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Deal mit der Stadt: Kleingärtner warten auf ihr Geld

Rostock Deal mit der Stadt: Kleingärtner warten auf ihr Geld

Wenn sie ihre Gärten freiwillig verkaufen, sollen Kleingärtner in mehreren Rostocker Anlagen großzügig entschädigt werden. Fast 300 Gärtner stehen bereit - doch obwohl die Stadt dringend Bauland braucht, ist noch keine Parzelle verkauft.

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Kleingärten am „Groten Pohl“ in der Südstadt: Die Hansestadt hat den Gärtnern großzügige Entschädigungen zugesagt, wenn sie ihre Parzellen freiwillig verkaufen. Das Areal soll nämlich zum neuesten Wohngebiet Rostocks werden.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Rostock braucht Bauland – und die Kleingärtner sollen helfen. Wer freiwillig seinen Garten aufgibt und an die Stadt verkauft, soll damit sogar ein richtig gutes Geschäft machen können. So jedenfalls hat es Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) versprochen. Im November 2016. Doch nun – mehr als ein Jahr später – ist die Enttäuschung bei vielen verkaufswilligen Kleingärtnern groß: Sie haben ihre Gärten längst aufgegeben, aber immer noch kein Geld von der Stadt gesehen. In einem Brandbrief attackiert der Verband der Gartenfreunde nun OB Methling scharf.

Kleingärtner warten auf Geld der Stadt

Insgesamt mehr als 300 Kleingärtner hätten sich daraufhin gemeldet, um ihren Gärten gegen die Entschädigung abzugeben. Das schreibt Annette Roeßler, Geschäftsführerin des Gartenverbandes, in ihrem Schreiben an den OB. Das Problem aus Sicht der Kleingärtner: Das Rathaus lässt sich zu viel Zeit. Noch nicht ein Garten sei bisher von der Stadt offiziell aufgekauft worden. Die Kleingärtner stünden derzeit „im Regen“: „Die Pächter haben ihre Parzellen für eine besenreine Übergabe beräumt, sie erwarten die Bekanntgabe der Übergabetermine.“ Einen neuen Garten können sich viele, so Roeßler, nicht leisten – dafür bräuchten sie erst das Geld der Stadt. Doch nichts geschehe. Viele Kleingärtner würden sich bereits fragen: „Was ist das Versprechen eines Oberbürgermeisters wert?“

Rathaus weist Kritik zurück

Stadtsprecher Ulrich Kunze weist die Kritik des Verbandes zurück: „Von Stillstand kann beim besten Willen keine Rede sein“, sagt er. Laut neuesten Zahlen aus dem zuständigen Liegenschaftsamt der Hansestadt steht die Stadt kurz vor dem Kauf der ersten 84 Parzellen in der Kleingartenanlage „Dr. Ernst Heydemann“. „Der Bürgerschaft hat dem Kauf bereits zugestimmt, wir erwarten jetzt die Übergabe durch den Verband. Unmittelbar danach zahlen wir die Entschädigung aus“, sagt Kunze. Das werde dann maximal 14 Tage dauern.

Andreas Meyer

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