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Kassebohm Diese Schule will inspirieren

An der Kinder- und Jugendkunstakademie wird Selbstständigkeit gefördert

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Konzentriertes Arbeiten in den Klassenräumen der Kinder- und Jugendkunstakdemie in Kassebohm. Maximal 25 Schüler sitzen zum Lernen zusammen, 528 besuchen die Schule.

Quelle: Fotos: Philip Schülermann, Ill

Kassebohm. Helle, lichtdurchflutete Räume, alles neu. Sitzecken, kleine Kunstwerke an der Wand. Die zweite Station des OZ-Schulratgebers ist die Kinder- und Jugendkunstakademie des Instituts für Lernen und Leben (ILL) in Kassebohm. Erst seit 2009 gibt es die Schule. Ihr Profil: Kreativitätspädagogik und Inspirationsthemen.

„Unser Konzept ist eine reformpädagogische Ausrichtung“, sagt Schulleiterin Manuela Wilfert. In jedem Halbjahr gibt es ein anderes Inspirationsthema. Und das spiegelt sich dann im Inhalt des Unterrichts wider. So arbeiten die Schüler ein halbes Jahr kontinuierlich an einem Oberthema – und das kann ein Vortrag sein, ein Gedicht oder auch ein Rap. Ein Schwerpunkt der Schule ist nämlich auch das Stärken von Präsentationsfähigkeiten. „Diese Erfahrungen können sie nutzen“, sagt Wilfert. Die Kinder sollen sich „selbst zu selbstständigem und selbsttätigem Lernen erziehen“. Das gehe aber nur, wenn die Lehrer erkennen, wo Interessen und Fähigkeiten der Einzelnen liegen.

Johannes (11) aus der 6b mag vor allem Naturwissenschaften. „Ich möchte Biologe werden“, sagt er. Ihm gefällt an der Kinder- und Jugendkunstakademie, dass sie dort viele Freiheiten hätten. Das sei ein Unterschied zu anderen Schulen, die er von Erzählungen von Freunden kennt. „Das macht dann auch wett, dass man hier manchmal bis drei sitzt“, sagt seine Klassenkameradin Julia. „Es gibt hier einen großen Schulhof. Auch die Mensa ist gut – und das Essen.“ Drei Menüs gebe es und eine Salattheke. Julia möchte mal Schauspielerin oder Lehrerin werden, erzählt die Elfjährige. Die Kinder- und Jugendkunstakademie ist eine Ganztagsschule und bietet außerschulische Sport-, Bildungs- und Musikangebote. Auch eine Hausaufgabenbetreuung gibt es. Die Gebühr für Lernmittel variiert je nach Alter des Kindes: 120 Euro für Grundschüler, 190 Euro für Schüler der Klassen fünf bis acht. In der Oberstufe beträgt die Gebühr 200 Euro. Die erste Fremdsprache ist Englisch – der Unterricht beginnt schon in der Grundschule. Außerdem werden Französisch und Spanisch im Gymnasium unterrichtet.

„Wir geben den Kindern Freiraum“, betont Schulleiterin Wilfert. Und sie weiß: „In der 9. Klasse im Gymnasium spricht man mit Erwachsenen.“ Aber natürlich gebe es auch Schüler, die mehr Anleitung bräuchten. 22 bis 25 Schüler sitzen gemeinsam in einer Klasse. Insgesamt 34 Lehrer kümmern sich um sie.

Die Kinder und Jugendlichen können und sollen sich präsentieren. „Zum Beispiel im Morgenkreis“, sagt ILL-Sprecherin Henrike Thaut. Es gehe aber auch darum, sich sozial eingliedern zu können. Probleme sollen, so Thaut, nicht nach einem Schema gelöst werden. „Die Kinder sollen kreativ nach Wegen für die Lösung eines Problems suchen.“ Der Kreativität habe sich der Träger, das ILL, verschrieben, sagt seine Sprecherin. Zwei ILL-Standorte gibt es in Rostock, 54 im ganzen Land.

„Die Schule ist schon besonders, weil sie eine Kunstschule ist“, sagt Julia. „Sie ist schön, schön bunt.“ Denn in den Fluren finden sich die Werke der Schüler, die im Unterricht entstanden sind. Und dass man sich in Ruhe in der Schule zusammensetzen kann – auch etwas, das Johannes an der Kinder- und Jugendkunstakademie schätzt.

Kontakt zur Kinder- und Jugend-

kunstakademie: Vicke-Schorler-Ring 94, ☎ 0381/6006640, E-Mail:

kinderkunstakademie-K@ill-ev.de Weitere Infos im Internet unter www.ill-ev.de

Philip Schülermann

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