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Die Hansestadt der Zukunft

Stadthafen Die Hansestadt der Zukunft

Rathaus erarbeitet erstmals Visualisierung für alle Ideen am Stadthafen / OB will Fraktionen nächste Woche informieren / Viel Lob für Entwürfe aus der Bürgerschaft

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Stadthafen. In einem Punkt sind sich Stadtpolitik und Verwaltung seit Jahren einig: Die Hansestadt macht zu wenig aus ihren Filetflächen am Fluss, der Rostocker Stadthafen müsste dringend belebt werden. Ideen dafür gibt und gab es viele. Die jüngste ist der Bau des neuen Archäologischen Landesmuseums direkt an der Warnow (die OZ berichtete). Doch getan hat sich bisher nichts. Das will Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) nun ändern und geht in die Offensive: Er will neuen Schwung in die Debatte bringen – indem er den Rostockern zeigt, wie die Kai-Kante der Zukunft aussehen könnte. In der kommenden Woche will er offiziell seine Vision vom Stadthafen der Zukunft präsentieren, die ersten Bilder zeigt die OZ nun vorab und exklusiv.

 

OZ-Bild

Das ist ein Arbeitsstand. Zeitnah informieren wir die Politik umfassend.Ulrich Kunze Stadtsprecher

Quelle:

Ämter zeigen erstmals alle Ideen in einem Bild

Für die ersten Visualisierungen des neuen Stadthafens haben der kommunale Immobilien-Betrieb KOE, das Amt für Stadtplanung und die Verwaltungsspitze all die Vorschläge zusammengetragen, die es seit Jahren gibt. Herausgekommen ist eine völlig neue Ansicht der Hansestadt. Im Mittelpunkt: der Christinenhafen mit zwei großen neuen, futuristisch anmutenden Gebäuden. Was in die Gebäude einziehen wird – das lassen die Macher bewusst offen. Die neuen Häuser am Wasser könnten das Zuhause für das geplante Maritime Erlebniszentrum sein – oder auch für das Archäologische Landesmuseum, das in der Hansestadt entstehen soll. Der zuständige Schweriner Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) soll die Entwürfe nach OZ- Informationen bereits kennen. Für die Baufläche soll die Christinenhalbinsel ein Stück aufgeschüttet werden. Oberhalb der möglichen Museen soll ein „Deckel“ auf die L 22 gebaut werden. Die Autos verschwinden in einer Art Tunnel, oben drauf wird ein Park entstehen – mit Terrassen zum Verweilen. Unten am Wasser sollen Spielplätze und Wasserspiele entstehen. Zudem plant das Rathaus eine direkte Verbindung von der Breiten Straße bis ans Wasser. Von der vergrößerten Halbinsel aus soll eine Klappbrücke für Fußgänger nach Gehlsdorf führen. Und: Auf dem Bussebart steht das Volkstheater.

OB will erst die Fraktionen informieren

OB Methling will sich zu den Visionen aus „seinem“ Rathaus öffentlich noch nicht äußern. Erst will er die Bürgerschaftsfraktionen informieren. Doch die reagieren größtenteils bereits begeistert von der Vision: „Dieser Entwurf ist grandios“, schwärmt beispielsweise Daniel Peters, der Rostocker CDU- Chef. „In jeder anderen Stadt ist der Hafen das Zentrum für Kultur, für Erlebnis und Miteinander. Das würden wir dann auch in Rostock haben.“ Aus Peters’ Sicht wäre genug Platz für das Maritime und das Archäologische Museum an der Warnow: „Die Societät könnten wir dann für unsere Museen nutzen, die dringend auch mehr Platz benötigen. Die Pläne gibt es ja seit Jahren.“ Dem CDU-Mann gefällt vor allem die Verbindung von der Stadt ans Wasser – ohne Ampel, ohne Brücke.

SPD-Fraktionschef Steffen Wandschneider spricht von „interessanten Vorschlägen“: „Aber diskutieren können wir darüber erst nach dem Bürgerentscheid zum Traditionsschiff. Vorher macht das leider keinen Sinn.“ Uwe Flachsmeyer (Grüne) wünscht sich spontan mehr Grün am Wasser, freut sich aber über die von seiner Partei seit Jahren geforderte Brücke über den Fluss. Eva-Maria Kröger, Chefin der Linken in der Hansestadt, bezeichnet die Vision aus dem Rathaus ebenfalls als „spannend“: „Vor allem für den Stadthafen sind solche Ideen wichtig.“

Ihre Meinung ist gefragt: Was halten Sie von der Vision für den Stadthafen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung per

Mail an rostock@ostsee-zeitung.de

oder per Post an OSTSEE-ZEITUNG, R.-Wagner-Str. 1a, 18055 Rostock. Mitdiskutieren können Sie auch online:

www.facebook.com/oz.rostock

Andreas Meyer

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