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Rostock Drei Begriffe, 24 Stunden: Programmieren um die Wette
Mecklenburg Rostock Drei Begriffe, 24 Stunden: Programmieren um die Wette
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00:00 13.06.2017
Frank Röger (38) ist schon zum zweiten Mal beim „Appday“ dabei. Der Informatikstudent mag Herausforderungen. Damit er während der 24 Stunden nicht einschläft, hört er beim Programmieren Musik. FOTOS (2): PAULINE RABE
Südstadt

Künstliche Intelligenz, Kollaboration, Analyse und Open Data. Drei dieser Begriffe innerhalb von 24 Stunden in einer Anwendung zusammenzubringen erfordert Kreativität. Und genau die wurde beim dritten „Appday“ der Fachschaft für Informatik erwartet. „Auf Wunsch der Teilnehmer gibt es in diesem Jahr erstmals keine konkrete Aufgabenstellung“, erzählt Organisator Fabian Scheiderer. Stattdessen wurden nur Wörter für die Programmierung vorgegeben. Der Wettbewerb ist Bestandteil der alljährlichen Projekt- und Ausgleichswoche der Uni Rostock.

Projektwoche an der Uni / Informatikfachschaft organisiert dritten „Appday“

„Das Interesse war noch nie so groß“, sagt Scheiderer. Gleich sechs Teams gingen ins Rennen und verbrachten einen gesamten Tag im Rechenzentrum auf dem Südstadtcampus. „Unter den Teilnehmern sind sowohl bekannte als auch neue Gesichter.“ Informatikstudent Frank Röger ist bereits zum zweiten Mal dabei: „Ich mag einfach Herausforderungen unter Zeitdruck.“ Während der 38-Jährige im vergangenen Jahr im Viererteam programmierte und sogar gewann, war er dieses Mal auf sich alleine gestellt. „Das macht mir nichts.“ Aus Erfahrung weiß Röger, dass eine der größten Schwierigkeiten sowieso darin besteht, 24 Stunden wach zu bleiben.

Pavel Chupryna, Alex Konzalov und Viktoriia Stepanenko wussten mit Start der Stoppuhr noch nicht, worauf sie sich eingelassen haben. Die internationalen Studenten aus St. Petersburg sind erst seit April in Deutschland: „Noch haben wir Schwierigkeiten mit der Sprache, dennoch genießen wir die Zeit hier sehr“, so Chupryna. Beim ersten Zwischenziel, dem Algorithmen-Tabu, errieten sie ihr gesuchtes Wort einfach auf englisch. „Die in regelmäßigen Abständen stattfindenden Spiele sorgen nicht nur für Auflockerung“, erklärt Adrian Lutsch, der ebenfalls bei der Organisation half. Es gäbe außerdem kleine Preise, wie die einstündige Unterstützung eines Fachschaftsmitglieds, zu gewinnen.

Für das leibliche Wohl der Teilnehmer wurde mit Obst, Gegrilltem und Energiegetränken gesorgt. „In diesem Jahr haben wir sogar eine Zahnbürste für jeden“, sagt Wirtschaftsinformatikstudent Martin Peters. Möglich werden die Verpflegung und auch die Preise durch Sponsoren. „Wir stecken seit April in intensiven Planungen.“ Neben dem Wettbewerb fanden Workshops, eine Exkursion ins Technologiezentrum Schwerin und ein gemeinsamer Grillabend statt. Diese Vielfalt ist nicht selbstverständlich: Auch wenn an vielen Instituten während der Projektwoche kein regulärer Vorlesungsbetrieb stattfindet, bieten nur wenige Sonderveranstaltungen in dieser Zeit an. „Natürlich ist das schade. Ich kann es aber nachvollziehen“, sagt Scheiderer. Die Planungen seien aufwendig und nicht jeder habe Räumlichkeiten wie das Konrad-Zuse-Haus zur Verfügung. Zudem funktionieren nicht überall Absprachen mit Dozenten über ihre Nachholveranstaltungen in der Zeit so gut. „Es ist aber schön, dass immerhin viele Informatikstudenten die Woche nicht als Freifahrtschein für einen Urlaub sehen.“

Pauline Rabe

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