen unterstützen: „MV braucht solche Großveranstaltungen, um sich als Urlaubs-, Wirtschafts- und Kulturstandort weiter bekannt zu machen.“ Dreimal sei der Nordosten bereits Ausrichter großer Gartenschauen gewesen – Wismar mit der Landesgartenschau 2002, Rostock mit der Iga 2003 und Schwerin mit der Buga 2009. „Alle drei Veranstaltungen waren riesige Erfolge. Es ist Infrastruktur geschaffen worden, von der die Städte und ihre Bürger bis heute profitieren“, so Backhaus. Die Buga sei längst keine „Blümchenschau“ mehr: „Es geht um Stadtentwicklung.“ Backhaus hat auch persönlich nur gute Erinnerungen an die Gartenschauen: „Meine Frau war die Miss Iga 2003.“

Stefan Rudolph (CDU), Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, betonte ebenfalls die volle Unterstützung des Landes: „Die Buga wird dem Tourismus im gesamten Land einen Schub geben.

Gleichzeitig wird sie viel Gutes für die Menschen in Rostock bewirken: Gehlsdorf, Dierkow und Toitenwinkel rücken näher an die Stadt.“

Mit dem Zuschlag beginnt für die Verwaltung nun ein Planungsmarathon: Spätestens 2021 soll mit dem Bau der ersten neuen Attraktionen am Stadthafen begonnen werden. Bereits Anfang November nehmen die ersten Arbeitsgruppen von Stadt und Land zur Buga ihre Arbeit auf, kündigte Umweltminister Backhaus an. Und noch in diesem Jahr will die Hansestadt die Betreibergesellschaft für die Gartenschau gründen. „Wir haben jetzt sehr viel Arbeit vor uns“, so OB Methling.

Andreas Meyer

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