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Der Rostocker Zoo erwartet einen Baby-Boom

Barnstorfer Wald Der Rostocker Zoo erwartet einen Baby-Boom

Nachwuchs bei zahlreichen Tierarten / Polarium öffnet im September

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Ron Zblewski (26) kümmert sich im Darwineum um die Malayenquallen und züchtet die Tiere für das neue Polarium.

Quelle: Fotos: Joachim Kloock (2), Ove Arscholl (1)

Barnstorfer Wald. Im Zoo wird zwar erst im nächsten Jahr der 120. Geburtstag gefeiert, doch auch hier ist man im Jubiläumsfieber und will der Stadt zu ihrem 800.

OZ-Bild

Nachwuchs bei zahlreichen Tierarten / Polarium öffnet im September

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Jahrestag einige Geschenke machen – Polarium, Nachwuchs und Spielplätze.

Trotz der aktuellen Bauarbeiten, die immerhin mitten auf der Anlage stattfinden, war der Zoo auch im letzten Jahr mit über 600 000 Besuchern laut eigenen Angaben die besucherstärkste Freizeiteinrichtung des Bundeslandes – trotz eines Rückgangs der Zahlen um 30 000 Besucher im Vergleich zu 2016. Und damit dies auch so bleibt, legt sich das Team auch in diesem Jahr ordentlich ins Zeug.

Einheimische und Gäste der Stadt können sich unter anderem auf Orang-Utan-Babys freuen. „Bei Dinda erwarten wir den Nachwuchs bereits in den nächsten Tagen, bei Miri wird es gegen Ende des Frühjahrs so weit sein“, sagt Kuratorin Antje Zimmermann. Auch bei den Baumkängurus, den Zwergflusspferden, den Wisenten, den Trampeltieren und vielen kleinen Affenarten sind die Tierpfleger optimistisch.

Insgesamt werden in diesem Jahr 80 bis 100 Jungtiere erwartet.

Das Highlight und gleichzeitig größte Geschenk an die Stadt zum 800. Geburtstag ist allerdings ohne Frage das Polarium. Noch ist es in den Händen der Handwerker, doch bereits am 4. Mai wird Richtfest gefeiert – die Eröffnung ist dann für September geplant. „Aber bitte nageln Sie Herrn Nagel da nicht fest“, sagt Zoodirektor Udo Nagel schmunzelnd. Während die Bauarbeiten fortschreiten, gehen auch die Planungen zu den zukünftigen Bewohnern des Polariums in die entscheidende Phase. „Es ist uns hart angegangen, dass von den drei Eisbären, die wir nach draußen gegeben haben, zwei gestorben sind“, sagt Nagel. Umso mehr freut sich das Zoo-Team aber, dass bald ein junges Eisbärenpaar nach Rostock kommen wird und die bisher sehr erfolgreiche Zucht weitergehen kann.

Bisher wurden 35 Eisbären in Rostocks Zoo auf die Welt gebracht. Sie alle sind im internationalen Zuchtbuch gelistet, dessen Führung seit dem letzten Jahr in den Händen von Antje Zimmermann liegt.

Neben einem jungen Eisbärenpaar zieht auch eine Kolonie Pinguine in das neu gestaltete Areal ein. Vier Aquarien werden diverse Fischarten, ein Krake, Seeanemonen, Langusten, Röhrenwürmer und Schwämme beherbergen. Mittig soll eine große Kugel als neues Zuhause für die Quallen errichtet werden – der sogenannte Jelly Fish Planet. Die Zucht dieser besonderen Meerestiere im Darwineum ist bereits bestens darauf eingestellt, die neuen Kreisel im Polarium mit Leben zu füllen. „Die Zucht ist eine sehr schwierige, eine verdammt schwierige Aufgabe“, sagt Quallenpfleger Ron Zblewski. „Hier setzt man nicht einfach Männchen und Weibchen zusammen und wartet auf Nachwuchs.“ Damit eine Vermehrung erfolgreich ist, müssen viele Faktoren stimmen: Temperatur, Wasserchemie, Technik, Strömung, Licht.

„Ich mach aber auch viel nach Gefühl, und dann braucht man natürlich auch ein bisschen Glück“, sagt der 26-Jährige.

Auch speziell für Kinder wird es neue Attraktionen geben. An der alten Bärenburg eröffnet ein neuer Spielplatz, der rund um ein Expeditionsschiff gestaltet ist. Vorlage war hier das norwegische Forschungsschiff „Fram“, welches bis zum Jahr 1914 in den Polarregionen unterwegs war. Sieben Stationen zum spielerischen Lernen werden neu errichtet. Die ersten drei können bereits ab Ostern getestet werden: ein Fledermaus-Memory, ein Insektenhotel und ein Drehwürfelspiel zum Thema heimische Bäume. Im Laufe des Jahres kommen vier weitere hinzu.

Dana Frohbös

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