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Ehm-Welk-Haus wird zugeschlossen

BAD DOBERAN Ehm-Welk-Haus wird zugeschlossen

Die Tage des Bad Doberaner Ehm-Welk-Hauses als regelmäßig geöffnetes Literatur-Museum sind gezählt.

Bad Doberan. Die Tage des Bad Doberaner Ehm-Welk-Hauses als regelmäßig geöffnetes Literatur-Museum sind gezählt. „Da zurzeit kein Konzept vorliegt, das aus haushaltsrechtlicher Sicht zu vertreten ist, empfehlen wir, das Ehm-Welk- Haus ab 2014 nur noch bei Bedarf zu öffnen und somit die Belastung des Haushalts auf ein Minimum zu reduzieren“, heißt es in einer Beschlussvorlage der Fraktionen von SPD, FDP und Linker. Die Stadtvertretung erhob diese Empfehlung nun in ihrer Sitzung zum Beschluss: mit 13 Ja-Stimmen, siebenmal Nein, zwei Enthaltungen.

Außerdem muss Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos) durch die Kommunal- und Rechtsaufsicht des Landkreises Rostock klären lassen, ob die Stadt das Haus verkaufen, verschenken oder an die Erben zurückgeben könne. Oder anders nutzen darf — etwa als Ferienwohnanlage oder Kindergarten.

Eine weitere Beschlussvorlage zum Ehm-Welk-Haus vom fraktionslosen Stadtvertreter Frank Pieplow, dem Vorsitzenden des Kulturausschusses, wurde mit großer Mehrheit in die Ausschüsse zurückverwiesen.

Pieplow hatte auf Basis der Diskussionen in verschiedenen Ausschüssen vier Varianten für die Zukunft des Hauses aufgeschrieben — von seinem Verbleib als Kultureinrichtung bei der Stadt bis hin zur Beendigung von Bewirtschaftung und Betreibung.

Das Haus den Erben zurückzugeben oder zu verkaufen, scheint für die Fraktionen kein Thema mehr zu sein, ergab die Diskussion zum Pieplow-Papier. Die Varianten A und B sehen den Verbleib des Hauses bei der Stadt und die Erarbeitung eines Konzepts für seine Entwicklung zu einem überregionalen Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur vor. Guido Lex (Unabhängige Doberaner Initiative) bezeichnete das Haus „als tragende Säule der Kultur in Bad Doberan“.

 

Lutz Werner

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