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Das Kreuz mit der Handschrift

Stadtmitte Das Kreuz mit der Handschrift

Mathematiker der Uni Rostock wollen Unleserliches leserlich machen.

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Mit Arabisch können die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe, Tobias Strauß (v.l.), Roger Labahn, Gundram Leifert und Tobias Grüning im Gegensatz zu ihrer Software nichts anfangen.

Quelle: Uni

Stadtmitte. Ein Computerprogramm, das auch die unleserlichste Handschrift entziffern kann. Daran forschen Mathematiker der Uni Rostock um Roger Labahn mit dem Schweriner Unternehmen Planet. „Die Leistung ist heute nicht mehr das Lesen maschinengeschriebener Texte, das kann jeder Scanner, sondern die Entzifferung von Handschriften“, informiert Labahn.

Bei sogenannten „Schönschreibern“ haben die Schrifterkennungsprogramme erhebliche Probleme. Während es für einen Menschen meist keine große Schwierigkeit darstellt, persönliche Schnörkel verschiedener Schreiber zu entziffern, beherrschen Maschinen diese Kunst noch nicht wirklich befriedigend. Große Herausforderung für die Rostocker: Das auf zwei Säulen stehende Verbundprojekt zur Erkennung von Handschriften, an dem auf der einen Seite die mittelständische Firma, auf der anderen Seite die Universität knobelt, soll eine Lösung bringen. Planet entwickelt das Softwaremodul TextRecoPlus, mit dem das wirkliche Lesen ganzer Adressen von Briefen möglich werden soll. Die Firma stellt der Uni Daten und Software zur Verfügung. „Die Mathematiker in Rostock werden brauchbare Lösungen entwickeln“, sagt Planet-Mitarbeiter Jesper Kleinjohann überzeugt.

Die hohe Kunst der Schrifterkennungsprogramme ist vorerst die Entzifferung gebundener Schrift. Bei der Analyse gehen moderne Zeichenerkennungsprogrammnicht von einer Idealform der Buchstaben aus.

Vielmehr ist ein Ansatz eben die Verwendung von neuronalen Netzen, die im Laufe der Zeit lernen, wie das ihnen vorgelegte, abstrakte Material richtig zu entziffern ist.

OZ

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