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Der Fotograf der Stars im Möbelladen

Dierkow Der Fotograf der Stars im Möbelladen

Guido Karp zeigt in Rostock seine Arbeiten und plaudert über Weltstars aus dem Nähkästchen.

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Den Musik-Legenden ganz nah: Möbelhausbesitzer Mike Giebel (Möbel Harrmann, l.) und Starfotograf Guido Karp.

Quelle: Karsten Wilke

Dierkow. Bruce Springsteen, Britney Spears, Mick Jagger — er hat sie alle vor der Linse gehabt. Starfotograf Guido Karp ist auf großer Ausstellungstour. Gestern machte er kurz Station im Möbelhaus Harrmann in Dierkow und stellte Bilder aus den vergangenen 35 Jahren Fotografenleben an der Seite der Musikgrößen der Welt vor.

„Ich mag Möbelhäuser, ich kenne sie in fast allen Städten in denen ich bisher war. Ein guter Ort für Kunst. Hier hat das Publikum keine Berührungsängste, und es ist immer wundervoll eingerichtet. Ein guter Platz für Fotos “, erklärt er seinen ungewöhnlichen Ausstellungsort. Auch ins Rostocker Einrichtungshaus führte ihn ein Starfoto. „Ich musste mit Mathias Reim ein Magazincover machen und da sind wir von der Stadthalle direkt hierher“, erzählt er. Seitdem kennt er Besitzer Mike Giebel. „Wir haben sofort ja gesagt. Es ist uns eine Ehre, dass wir seine Fotos bei uns ausstellen dürfen“, sagt Giebel.

100 Bilder von Stars und Sternchen zierten gestern das Möbelhaus zur Vernissage. Nur von Rockröhre Anastasia findet sich kein Bild. „Ich war mit ihr 31 Shows lang auf Tour und habe kein einziges Foto gemacht. Der Dame war einfach nicht danach“, sagt er und schmunzelt. Andere Musiker legten mehr Wert auf seine Arbeit. So zum Beispiel AC/DC. Die haben auf ihrer Bühne extra einen Käfig für mich aufgehängt. Das ging auch die Hälfte der Show gut, bis bei „Hells Bells“ die Pyrotechnik angefangen hat. Ich musste vor 50 000 Fans im Berliner Olympia-Stadion aus dem Käfig befreit werden“, erzählt er gut gelaunt. Ebenfalls ein gern gesehener Kunde ist Robbie Williams. „Welcher Künstler sucht schon per Dartpfeil aus, wo die Tour beginnen soll“, sagt er. Und so verschlägt es ihn auch selbst einmal in die Provinz.

Aus der pfälzischen Provinz kommt er. „In der Jahnhalle in Bad Breisig, dem Zentrum des Rock‘n‘Rolls, habe ich meine ersten Konzerte fotografiert. Von Bands wie SBB, Bob Lenox und Grobschnitt. Am Arsch der Welt mit Künstlern, die heute keiner mehr kennt. Aber dort lernt man es“, sagt er und lacht.

Aber auch Zufälle ebneten ihm den Weg. So ist er ein Schulfreund und heute noch enger Vertrauter von Thomas Anders. „Das hilft natürlich, aber im Prinzip ist es eine Empfehlungssache “, sagt Karp. Er biete den Managern Rundum-Sorglos-Pakete an. „Streicheleinheiten“ für Manager und Tourverantwortliche.

Auch der „King of Pop“ Michael Jackson gehörte zu seinen Kunden. „Ein toller Musiker, auch wenn er kein Instrument spielte. Wenn ein Tänzer in den hinteren Reihen falsch tanzte, hörte er das sofort“, erzählt er.

Eine musikalische Schmerzgrenze habe er nicht, egal ob Vicky Leandros oder Rammstein. „Mit den Flippers gehe ich genauso gerne auf Tour, wie mit den Stones“, sagt Karp. Für die Besucher hatte er zu jedem Bild auch eine Geschichte parat.

So hat er keine ähnlich große Show wie bei Take That erlebt — „Die stellen alle in den Schatten“ — oder ließ beim Einlass zu einem Konzert zusammen mit Robbie Williams die weiblichen Fans zu „Bonanza“-Musik einen Hügel hinab laufen. „Wir haben uns halb totgelacht“, sagt er. Diese Momente will er mit seiner Ausstellung dem Publikum präsentieren. „Es geht mir nicht darum, Bilder zu verkaufen“, stellt er klar.

CD-Cover von Karp
CD-Titelbilder des zweimaligen „Music Photographer of the Year“-Gewinners: AC/DC — Black Ice, Bee Gees — Live in Berlin, Dire Straits — On Every Street - Live, Chris de Burgh — Live in Dortmund, Elton John — Candle in the Wind, Genesis — Live in Rome, Helene Fischer — Live, Howard Carpendale — Live in Berlin, Manowar — Gods of War, Michael Jackson — This is it, Phil Collins — The First Final Farewell Tour, Robbie Williams— Surpreme, Rolling Stones — No Security.

 



Karsten Wilke

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