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Rostock Der Südsee wird geputzt
Mecklenburg Rostock Der Südsee wird geputzt
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00:16 02.05.2018
Kein Wasser im Südsee – in Vorbereitung auf die Badesaison wird der See in Tessin geputzt. Azubi Nils Dethloff, Jan Reichl, technischer Leiter im Freibad, und Rettungschwimmer Sebastian Memmert (v.l.) fegen den Seegrund. Quelle: Fotos: Doris Deutsch
Tessin

Der Südsee ist leer. „Zum zweiten Mal haben wir komplett das Wasser abgelassen“, erzählt Tom Heller, Leiter der Tessiner Freizeiteinrichtungen: „Der See wird geputzt.“ Sandablagerungen auf dem Grund des künstlich angelegten Badesees, Kalk an den Beckenwänden, Algen, erste Pflanzen, die sich durch die Planen kämpfen – all das müsse entfernt, gereinigt, repariert werden.

Saisonvorbereitung in Tessin / Nach dem Fegen kommt das Wasser / 8300 Kubikmeter fließen

Jede Hand wird in Vorbereitung auf die Badesaison ab 1. Juni gebraucht. Seit Anfang April sind Mitarbeiter des kommunalen Freizeitbetriebes im leergepumpten See mit Schaufel und Besen, Schubkarre, Schaber, Schrubber, Wischeimern und Dichtungsmaterial unterwegs, um alle Schäden zu beheben. 2700 Quadratmeter Oberfläche misst der Tessiner Südsee, der im Sprungbereich viereinhalb Meter und im Schwimmbecken 2,20 Meter tief ist und 2012 in Betrieb genommen wurde.

„Fünf Jahre lang gab es keine solche Großreinigung“, berichtet Heller. Doch es sei mit der Zeit soviel Sand über die Kanten gespült worden, dass 2017 zum ersten Mal der Badesee leer gepumpt und gründlich geputzt wurde. „Da haben wir Massen von Sand, Kalk, Pflanzenresten rausgeholt“, sagt Heller, „und danach hatten wir so schönes, klares Wasser.“ Deshalb gebe es diese Aktion nun jährlich.

8300 Kubikmeter Wasser schluckt das Freibad. Zu Wochenbeginn wurde der symbolische Hahn aufgedreht, Pumpen, die das Grundwasser einspeisen. „Es dauert eineinhalb bis zwei Wochen, bis der See gefüllt ist“, berichtet Heller. Den ganzen Sommer über wird das Wasser über natürlich-biologische Selbstreinigungsmechanismen und Filter – ganz ohne chemische Zusätze – sauber gehalten.

Bis zum Saisonstart am Tessiner Südsee am 1. Juni bleibt noch viel zu tun. Die Randbereiche des Naturbades müssen gestaltet, die eingelagerten Spielgeräte aufgebaut, die Sanitäranlagen in Betrieb genommen werden. „Wir suchen noch Servicepersonal und Rettungsschwimmer“, erklärt der Chef der städtischen Freizeiteinrichtungen. Denn das beliebte Freibad wurde in der Vergangenheit von rund 20

000 Besuchern pro Saison genutzt. „2017 hatten wir zwar nur 11800 Gäste“, räumt Heller ein, „doch das lag ganz klar am Wetter, am ständigen Regen.“ An heißen Tagen suchen schon mal bis zu 1000 Gäste eine Abkühlung im Südsee.

Bis zum 30. September bleibt der Badesee im Recknitztal mit großer Rutsche, Sprunginsel, Nichtschwimmerbereich, 25-Meter-Bahnen und separatem Kinderbecken täglich geöffnet. „Seit letztem Jahr haben wir feste Öffnungszeiten“, sagt Heller. „Die Schlechtwetterregelung davor kam nicht so gut an.“ Denn auch bei Nieselregen würden beispielsweise Saisonkarteninhaber ihre Schwimmrunden drehen wollen.

Die Preise sind moderat – für 3,50 Euro können sich Erwachsene, für 2,50 Euro Kinder zwischen vier und 16 Jahren den ganzen Tag im Naturbad aufhalten. Auch Felder für Beachvolleyball und Fußball gehören zur Anlage.

Gleich in der Nachbarschaft liegen Tennis- und Minigolfplatz. „Wir können viele Campingfreunde unterbringen, sie haben freie Platzwahl“, informiert Heller. Für Caravans stehen 50 Stellplätze zur Verfügung. Eine großzügige Grillarena wird gern für Feste und Veranstaltungen, auch Schul- und Kita-Abschlussfeiern genutzt. Alle Angebote sind in städtischer Hand. Bürgermeisterin Susanne Dräger ist stolz darauf: „Der Südsee, der gesamte Freizeitbereich hat einen großen Werbeeffekt für die Stadt.“

Doris Deutsch

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