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Rostock Dierkower Damm bleibt Baustelle bis 2020
Mecklenburg Rostock Dierkower Damm bleibt Baustelle bis 2020
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00:37 08.05.2018
Autofahrer müssen sich am Dierkower Damm weiter auf Verkehrseinschränkungen einstellen. Mindestens bis zum Frühjahr 2019 müssen die Fahrspuren aus Richtung Gehlsdorf an der Kreuzung zur Hinrichsdorfer Straße zusammengelegt bleiben. Quelle: Fotos: André Wornowski/eurawasser/katarina Sass
Dierkow

Auto- und Radfahrer müssen sich am Dierkower Damm noch bis zum Jahr 2020 auf Verkehrseinschränkungen einstellen: Grund sind weitere Bauarbeiten an Mischwassersammler und Trinkwassersystem, wie das Unternehmen Eurawasser auf einer Sitzung im Ortsbeirat Gehlsdorf mitteilte. Mindestens bis zum Frühjahr 2019 müssen etwa die beiden Fahrspuren im Kreuzungsbereich Dierkower Damm/Hinrichsdorfer Straße zusammengelegt bleiben. So lange sei es notwendig, die hier installierte Überpumpanlage zu nutzen, heißt es bei Eurawasser.

„„Problematisch ist die Blockade des Radweges durch die Bauarbeiten. Hier bräuchten wir gerade für die Schüler eine Lösung.“Kurt Massenthe (UFR) Ortsbeiratschef Gehlsdorf
„„Die Vergabe ist in zwei Bauabschnit- te gegliedert, um eine parallele Abarbeitung und eine kürzere Bauzeit zu ermöglichen.“Gabi Kniffka Sprecherin Eurawasser

Seit September 2017 laufen die Arbeiten am Mischwassersystem am Dierkower Damm. Im kommenden Juni sollen nun zwei neue Bauabschnitte zeitgleich starten. „Dadurch ist eine Verkürzung der Gesamtbauzeit möglich“, sagt Eurawasser-Sprecherin Gabi Kniffka. Das dafür vorgesehene Baufeld befindet sich südlich vom Dierkower Damm, parallel zum Claudiusweg. Schwierigkeiten bereite hier der Baugrund: Einer der Bauabschnitte habe eine Tiefe von sieben Metern und soll schadstoffbelastet sein. Beim zweiten Abschnitt liege der Wiesenbereich wegen des hohen Grundwassers ungünstig, so Kniffka. Die Erdarbeiten sollen archäologisch begleitet werden. Auch müssen eine Baustraße errichtet und eine Gasleitung umverlegt werden.

In die Sanierung des Mischwasserkanals investieren Eurawasser und der Warnow-Wasser- und Abwasserverband (WWAV) insgesamt 6,3 Millionen Euro in den Jahren 2018 und 2019. Die Erneuerung sei dringend notwendig, heißt es. Denn im August 2017 war es hier zu zwei Kanaleinfällen gekommen. Ursache ist laut Eurawasser, dass in den 1980er Jahren offenbar kein Spezialbeton verbaut worden ist.

Deshalb muss der gesamte Kanal auf einer Länge von rund 1000 Metern erneuert werden.

Kniffka spricht von einem der wichtigsten Mischwasserkanäle Rostocks. „Hier fließen die Abwässer aus den Stadtteilen Hohe Düne, Markgrafenheide, Dierkow, Toitenwinkel, dem Seehafen, den Orten Dummerstorf, Kessin, Bentwisch, Broderstorf und Roggentin zusammen.“ Das Abwasser wird zum Pumpwerk Dierkow und von dort zur Zentralen Kläranlage Rostock geleitet.

Neben dem Mischwasserkanal muss auch das Trinkwassersystem am Dierkower Damm erneuert werden. Mehrfach sei es hier laut Eurawasser zu Havarien gekommen. Derzeit werde die Trinkwasser- Haupttransportleitung zwischen den Straßen An der Zingelwiese und Bei der Knochenmühle erweitert. Ab August 2018 soll es dann zwischen An der Zingelwiese und der Hinrichsdorfer Straße weitergehen. Ab 2019 folgt der Ausbau der Haupttransportleitung zwischen Petridamm/Pingelshof und Bei der Knochenmühle. Auch soll im Frühjahr 2019 das Regenwasser- und Trinkwassersystem im Bereich Petridamm saniert werden.

Der Ortsbeirat Gehlsdorf hätte sich gewünscht, dass mit den Sanierungsarbeiten auch das Problem des hohen Grundwassers angepackt wird. „Der Dierkower Damm säuft periodisch immer wieder ab“, sagt Beiratschef Kurt Massenthe (UFR). Zudem sei die Blockade des Radweges durch die Bauarbeiten ein Problem. „Gerade für die Schüler bräuchten wir hier eine Lösung“, so Massenthe. Ämter hätten hier mehrere Varianten geprüft – ohne Erfolg. „Nun müssen wir damit leben“, sagt der Ortsbeiratschef.

André Wornowski

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