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Rostock Design-Professor Gunter Rambow entwirft Plakate für Frankfurter Oper
Mecklenburg Rostock Design-Professor Gunter Rambow entwirft Plakate für Frankfurter Oper
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00:00 08.03.2013
Gunter Rambow steht vor seiner Plakatgalerie am Güstrower Domplatz. In den Händen hält er die Ankündigung für „Don Carlo“. Hierfür posierte ein Unternehmer aus der Barlachstadt. Quelle: Mathias Otto
Güstrow

Etwa die Hälfte säumten bereits Litfaßsäulen oder Schaukästen in der Main-Metropole.

Sie hängen nun in dem 1992 von ihm erworbenen Wallensteins Hofgericht am Domplatz 16. Damit überraschte Rambow erst kürzlich die Gäste auf seiner Geburtstagsfeier. „Viele Freunde und Wegbegleiter aus jedem Jahrzehnt meines Lebens waren hier, um mit mir zu feiern. Deshalb habe ich sie mit einer kleinen Ausstellung überrascht“, so Rambow.

Für die Gestaltung blieb dem Designer kaum Zeit. Schon Wochen vor dem Beginn im August musste er seine Entwürfe abliefern. Aber der erfahrene Mann ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Pünktlich war er mit seiner Arbeit fertig.

Mit unzähligen bunten Dreiecken gestaltete er etwa das Plakat für das aktuelle Stück „Die Fledermaus“ von Johann Strauß. Auf dem Plakat „Don Carlo“, eine Aufführung von Giuseppe Verdi, posiert ein junger Unternehmer aus der Barlachstadt. Sein Gesicht hängt nun, vor der Premiere im April, überall in Frankfurt aus.

Gunter Rambow saß schon häufig im leeren Opernsaal und ließ sich von den Proben der Darsteller inspirieren. „Meistens aber reichen intensive Gespräche mit den Dramaturgen aus, bevor ich meine Arbeit beginne“, sagt der 75-Jährige.

Die 24 Plakate sind nur ein geringer Teil seines Schaffens. 2009 gründet Rambow das Institut für Visuelle Kommunikation in Saarbrücken und betreibt in Güstrow eine Plakatgalerie. Werke, die hier zu sehen sind, finden sich u.a. auch in der früheren Akademie der Künste der DDR in Berlin, im Deutschen Plakatmuseum Essen oder im Art Museum Shanghai wieder. Selbst im Museum of Modern Art in New York gibt es einige seiner Plakate in der ständigen Sammlung.

Gunter Rambow, der die Bildsprache die Alltags- und Kunstwelt in den 50er und 60er Jahren revolutioniert und geprägt hat, wurde 2011 mit dem Hessischen Kulturpreis ausgezeichnet.

Mathias Otto

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