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Die Zeitung bringt Güstrow und Rostock zusammen

Empfang Die Zeitung bringt Güstrow und Rostock zusammen

Großer Empfang in der Kreisstadt: Rund 100 Vertreter aus Politik, Kultur und Wirtschaft trafen sich in der Galerie Wollhalle.

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Nicolas Berens (li.) und Christian Köhn von der Abteilung Segeln des SV Einheit Güstrow beim Plausch.

Güstrow — Die große und die noch etwas größere Stadt wachsen zusammen: Gestern Abend beim Empfang der OSTSEE-ZEITUNG in der Barlachstadt gingen Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kultur von Rostock und Güstrow auf Tuchfühlung. „Wir Güstrower warten seit Jahrhunderten darauf, dass die Ostseeküste näher zu uns kommt“, erzählte Güstrows Bürgermeister Arne Schuldt . Nun bleibt die Ostsee zwar vorerst da, wo sie ist, dafür kommt aber die Zeitung gleichen Namens, die in der Kreisstadt ihre Präsenz deutlich ausbaut. „Es ist gut, wenn es eine neue Sicht auf die Stadt gibt“, freute sich Stadtvertreter Gerhard Jacob .

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OZ-Chefredakteur Andreas Ebel im Gespräch mit Carmen Lahl und Ludwig Brass vom Tierschutzverein Güstrow. Fotos (8): Ove Arscholl

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OZ-Geschäftsführer Thomas Ehlers outete sich in der Galerie Wollhalle als großer Güstrow-Fan: „Eine tolle Stadt, die sich wunderbar entwickelt hat.“ Falls er seine Frau überreden kann, will er gleich am Wochenende wiederkommen, zum Mitternachtsshopping bei der Einkaufsnacht. Der Güstrower Unternehmer Knut Brinkmann entwickelte beim Gespräch am Buffet eine geniale Idee, wie Rostock und Güstrow auch wirtschaftlich enger zusammenwachsen können: „Es müssen sich nur überall entlang der A 19 Unternehmen ansiedeln.“

Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling kehrte an diesem Abend zurück zur Stätte seiner größten Erfolge. Auf dem Güstrower Inselsee hat er einst eine Segelwettfahrt gewonnen. Es blieb sein bislang einziger Regatta-Sieg. Zugleich lobte er die in Güstrow umstrittene Namensgebung des neuen Landkreises Rostock. Es sei doch toll, wenn man „schon fast in Brandenburg ist und immer noch Rostock auf den Schildern steht“.

Sportlich braucht es kein Zusammenwachsen mehr. „Das klappt schon alles bestens“, sagte Christian Köhn vom SV Einheit Güstrow. Heidemarie Beyer vom Förderverein des Güstrower Ernst-Barlach-Theaters freute sich, dass inzwischen mehr Rostocker zum Theatearbesuch in die Kreisstadt kommen. Elisabeth Prüß vom Goetheverein hofft auf regen Austausch mit Germanisten der Universität Rostock. In Sachen Literatur hat die kleinere der größeren Stadt etwas voraus: einen eigenen Goetheverein. Der Rostocker wurde nach 1990 aufgelöst.

Dafür kümmert man sich in der Hansestadt besser um streunende Katzen, musste Carmen Lahl , Vorsitzende des Güstrower Tierschutzvereins feststellen. Und zwar, weil die Tiere in Rostock kastriert werden, in Güstrow aber noch nicht. „Vielleicht überzeugt das Beispiel unsere Stadtvertreter“, hofft die Tierschützerin. Das Fazit des Abends sprach der Güstrower Stadtvertreter Walter Kuhn : „Zwischen Rostock und Güstrow läuft alles harmonisch.“

 

gkw

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