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Rostock Das große Sail-Abc
Mecklenburg Rostock Das große Sail-Abc
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00:00 11.08.2018
170 Traditionssegler kommen zu der viertägigen Hanse Sail. Mit dabei ist auch die Viermast-Bark „Sedov“ – das längste Schiff des Volksfestes. Quelle: Foto: Dietmar Lilienthal
Stadthafen/Warnemünde

Vom 9. bis 12. August findet in Rostock die Hanse Sail statt. Das größte Volksfest Mecklenburg-Vorpommerns lockt jedes Jahr rund eine Million Gäste an. Wir geben mit dem Sail-Abc einen etwas anderen Einblick in das Großevent. Hier gibt es alles von A wie Abendtörn bis Z wie Zahlen.

Vom 9. bis 12. August findet in Rostock die Hanse Sail statt. Das größte Volksfest Mecklenburg-Vorpommerns lockt jedes Jahr rund eine Million Gäste an.

A wie Abendtörn: Was gibt es Schöneres, als dem Sonnenuntergang entgegenzusegeln? Das ist bei den Abendtörns auf der Hanse Sail möglich. Segel- und Fahrgastschiffe bieten diese Touren an. Insgesamt gibt es rund 500 solcher Törns. Doch die Plätze an Bord sind beliebt und schnell vergriffen.

B wie Bühnen: Neun Bühnen gibt es auf dem größten Volksfest des Landes: die Bühne Hanse Sail, Antenne-MV-Bühne, NDR-Bühne, Bühne vor dem Biergarten des „Alten Fritz“, Goliath Show-Bühne, Bühne im Fairtrade-Bereich, Bühne „Hansezeit“, „Rostocker“ Bühne vor dem Mau Club, Bühne am Leuchtturm in Warnemünde.

C wie Circus Fantasia: Die Fantasia AG plant am Sonnabend einen Mitmach-Tag. Abends gibt es Live-Musik. Alles ohne Eintritt. 

D wie Dampfschiffe: Auch traditionelle Dampfschiffe gehören zur Sail. Seit 2015 müssen historische Dampfer wie die „Stettin“ und die „Bussard“ im Fischereihafen liegen, damit sie die Besucher im Stadthafen nicht mit ihrem Rauch belästigen.

E wie Ehrenamtliche: Rund 200 ehrenamtliche Helfer sorgen für das Gelingen der Veranstaltung. Sie sorgen für eine individuelle Betreuung der Schiffe und einen persönlichen Kontakt.

F wie Feuerwerk: Das Feuerwerk zur Hanse Sail 2018 findet in Warnemünde nicht statt. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund (WSA) hatte aus Sicherheitsgründen das Feuerwerk im Ostseebad abgesagt. Das Feuerwerk im Stadthafen soll wie geplant stattfinden.

G wie Glasperlenspiel: Das Elektropop-Duo „Glasperlenspiel“ aus Baden-Württemberg gehört zu den Top-Acts der diesjährigen Hanse Sail. Es tritt am Sonnabend auf der NDR-Bühne im Stadthafen auf.

H wie Hanseschiffe: Drei Koggen sind wieder dabei – die Kieler „Hansekogge“, die Poeler Kogge „Wissemara“ und die „Ubena von Bremen“. Auf dem Schiff ist die Crew besonders gewandet, eine Fahrt ist wie eine kleine Zeitreise. I wie Iga-Park: Ein ganz anderer Schauplatz der Hanse Sail ist der Iga-Park. Hier ist es ruhiger und der Blick auf die vorbeiziehenden Segler ist einmalig. Modellbauer sind hier mit der „Mini Sail“ sportlich auf dem Wasser unterwegs.

J wie Jubilare: Die älteste Jubilarin ist die „Hiddem“. Sie wurde 1888 gebaut und liegt ganzjährig im Museumshafen. Außerdem gibt es gleich zwei 100-Jährige:

die „Hendrika Bartelds“ aus den Niederlanden und die „Kapitan Borchardt“ aus Polen.

K wie Kanonier und Böllertreffen: Am heutigen Sonnabend um 9 Uhr startet das inzwischen 19. Kanonier- und Böllertreffen in Gehlsdorf. Die Schützengesellschaft Concordia lädt zum Böllern ein. Erwartet werden etwa 20 Rohre verschiedener Vereine aus ganz Deutschland.

L wie Leben in der Hansezeit: Auf der Silo-Halbinsel findet sich einer der schönsten Familienbereiche der Hanse Sail. Es gibt unter anderem ein Bühnenprogramm mit Märchenspiel, Artistik und Comedy. Hier bilden die drei Koggen eine eindrucksvolle Kulisse.

