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Rostock Doberaner SV II siegt trotz Personalnot
Mecklenburg Rostock Doberaner SV II siegt trotz Personalnot
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12:10 29.10.2018
Frank Furche (hier in einem früheren Spiel am Ball) war gegen den HV Altentreptow mit sieben Treffern bester DSV-II-Torschütze Quelle: Anja Ott
Bad Doberan

Dank eines deutlichen Aufschwungs in den letzten 15 Spielminuten haben die Handballerinnen des Bad Doberaner SV am Sonnabend ihren höchsten Saisonsieg gefeiert. Sie können den Blick nun weiter nach oben in der Tabelle richten. Die Männer-Reserve trotzte ihren vielen personellen Ausfällen und hatte dank toller Moral und einer starken Torwartleistung ebenfalls Grund zum Jubeln.

Verbandsliga Herren, Staffel Ost: Doberaner SV II – HV Altentreptow 21:15 (11:10). Die Hausherren zeigten in der Neuauflage des Vorjahres-Endspiels um Gesamtplatz drei eine kämpferische Meisterleistung. „Das war richtig geil. Ich bin stolz“, sagte DSV-Coach Henning Krüger nach dem Abpfiff euphorisch. Dabei musste er auf zahlreiche Stammkräfte verzichten und sogar selbst das Trikot überstreifen, um den verbliebenen Akteuren ein paar Pausen gönnen zu können. Seinen Part als Coach übernahm daher größtenteils Marcel Gutsche.

Ausschlaggebend für den letztlich klaren Erfolg war eine sattelfeste Defensive mit einem überragenden Torwart Moritz Ludwig dahinter. „Seine Leistung war unglaublich“, zollte Krüger dem 24-Jährigen großen Respekt, lobte aber auch dessen Vorderleute: „Die Abwehr insgesamt hat es Altentreptow über sechzig Minuten schwer gemacht.“ Dadurch fielen auch die Probleme im Angriffsspiel nicht so ins Gewicht. „Da haben wir uns erwartungsgemäß schwer getan“, sagte Krüger, der seinem Team lang ausgespielte Angriffe verordnet hatte.

Das Konzept ging auf. Nach dem 7:6 für Altentreptow (17.) war es immer wieder Moritz Ludwig, der die Gäste mit seinen Paraden zur Verzweiflung brachte. Die Führung ging so schon zur Pause an die Doberaner über. Diese wurde nach dem Seitenwechsel zwar nicht im Eiltempo, aber mit viel Disziplin bis auf 17:12 (48.) ausgebaut. Das war die Vorentscheidung.

Mit 10:0 Punkten bleibt die DSV-Reserve der Tabellenführer der Ost-Staffel. Am Sonnabend zur ungewohnt frühen Anwurfzeit um 12.30 Uhr erwarten die Bad Doberaner ihren Verfolger, den HSV Grimmen II (8:0) ,zum Spitzenspiel in der Stadthalle.

DSV II: Ludwig, Läritz – Wosar 6/2, Sitarek 5, Blank, Krüger, Sachs, Busse, Furche 7, Kotzian, Sonnemans 1.

Verbandsliga, Frauen: Doberaner SV – SV Eintracht Rostock 31:25 (13:13). Mit dem vierten Saisonerfolg festigten die Bad Doberanerinnen (3. Platz, 8:4 Punkte) ihren Rang im oberen Tabellendrittel. Durch die überraschende Niederlage des bis dato verlustpunktfreien Tabellenführers SV Motor Barth (?????) ist sogar der Kontakt zur Spitze wieder hergestellt. Lange Zeit sah es am Sonnabend jedoch nicht nach einem Doberaner Sieg aus.

„Die ersten Minuten konnte man es kaum mit ansehen“, haderte DSV-Trainer Torsten Römer mit dem abermaligen Fehlstart seiner Mannschaft. Rostock legte schnell ein 6:1 vor (7.) und verteidigte die Führung bis kurz vor dem Pausenpfiff.

Anja Frank sorgte nach dem Wiederbeginn für den ersten Doberaner Vorsprung (14:13, 31.), doch es blieb gegen die jungen Rostockerinnen ein hartes Stück Arbeit. Die Gäste gingen noch einmal in Front, doch nach einer gelben Karte für Torsten Römer (47.) kippte das Spiel komplett zu Gunsten der DSV-Ladies. „Vielleicht war es eine Art Weckruf. Wir waren der Eintracht in jedem Fall konditionell überlegen“, analysierte Römer.

Binnen zehn Minuten drehten die Gastgeberinnen die Partie so vom 19:20 zum 31:22, verfielen im Gefühl des sicheren Sieges in den letzten Minuten aber wieder in alte Muster der Anfangsphase und gestatteten dem Gegner noch etwas Ergebniskosmetik.

Am Sonnabend werden die DSV-Frauen an selber Stelle erneut gefordert sein und sollten dann von Beginn an konzentriert zu Werke gehen. Gegen den SV Warnemünde II (11., 2:8) gab es erst vor wenigen Wochen einen glücklichen Sieg im Pokalwettbewerb.

DSV: Schreiner – Schmidt 7, Dobbert, Berg 1, A. Frank 6, Wende 6/3, Schriewer, Nowak, Ott 3, Rosenkranz 4, Davidek, Busch, Meyer 4, S. Frank.

Simone Seidel

Simone Baumgärtner absolviert im Botanischen Garten der Universität Rostock ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ).

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