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Rostock Dramatische Rettung: Feuerwehr zieht Pony aus Sumpf
Mecklenburg Rostock Dramatische Rettung: Feuerwehr zieht Pony aus Sumpf
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03:43 28.08.2013
Nach der auch fürs Tier anstrengenden Aktion ging‘s gestern erst mal zum Sauberwerden unter den Wassersprenger. Quelle: Stefan Tretropp
Toitenwinkel-Dorf

Eine mehr als zwei Stunden andauernde Tierrettung hat gestern Früh in Toitenwinkel-Dorf ein versöhnliches Ende gefunden. Ein Pferd war aus unbekanntem Grund in einem sumpfigen Gebiet eingesackt, die Feuerwehr eilte mit schwerem Gerät zu Hilfe.

Es ist 7.30 Uhr, als auf einem landwirtschaftlichen Hof plötzlich Hektik aufkommt. Pony „Pauli“ hatte gerade noch auf der Weide gegrast und sich dem Schilfgürtel genähert — nun ist es unauffindbar.

Als die Pferdebesitzer nach dem Tier suchen, erschrecken sie. „Pauli“ ist fast komplett in den Schlamm eingesackt, nur der Kopf schaut noch heraus.

Sofort wählen die Tierbesitzer den Notruf. Wenig später fährt auch schon die Feuerwehr vor. Nachdem sich der Einsatzleiter ein Bild von der Lage verschafft hat, steht fest: „Da brauchen wir noch mehr Hilfe, das ist ohne Weiteres nicht zu schaffen.“ Doch obwohl die Feuerwehr über einen Spezialkran verfügt, kann dieser nicht angefordert werden.

„Der wäre viel zu groß“, sagt einer der Beamten und schlägt vor: „Der Hägglund muss her.“ Damit ist ein Spezialfahrzeug der Feuerwehr gemeint, eine Art Geländetransportwagen mit Ketten. Damit bahnen sich die Helfer den schwierigen Weg durch den Morast. Mit Feuerwehrschläuchen versuchen die Beamten, die Rettung hinzubekommen. Die Schläuche werden um den Körper des Pferds gelegt und am Anhänger des Spezialfahrzeugs befestigt.

„Jetzt ganz langsam Gas geben“, ruft einer der Helfer. Vorsichtig ziehen sie das Pony ans sichere Ufer. Um es zu entlasten, müssen sie es kurz wieder loslassen. „Es muss Luft bekommen.“ Nach rund zwei Stunden steht „Pauli“ wieder auf allen Vieren, wenn auch wackelig. Bis auf ein paar Kratzer und einer vorübergehend neuen Hautfarbe — Schlammschwarz statt Weiß — geht es dem Tier gut. Und auch die Besitzer können nun wieder durchatmen.

• Video:

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Stefan Tretropp

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