Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
„Das Äußere sagt nichts über Gut und Böse“

Rostock „Das Äußere sagt nichts über Gut und Böse“

Die Stadt ist auf der Suche nach Schöffen für die neue Wahlperiode. Mathias Pawelke engagiert sich in dem Ehrenamt schon seit 2014 – dabei machte er nicht nur gute Erfahrungen.

Voriger Artikel
Ikea investiert 13 Millionen
Nächster Artikel
Machtkampf in der Kleingartenanlage Am Moor

Mathias Pawelke ist Schöffe am Landgericht Rostock.

Quelle: Christina Milbrandt

Rostock. Am Landgericht Rostock hält sich Mathias Pawelke in letzter Zeit öfter auf als sonst. Ein großer Prozess steht gerade an, seit September gab es bereits 27 Sitzungstage. Der 61-Jährige muss bei allen dabei sein. Denn als Schöffe ist er maßgeblich an der Urteilsfindung beteiligt. Über den Inhalt des laufenden Verfahrens darf Pawelke keine Auskunft geben. Aus der Langwierigkeit des Prozesses lässt sich jedoch schließen, dass es sich um einen Fall von Bedeutung handelt. Was auch maximalen Einsatz von Pawelke erfordert. Denn normalerweise seien im Schnitt etwa zehn bis zwölf Sitzungstage für die ehrenamtlichen Richter angesetzt, sagt Pawelke.

Tagelange Beratungen

Schöffen werden bei Gerichtsverfahren als Vertreter des Volkes hinzugezogen. Sie sollen beruflich explizit keinen juristisch Hintergrund haben, um Ausgewogenheit bei der Urteilsfindung herzustellen. Die Sicht der Schöffen wird der der hauptamtlichen Richter gegenübergestellt und fließt bei der Urteilsfindung zu gleichen Teilen ein – das heißt, sie sind den Berufsrichtern gleichgesetzt. So kann es bis zur endgültigen Entscheidung auch mal eine Weile dauern. „Bei großen Fällen laufen Beratungen und Urteilsfindung schon mal ein bis zwei Tage“, erzählt Pawelke. Den Arbeitsausfall könne er als selbstständiger Immobilienkaufmann gut ausgleichen, so gehe er dann auch öfter sonnabends ins Büro. „Die freie Zeiteinteilung ist ein Vorteil für mich, dennoch kann der zeitliche Aufwand natürlich auch ziemlich anstrengend sein.“ Für ihn sei es die Sache aber wert, weil er die Schöffensicht als gute Ergänzung zur Perspektive der Berufsrichter empfinde.

Neue Wahlperiode 2019 bis 2023

Bis zum 16. Februar können sich Interessierte als Erwachsenenhauptschöffen und Erwachsenenhilfsschöffen bewerben.

Gesucht werden Frauen und Männer zwischen 25 und 70 Jahren. Sie müssen deutsche Staatsbürger sein und in Rostock wohnen. Ansprechpartnerin ist Swea Plavius im Rechtsamt, unter

☎ 03 81 / 3 81 11 63.

Bis zum 9. Februar läuft die Bewerbungsfrist für die Jugendschöffen und Jugendhilfsschöffen. Dafür greifen die gleichen Formalien wie bei Erwachsenenschöffen.

Die Bewerber sollten zudem ein gutes Verständnis für Jugendliche haben. Ansprechpartnerin ist Silka Hembus im Amt für Jugend, Soziales und Asyl, unter der Nummer

☎ 03 81 / 3 81 69 11.

Milbrandt Christina

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Der Arzt entscheidet
„Arbeitsunfähig“ heißt nicht immer „krank“: Wenn der Arzt es absegnet, darf man durchaus in den Urlaub fahren.

Im Volksmund heißt es „Krankschreibung“, im Amtsdeutschen verklausuliert „Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung“. Warum Arbeitnehmer nach Abgabe des „Gelben Scheins“ nicht zwangsläufig zuhause herumsitzen müssen, erklären Arbeitsrechtler.

mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Ribnitz-Damgarten wird zum Nadelöhr

Umgehungsstraße nach Ostern komplett gesperrt : Mängel in der Bauausführung sollen beseitigt werden / Straße Am See und Fritz-Reuter-Straße werden als Ausweichstrecke dienen