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Rostock TV-Handel boomt: Doppelt so viele Geräte verkauft
Mecklenburg Rostock TV-Handel boomt: Doppelt so viele Geräte verkauft
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06:41 13.06.2018
Andreas Hafke (37) aus Rostock hat für die WM technisch aufgerüstet: Mit Soundbar und OLED-TV. Quelle: Frank Söllner
Rostock/Wismar/Stralsund

„Es scheint so, als ob die Leute alle vier Jahre zur Fußball-Weltmeisterschaft einen neuen Fernseher kaufen“, sagt Andreas Hollmann vom Expert-Elektronikfachhandel in Wismar. Das Unternehmen nutzte die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren und hatte deutlich mehr Geräte geordert. „Wir verkaufen derzeit etwa doppelt so viele Fernseher wie im Vorjahr, als kein großes Turnier stattgefunden hat“, sagt Hollmann.

Der Trend zum großen Fernseher

Der Marktleiter beobachtet, dass die Kunden große Flachbildschirme bevorzugen. „Der Trend ist eindeutig. 50- bis 60-Zoll-Fernseher sind zum Standard geworden.“ Dies bestätigt auch Enrico Mahnke, Geschäftsführer von Medimax aus Stralsund: „Viele Hersteller produzieren gar keine kleinen Geräte mehr. Da gibt es kaum noch Nachfrage“.

Auf der Höhe der Zeit

Nicht nur die Größe ist entscheidend: Mahnke sieht im technologischen Fortschritt einen weiteren Grund dafür, dass Haushalte in MV regelmäßig technisch aufrüsten: „Die OLED-Technologie ist marktreif und sorgt im Fernsehbereich für neue Kaufimpulse“. Dabei handelt es sich um organische Leuchtdioden, die energiesparend sind und das Bild mit mehr Kontrast darstellen, ohne eine Hintergrundbeleuchtung zu benötigen.

Weitere Option: Mieten

Laut Andreas Hollmann sollte man für ein Gerät mit einer Bildschirmgröße von 55 Zoll etwa 1000 bis 1500 Euro einplanen. „Wer das nötige Kleingeld für solch eine Neuanschaffung nicht besitzt, kann sich auch ein Gerät mieten“, sagt Thomas Matzek, Verkaufsleiter von Media Markt in Rostock. Der Elektrofachhändler bietet in seiner „Miet mich“-Aktion moderne TV-Geräte für die Dauer der WM. Die Preise variieren von monatlich 199 Euro für einen Full-HD-Fernseher bis zu 349 Euro für einen 65-Zoll-Fernseher. Lohnen könnte sich das laut Matzek vor allem für Gewerbetreibende. „Wir haben viele Restaurantbesitzer, die das Angebot für die WM nutzen.“

Das vollkommene TV-Vergnügen

Der gute Absatz von Fernsehern steigert auch die Nachfrage nach weiteren technischen Produkten. „Die Fernseher werden zwar größer, aber auch immer flacher. Da ist kein Platz für guten Sound“, sagt Matzek und verweist auf die Lautsprecherleisten, so genannte Soundbars, die verbunden mit dem Fernseher auch die Geräuschkulisse aus dem WM-Stadion ins heimische Wohnzimmer holen sollen.

Große Alternativen

Für Fußball-Fans, denen selbst die größten Fernseher zu klein sind, gibt es Alternativen: Die großen Leinwände auf den Public-Viewing-Meilen oder ein Beamer aus dem Elektrofachhandel für zu Hause. „Die bieten dann wirklich das größte Bild für das heimische Fußballvergnügen“, sagt Matzek.

Moritz Naumann

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