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Rostock Das wird ein ganz neuer Bahnhof
Mecklenburg Rostock Das wird ein ganz neuer Bahnhof
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00:00 27.09.2018
Im Zuge des Projekts wird unter anderem der Spurplan im Bereich des Bahnhofs Warnemünde verändert. Quelle: Foto: Db Netz Ag
Warnemünde

Anwohner, Reisende, vor allem aber auch mobilitätseingeschränkte Personen und Kreuzfahrtreisende können aufatmen. Der Bahnhof in Warnemünde wird ab Oktober umfangreich modernisiert und ausgebaut. Der Planfeststellungsbeschluss für das Projekt wurde im Dezember 2017 erlassen.

Geplant ist, die vorhandene und völlig marode und in die Jahre gekommene Personenunterführung vom Bahnhof in Richtung Fähre zurückzubauen. Sie soll in Zukunft durch einen neuen und barrierefreien Übergang ersetzt werden. Dieser wird im nördlichen Teil des Bahnhofs gebaut. Die Haltestelle in Warnemünde wird nicht nur von Fern- und Regionalzügen angefahren, sondern dient auch als Schnittstelle zum Wasser. In unmittelbarer Nähe zu den Bahngleisen starten auch die Fähre zum Ortsteil Hohe Düne und die Kreuzfahrtschiffe. Einen behindertengerechten Zugang gibt es bisher nicht.

Der Bahnhof Warnemünde Werft ist vom Umbau nicht betroffen. Hier herrscht bereits Barrierefreiheit. Aber auch an anderen Stellen sind Arbeiten geplant. Zusätzlich werden mit den Steigen 4 und 5 zwei neue Fernverkehrsbahnsteige mit einer Länge von jeweils 370 Metern errichtet. Der sogenannte Kreuzfahrerbahnsteig erhält drei direkte Zugänge vom Kai aus.

Auch der Spurplan erscheint zukünftig im neuen Gewand. Die Gleise sollen teilweise in ihrer Lage angepasst und ihr Oberbau erneuert werden. Auch Telekommunikationsanlagen und die Oberleitungen werden erneuert. Die elektrischen Weichenheizungen, die die Funktion der Weichen bei frostigen Temperaturen sicherstellen, werden ebenso angepasst oder neu errichtet.

Ab Oktober wird zunächst das Gleisbild-Stellwerk für die Strecke Bramow – Warnemünde durch eines in digitaler Form ersetzt. Bei der sogenannten digitalen Stellwerktechnik handelt es sich um die neueste Generation von Stellwerken, die in Warnemünde als Pilotprojekt eingeführt werden soll. Stellwerksarchitektur und die zugehörigen Schnittstellen sollen dadurch langfristig standardisiert werden und in ihrer Anzahl verringert werden. Bisher gibt es mit dem Stellwerk in Annaberg-Buchholz nur ein weiteres digitales Stellwerk in ganz Europa. Fast die Hälfte der rund 3000 Stellwerke der Bahn sind noch sogenannte Relaisstellwerke mit Drucktastentechnik, die in den 1950er Jahren in Betrieb genommen worden sind. Im Zuge der umfangreichen Maßnahmen ist zudem vorgesehen, Arbeiten zum Hochwasserschutz nach den Vorgaben des Staatlichen Amts für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern umzusetzen.

In der Zeit vom 22. Oktober bis zum 22. November wird die Bahnstrecke zwischen Warnemünder Bahnhof und Haltepunkt Werft voll gesperrt (die OZ berichtete). Seit längerem gibt es daher bei den Betroffenen Diskussionen um einen Schienenersatzverkehr. Der Markgrafenheider Ortsbeirat sah die Chancen dafür zunächst schwinden. „Jetzt haben wir aber grünes Licht bekommen, dass es von der Werft bis zum eigentlichen Bahnhof einen Ersatzverkehr geben soll“, sagt Ortsbeiratsvorsitzender Jürgen Dudek (Rostocker Bund/Graue/Aufbruch 09). Aber für die viel längere Bauzeit ab nächstem Herbst sei noch keine Lösung in Sicht, sagt er. „Ich habe eben grad einen Briefumschlag zugeklebt an die Ministerpräsidentin“, sagt Jürgen Dudek. Der Brief geht heute auf die Reise nach Schwerin und soll erneut die Situation der Betroffenen verdeutlichen.

Die eigentlichen Bauarbeiten am Bahnhof mit dem neuen Übergang sind dann erst in der zweiten Baustufe für Oktober 2019 vorgesehen. Die Fertigstellung ist für Mai 2020 geplant. Ist Zukunft werden sich die Betroffenen also nicht nur über einen modernen Bahnhof, sondern vor allem über einen bequemen Übergang zwischen Zug, Stadt und Schiff freuen können.

Dana Frohbös

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