M wie Marine auf der Sail: Der Marinestützpunkt Hohe Düne lädt zum Offenen Stützpunkt und zu Open-Ship ein. Schiffe aus Litauen und Dänemark liegen in Hohe Düne. Am Passagierkai in Warnemünde ist die Fregatte „Schleswig Holstein“ für Besucher geöffnet.

N wie Nationen: Zehn Nationen nehmen an der diesjährigen Hanse Sail teil: Deutschland, Dänemark, Finnland, England, die Niederlande, Norwegen, Polen, Russland, Schweden, die pazifische Insel Vanuatu.O wie OZ-Schiffchenflotte: Die OSTSEE-ZEITUNG geht wieder mit ihrer Papierschiffchen-Flotte an den Start.  Am Sonntag werden die Mini-Schiffchen zwischen 12 und 14 Uhr im Wasserbassin neben dem OZ-Medienzelt am Kabutzenhof auf die Reise geschickt. Infos unter: www.oz-abo.de/Flotte.

P wie Partnerland Schweden: Das Partnerland ist in diesem Jahr Schweden. 2017 war das Partnerland Island, im kommenden Jahr wird Lettland Partner sein.

Q wie Quantenphysik: Nach einer Schaffenspause findet wieder die „Science@Sail“ der Uni Rostock im Max-Planck-Institut statt. Am Sonnabend und Sonntag wird hier ein breites Programm zum Thema „Planet Wissenschaft“ auf die Beine gestellt. Auch Quantenphysik spielt dort bestimmt eine Rolle.

R wie Regatten: Fünf Regatten finden zur Hanse Sail statt – die Haikutter Regatta, das Match Race, die Opti-Regatta, der Kutterruder-Cup und der Ostseepokal.

S wie Sedov: Die „Sedov“, die 1921 zum ersten Mal den Anker lichtete, bietet am Sonntag ein Open-Ship an. Sie ist eine von vier Großseglern, die in Warnemünde anlegen. Auch die „Mir“, die „Kruzenshtern“ und die „Christian Radich“ haben hier festgemacht.

T wie Tweismaker: Der Nachbau einer Tweismaker ist das Projekt des Schifffahrtsmuseums. Die Replik wurde auf den Namen „Oll Stromer“ getauft. Die Jungfernfahrt wurde verschoben, aber ab nächstem Jahr ist sie beim Treffen der Traditionssegler dabei.

U wie U-Boot-Simulationsanlage: Die U-Boot-Simulationsanlage ist eine der Attraktionen auf dem Festplatz am Stadthafen. Sie ist 26 Meter lang und liegt etwas versteckt neben dem großen Kettenkarussell.

V wie Vormann Jantzen: Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) bietet die „Vormann Jantzen“ auf der Mittelmole in Warnemünde für die Besucher zur Besichtigung an.

W wie Warnemünde: Das Ostseebad ist seit Beginn der Hanse Sail ein Austragungsort. Hier kann man die Traditionssegler unter Segeln sehen. Mittlerweile kommen hierher fast genauso viele Besucher wie in den Stadthafen. X wie eXtreme: Es gibt wieder einige Extreme beim größten Volksfest des Landes. Die Jagt „Norden“ ist das älteste Schiff der Sail. Es wurde 1870 gebaut. Das größte Schiff, die „Sedov“, ist 117,5 Meter lang. Das kleinste misst nur acht Meter: das schwedische Folkeboot „Karstaroff“.

Y wie Yunyi Baltiets: Die „Yunyi Baltiets“ ist ein Schoner aus Russland und liegt im Bereich der ehemaligen Neptunwerft. Die Traditionsschiffe der Sail liegen in Warnemünde, im Stadthafen, im Fischereihafen, im Iga-Park und auch in Hohe Düne.

Z wie Zahlen: Vier Tage, 170 Schiffe, 60 Fahrgeschäfte: Das sind die wichtigsten Zahlen der Sail. Aber es gibt auch weitere: Rund 4500 Menschen arbeiten auf dem Fest und etwa 570 Markttreibende nehmen an der 3,5 Kilometer langen Bummelmeile in Warnemünde und im Stadthafen teil.

Johanna Hegermann

Damit mehr als eine Million Gäste Spaß auf der Hanse Sail haben, sind fast 4500 Menschen im Hintergrund im Einsatz: Die OZ stellt einige der fleißigen Arbeiter vor. TEXTE: ANDREAS MEYER FOTOS: OVE ARSCHOLL

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