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Dolphins gewinnen 35:15 und peilen Titelgewinn an

Rostock Dolphins gewinnen 35:15 und peilen Titelgewinn an

Entscheidung über mögliche Drittliga-Rückkehr wird bis 15. April getroffen

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Die Spielerinnen des Rostocker HC bedanken sich nach dem 35:15-Erfolg gegen den HC Angermünde beim Publikum.

Quelle: Foto: Tommy Bastian

Rostock. Nach dem Schlusspfiff kommen die Handballerinnen des Rostocker HC (RHC) vor ihrer Wechselbank zusammen und klatschen einander ab. Danach bedanken sie sich beim Publikum. Die Freude ist aber noch verhalten.

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Entscheidung über mögliche Drittliga-Rückkehr wird bis 15. April getroffen

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Statistik

Rostocker HC: A. Freitag, Peters – Bladt 2, Schön 5, Kordt 1, Johannisson 1, Schwarz 6, Jochims 2, Wahl 2, Goldschmidt 5/4, Stammer 3, Leonhardt 4, Fränk 1, Rotfuß 3

Siebenmeter: RHC 6/4, HCA 5/2

Strafminuten: RHC 4, HCA 6

Die Rostockerinnen haben am Sonnabend die vorletzte Pfichtaufgabe der laufenden Oberliga-Saison (4. Liga) mit Bravour gelöst. Sie bezwangen den HC Angermünde (Brandenburg) in der heimischen Fiete-Reder-Halle mit 35:15 (15:6). Für die Dolphins – wie die erste Mannschaft des RHC genannt wird – war’s der 14. Sieg im 19. Saisonspiel. Doch die entscheidenden Partien folgen wohl erst an den letzten beiden Spieltagen.

Trainerin Ute Lemmel wollte den Erfolg gegen das Team aus der Uckermark nicht überbewerten. „Ich habe einen klaren Sieg erwartet und vorm Spiel eingefordert“, meinte die 57-Jährige. Obwohl das Ziel erreicht wurde, war sie nicht ganz zufrieden. „Wir hatten Probleme in der Zuordnung, waren zu leise und zu artig in der Abwehr“, monierte Lemmel. In den verbleibenden Spielen müsse sich ihr Team in diesem Bereich steigern.

In den ersten Minuten hatten die Gastgeberinnen leichte Schwierigkeiten. Es dauerte mehr als vier Minuten, bis Malin Stammer zum 1:0 traf. Danach überrannten die Dolphins den – wie im Hinspiel (21:11) – überfordert wirkenden Gegner und zogen auf 8:0 (15.) davon. Die bestens aufgelegte RHC-Torhüterin Annelie Freitag musste ihr erstes Gegentor zum 1:9 erst in der 20. Minute hinnehmen.

Franziska Schön sorgte kurz nach der Pause mit ihrem vierten Tor für das 16:6 und den ersten Zehn-Tore-Vorsprung. Nach 45 Minuten hatten die Rostockerinnen ihre Führung auf 24:9 (!) ausgebaut, die Partie war entschieden.

Mit nun 30:8 Punkten bleiben die Dolphins drei Spiele vor Saisonende im Rennen um die Meisterschaft und den direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga Nord. Morgen will sich die RHC-Spitze zusammensetzen und beraten, wie es in der neuen Saison weitergehen kann – sowohl für erste und zweite Mannschaft (vorzeitig Verbandsliga-Meister) als auch für die A- (soll eventuell Nachwuchs-Bundesliga spielen) und B-Juniorinnen (möglicherweise in der Ostsee- Spree-Liga). Auch die Spielerinnen soll zum Aufstiegs-Thema befragt werden.

„Alles zu bedienen wird schwierig. Wir wollen unsere jungen Spielerinnen nicht verheizen, aber ihnen eine gute Perspektive bieten“, meint Lemmel. Bis zum 15. April müssen die Rostockerinnen melden, ob sie im Fall der Fälle mit der ersten Mannschaft aufsteigen wollen, oder eben nicht.

Annelie Freitag kann sich eine Drittliga-Rückkehr vorstellen. „Ich habe gerne auf dem Niveau gespielt, auch wenn wir ziemlich viel und hoch verloren haben“, meint die 28-Jährige und ergänzt: „Für unsere jungen Spielerinnen wäre es eine gute Erfahrung.“ Sie schränkt allerdings ein, dass der Aufstieg vielleicht noch zu früh für die Mannschaft kommen könnte.

Lemmel ist ähnlich hin- und hergerissen, meint jedoch, im nächsten Jahr könnte es noch schwieriger werden, die Viertliga-Meisterschaft zu gewinnen. „Sollte die TSG Wismar in die Oberliga absteigen, will sie bestimmt gleich wieder hoch.“

Klar sei, betont Lemmel, die Mädels müssen in den verbleibenden Spielen der Saison ihre Stärke und Souveränität zeigen. Am kommenden Sonnabend gastiert der RHC beim Tabellensechsten HSG Neukölln (Hinspiel: 23:20) in Berlin. Zum Abschluss geht’s gegen zwei Tabellennachbarn. Zunächst gastiert Verfolger VfV Spandau (4. Platz, 26:12 Punkte) am 22. April in der Ospa- Arena. Am 6. Mai steigt das Saisonfinale beim aktuellen Spitzenreiter SV Grün- Weiß Schwerin (31:7).

„Das Ziel ist, alle weiteren Spiele zu gewinnen, besonders das Derby in Schwerin, um die Meisterschaft feiern zu können“, hofft Torfrau Freitag. Dann würde der Jubel auch deutlich größer ausfallen.

Tommy Bastian

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