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Rostock Drama um ausgesetztes Tier: Not-OP bei Bulldogge Rudi
Mecklenburg Rostock Drama um ausgesetztes Tier: Not-OP bei Bulldogge Rudi
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12:24 04.01.2019
Die Tierschützer in Schlage haben die kranke Bulldogge auf den Namen Rudi getauft. Quelle: Tierheim Schlage
Schlage

Das Leid der verstoßenen Bulldogge Rudi geht weiter: Bei dem Hund wurde bei einer Operation am Donnerstag ein Tumor am Dünndarm festgestellt. „Dieser bereitet ihm schon länger starke Schmerzen“, teilte das Tierheim auf dem sozialen Netzwerk Facebook mit. „Und er war die Ursache für sein permanentes Erbrechen von Futter und Wasser.“ u

Der Tumor wurde entfernt und wird jetzt histologisch untersucht. Bis der Befund feststeht, wird es nach Angaben der Tierschützer einige Tage dauern. „Erst dann hat man Gewissheit, ob der Tumor gut- oder bösartig ist.“

Besitzerin wollte Tierheim täuschen

Nachdem die Bulldogge im Tierheim abgegeben worden war, war sie mittlerweile vollkommen entkräftet, fast verhungert und dehydriert. Die Besitzerin hatte den Hund loswerden wollen, weil ihr die Behandlunsgkosten zu hoch waren. Sie hatte gegenüber dem Tierheim behauptet, Rudi an der B110 gefunden zu haben.

In Schlage wird er seitdem intensiv medizinisch versorgt und betreut. Eine Mitarbeiterin hatte das Tier sogar zu sich nach Hause mitgenommen. „Dadurch geht es ihm schon deutlich besser und man merkt: Er will leben und wieder glücklich sein“, teilten die Tierschützer auf Facebook weiter mit. In den nächsten Tagen müsse Rudi erstmal wieder etwas zu Kräften kommen.

Hoffnung auf Heilung

„Seine Chancen stehen nicht so schlecht, denn er konnte die letzen Tage etwas aufgebaut und stabilisiert werden“. Dünndarmtumore können sowohl gutartige Geschwulste (Dünndarmpolypen) wie leider auch bösartige Geschwulste (Dünndarmkrebs) sein. Die allermeisten Dünndarmtumore sind nach Informationen der Tierschützer aber wohl gutartig. Jeder Dünndarmtumor – egal ob Dünndarmpolyp oder Dünndarmkrebs – kann jedoch im Extremfall einen Darmverschluss auslösen, der lebensbedrohlich ist und eine sofortige Operation nötig macht.

„Wir wollen die Hoffnung nicht aufgeben und sind überwältigt von der Anteilnahme, den Hilfsangeboten und der Unterstützung“, schrieb der Rostocker Tierschutzverein auf Facebook.

Aktuell beherbergt die Einrichtung in Schlage 311 Tiere, davon mehr als 40 Hunde. „Viele Vierbeiner landen wegen Haltungsfehlern und mangelnder Erfahrung bei uns“, so der Tierheimleiter Norbert Schlösser. „Ein nettes Zuhause und gutes Futter reichen lange nicht aus.“ Jede Rasse stelle unterschiedliche Anforderungen an einen Halter. Nur wenn die Bedürfnisse erfüllt werden, könne ein problemloses Zusammenleben von Mensch und Tier erfolgen.

So können Sie Rudi helfen: www.tierheim-schlage.de

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Cora Meyer

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