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Rostock Dock Inn kommt gut an
Mecklenburg Rostock Dock Inn kommt gut an
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00:00 06.05.2017
Küchenchef Frank Blässing und Koch Tony Roder sorgen für frische Pizza und Pasta. Quelle: Fotos: Michael Schissler

Im Hostel Dock Inn in Warnemünde hat sich die Spannung seit der Eröffnung des neuen Beherbergungsbetriebs am Gründonnerstag gelöst. „Die Gäste sind gekommen und sie sind zufrieden gewesen“, sagt Petra Cavet, die als Koordinatorin für Kunst, Kultur und Gruppenreisen in dem aus Containern entstandenen Hostel arbeitet. „Die Eröffnung ist ja auch fieberhaft erwartet worden“, fügt sie hinzu.

Das neue Container-Hostel in Warnemünde setzt vor allem auf junge Gäste

Vor allem die Warnemünder hätten den Bau des Hostels verfolgt. „Nun kommen viele, die es sich einfach einmal von innen anschauen möchten, darunter nicht nur die Warnemünder, sondern auch Gäste aus anderen Hotels.“ Einhellig ist dabei die Meinung, „dass die Anlage gut zur Umgebung der Werft passt“, hat Petra Cavet festgestellt. „Wir werden unser Hostel auch im Rahmen des Tags der Architektur vorstellen – dann gibt es Führungen durch das Haus.“

Nicht nur bei den Gästen und den Warnemündern ist das neue Hostel gut angekommen. Auch beim Personal. „Wir hatten keine Schwierigkeiten, unser Startteam zusammenzubekommen“, sagt die Hostel-Mitarbeiterin. In der Hotellerie ist das heute nicht immer mehr möglich. „Wir setzen aber auf ein möglichst gutes Betriebsklima und sind schon ein cooles Team“, sagt Petra Cavet, die offenbar weiß, wie man junge Leute für eine Arbeit im Gastgewerbe begeistern kann. „Wir haben eine flache Hierarchie“, sagt sie, „und wir zahlen über Tarif.“ Aber auch der Ton zwischen Gästen und Personal ist anders, als man es landläufig gewohnt ist. „Wir duzen uns hier alle – das kommt bei den jungen Gästen und unseren Leuten gut an. Es muss locker und offen zugehen“, sagt die Kulturkoordinatorin, die gleichzeitig darauf hinweist, dass das Dock Inn im kommenden Lehrjahr Lehrlinge für den Beruf des Kochs und des Hotelfachmanns sucht.

Insgesamt wurden im Dock Inn 21 neue Arbeitsplätze geschaffen. „Das liegt aber auch daran, dass wir alles selbst machen und das Housekeeping nicht ausgelagert haben, wie es vielfach andere Hotels tun.“ Nach der Eröffnung und mit der beginnenden Saison verstärkt sich jetzt zusehends der Gästestrom. Petra Cavet und ihre Kollegen sind dabei, vor allem Gruppen für einen Aufenthalt im Dock Inn zu gewinnen. „Da haben wir schon ein paar Asse im Ärmel“, sagt sie, die für die entsprechenden Programme zuständig ist. „Bei Klassenfahrten können wir den Lehrern besondere Angebote machen“, sagt die Kulturkoordinatorin. Bislang liegen schon Anmeldungen von Schulklassen aus Süddeutschland vor, aber auch aus Berlin und aus Hamburg.

In den nächsten Tagen und Wochen wird noch der Parkplatz vor dem Hostel fertiggestellt werden, und demnächst betreibt das Dock Inn auch das neue Parkhaus, das derzeit gebaut wird.

Container-Hotel wirbt um junge Gäste

Das Dock-Inn-Hostel gilt unter den Touristiker in Warnemünde als eine gute Alternative zur derzeitigen Hotellandschaft, weil es vor allem junge Leute anziehen soll. Ihnen wird auf diesem Weg das Seebad als Urlaubsort nahe gebracht, so dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, das sie auch später wieder zurückkehren werden. Gebaut worden ist das Hostel aus ausrangierten Übersee-Containern, die als Zimmer genutzt werden und zum Teil zu Suiten zusammengeschweißt wurden. In dieser Bauweise dürfte es wohl das einzige Hostel in der Bundesrepublik sein. In den Containern finden 188 Betten Platz.

Zusammengefügt wurden insgesamt 76 Stück der Behälter. Das Dock-Inn-Hostel verfügt damit über 15 Vier-Bett-Zimmer, fünf Acht-Bettzimmer und zwei Suiten, dazu kommen 42 Doppelzimmer. Ein Container hat eine Größe von 25 Quadratmetern, allein die Acht-Bett-Zimmer und die zwei Suiten haben 50 Quadratmeter. Bevor die Schiffscontainer zum Bestandteil des Hostels wurden, sind sie gegen Kälte isoliert worden. Zum Hostel – das sich vor allem auf ein junges Publikum eingestellt hat – gehört auch eine Kletterhalle als zusätzliche Attraktion, die im Trend liegt.

Michael Schißler

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