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Diebe stehlen Rollator einer 80-Jährigen

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Diebe stehlen Rollator einer 80-Jährigen

Als die Frau eine Arztpraxis am Doberaner Platz verlässt, ist ihre Gehhilfe weg. Zuletzt sorgte ein gestohlener Rollstuhl für Empörung.

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Für viele Senioren ist ein Rollator die einzige Möglichkeit, mobil zu bleiben. Dora Schmidts Gehhilfe wurde gestohlen.

Quelle: Ove Arscholl

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Schock nach dem Arztbesuch: Als Dora Schmidt am Dienstag eine Arztpraxis in der Doberaner Straße verlässt, ist ihr Rollator weg. Die 80-Jährige hatte die Gehhilfe auf dem Innenhof abgestellt. So wie immer. „Ich bin erbost und erschrocken. Wer nimmt einer alten Frau den Rollator weg?“, fragt sich Dora Schmidt. Ohne die Gehhilfe sei sie aufgeschmissen.

„Ich kann nur mit Rollator laufen.“

Die Schwestern eilen der Rentnerin zur Hilfe. Gemeinsam suchen sie nach dem Rollator. Als die Polizei eintrifft, hält sie den Diebstahl zunächst für einen Aprilscherz. „Es kommt immer wieder vor, dass Rollatoren aus Spaß umgeparkt werden“, sagt Polizei-Sprecherin Yvonne Hanske. Doch das sei für die Betroffenen alles andere als lustig. Sie würden nicht nur einen Schreck erleiden. „Sie müssen mit ihrer Gehbehinderung auch erst einmal dorthin kommen, wo der Rollator steht“, betont Hanske. Zuletzt sorgte im Januar ein gestohlener Rollstuhl im Stadtteil Schmarl für Empörung (die OZ berichtete).

Dora Schmidt ist fassungslos. Eine Physiotherapeutin hatte ihren Rollator noch auf dem Innenhof gesehen, kurz bevor er entwendet worden sein muss. Nach mehr als einer Stunde Suchen trifft Schmidts Sohn ein, bringt sie nach Hause. Dort wartet ihr pflegebedürftiger Mann.

Nie würde die Rentnerin ihren Rollator aus der Hand geben. Nur beim Arzt müsse sie ihn im Hof stehen lassen. „Weil eine steile Treppe zur Praxis hinaufführt.“ Sie könne den Rollator auch nicht anschließen. „Die einzige Möglichkeit zum Sichern ist eine Parkbank am Doberaner Platz“, sagt Dora Schmidt. Dort sei es aber zu hektisch.

Nun bot eine Physiotherapie an, dass sie ihren Rollator dort abstellen könne. Vorher muss sie sich jedoch einen neuen kaufen. Kosten: mindestens 100 Euro. Die Krankenkasse übernehme das nicht. Dora Schmidt hofft noch: „Vielleicht drückt den Dieb ein schlechtes Gewissen, und er gibt den Rollator zurück.“ aw

 



OZ

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