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OZ-Schulnavigator Teil 22: Das Förderzentrum am Schwanenteich Diese Schule ist eine Chance

Das Sonderpädagogische Förderzentrum setzt den Schwerpunkt auf das Lernen. Auch die berufliche Vorbereitung wird gefördert.

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Der große Schulhof am Schwanenteich wurde modernisiert und umgestaltet. Tom (16), Benjamin (16), Steven (17), Leonie (11) und Leon (10, v. l.) nutzen gern die neuen Angebote wie das Gerüst aus Seilen.

Quelle: Fotos: Lea-Marie Kenzler

Reutershagen. Der Sommerhit „Despacito“ schallt über den Schulhof. Es ist Sommerfest in der Schule am Schwanenteich. Carlos Fernandez (15) steht am Mikrofon und singt vor seinen Mitschülern, ein Unterschied zum Original ist nicht auszumachen. Auch andere Schüler gestalten das Programm mit Tanz und Akrobatik. Die Stimmung ist gelassen und freundlich, während Eltern, Schüler und Lehrer den Abschluss des Schuljahres feiern. Für Teil 22 des OZ-Schulratgebers ging es in das Förderzentrum am Schwanenteich.

OZ-Bild

Das Sonderpädagogische Förderzentrum setzt den Schwerpunkt auf das Lernen. Auch die berufliche Vorbereitung wird gefördert.

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Ausstattung: hell und modern

Das Förderzentrum hat eine Bibliothek, eine Keramikwerkstatt, Computerräume und eine Lehrküche. Für multimedialen Unterricht steht den Pädagogen ausreichend Technik zur Verfügung.

Der Schulhof mit einer großen Grünfläche wurde nach einer Sanierung vor kurzer Zeit erst neu eröffnet. Es gibt auch eine Caféteria und einen Motorikraum. Alle Räume sind hell und freundlich.

Zahlen & Fakten

230 Schüler besuchen die Schule am Schwanenteich.

Seit 1996 hat die Schule den Status eines Sonderpädagogischen Förderzentrums.

Das Gebäude ist über 50 Jahre alt und wurde in den letzten Jahren im Innen- und Außenbereich grundlegend saniert.

Die Berufsreifeklassen führen zu einem Regelschulabschluss.

Freizeitangebot: Kunst bis Kochen

Seit 1999 arbeitet die Einrichtung als offene Ganztagsschule. Im Zentrum der Projekte und Arbeitsgemeinschaften stehen vor allem die Wünsche, Begabungen und Interessen der Schüler.

Angeboten werden Kochen und Backen, Tischtennis, Fußball, Nähen, Tanzen, Plattdeutsch oder Partyspiele. Es gibt sogar einen Kurs zum Theorietraining für den Führerschein.

Förderangebot: anders lernen

Zusätzliche Maßnahmen ergänzen die Tätigkeit des sonderpädagogischen Förderzentrums. Es gibt die Klassenförderung und übergreifenden Förderunterricht, welche meist außerhalb des Klassenverbandes, in Kleingruppen und Einzelsituationen, realisiert werden. Hörpädagogische Förderung und die Förderung von Schülern mit Migrationshintergrund werden ebenfalls angeboten.

Verpflegung: Schulfrühstück

Eine Frühstückspause gibt es dienstags, mittwochs und donnerstags. Belegte Pausenbrote, Obst und frisches Gemüse, Milch und andere Getränke werden den Schülern durch die Unterstützung der Rostocker Tafel, Lehrern und Schülern zur Verfügung gestellt. Die Abholung erfolgt durch die Vertreter der Klassen aus der Frühstücksküche, die extra dafür eingerichtet wurde.

Lehrer: Prinzip Klassenlehrer

Insgesamt 30 Lehrer unterrichten an der Schule. Sie alle sind ausgebildete Sonderpädagogen. Durch Zertifikate und Weiterbildungen haben viele Pädagogen verschiedene Förderschwerpunkte. Durch das „Klassenlehrer-Prinzip“ werden die Kernfächer nur vom Klassenleiter unterrichtet. In einer Schülersprechzeit kümmert sich eine Sozialarbeiterin um die Wünsche der Schüler.

„Der Förderschwerpunkt unserer Schule heißt Lernen und hat eine große Spannbreite“, erklärt Schulleiterin Birgit Altenkirch. Alle 230 Schüler haben einen diagnostizierten Förderbedarf im Lernen, das sei Grundvoraussetzung für den Schulbesuch am Schwanenteich. „Oft haben sie auch einen zweiten und dritten Förderbedarf, in der Sprache, im Verhalten oder im Hören“, ergänzt die stellvertretende Schulleiterin Annegret Bauch. Ein besonderes Angebot der Schule ist eine zusätzliche zehnte Klasse, die zur Berufsreife führt. Diese Klassen sind aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert und ermöglichen vielen Schülern einen Regelschulabschluss.

Eine weitere Besonderheit ist die Englisch-Förderung. „Englisch ist bei uns kein gesetzlich vorgeschriebenes Pflichtfach, wir wollen aber trotzdem die Kenntnisse vermitteln“, betont Schulleiterin Altenkirch.

Auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder gehen die Pädagogen nicht nur im Förderunterricht ein, auch in der Berufsorientierung werde auf die persönlichen Neigungen und Interessen der Schüler geachtet. „Wir vermitteln Wissen über Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten. Die Anforderungen und Erwartungen müssen lange vor dem eigentlichen Schulabschluss vermittelt werden“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Annegret Bauch.

Durch Betriebspraktika und „Betriebspraktische Tage“ hat auch Schülersprecher Carlos Fernandez genaue Pläne für die Zukunft. „Ich möchte KFZ-Mechatroniker werden und danach zur Polizei gehen“, sagt der 15-Jährige. Carlos fühle sich wohl an seiner Schule, in der das „Lernen wirklich Spaß macht“, sagt er. „Wir brauchen solche Schulen unbedingt, damit jeder die Chance bekommt, etwas aus sich zu machen“, so der Schüler. „Ich bin stolz auf unsere Schüler“, sagt Birgit Altenkirch, als die Tanzgruppe beim Sommerfest auf die Bühne stürmt. Dabei hat sie vielleicht auch Wehmut, denn ab dem neuen Schuljahr wird Ariane Moeck die Leitung der Schule übernehmen.

„Wir müssen uns noch mehr im Thema Inklusion verorten. Das möchte ich zusammen mit meinen Kollegen angehen und noch viele weitere Sommerfeste mit unseren tollen Schülern feiern“, sagt die künftige Schulleiterin.

Kontakt: Kuphalstraße 78,

Telefon ☎ 0381 / 8 23 70, E-Mail:

schuleamschwanenteich@t-online.de Info:www.schuleamschwanenteich.de

Lea-Marie Kenzler

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