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Rostock Ehre zum 120. Geburtstag
Mecklenburg Rostock Ehre zum 120. Geburtstag
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00:00 18.12.2017
Kröpeliner-Tor-Vorstadt

Willy Jesse ist einer der bekanntesten Sozialdemokraten in der Geschichte MVs und gleichzeitig ein Kaleidoskop der Rostocker Geschichte.

Anlässlich seines 120. Geburtstages wurde am Sonnabend bei einem „historischen Frühstück“ sein Leben und Wirken nachvollzogen.

„Willy Jesse wurde verfolgt von Nationalsozialisten und Kommunisten, trotzdem ist er ein unbeugsamer Kämpfer für Bildung, bessere Bedingungen für die Arbeiter und den Erhalt der Demokratie geblieben.

Das imponiert und ist noch heute aktuell. Wir werden uns als SPD dafür einsetzen, dass diesem mutigen Rostocker beispielsweise durch die Benennung einer neuen Straße oder einer Schule nach Willy Jesse gedacht wird“, so Julian Barlen, SPD-Kreisvorsitzender.

Der am 14. Dezember 1897 geborene Jesse wuchs in der Rostocker Ottostraße auf und absolvierte nach der Volksschule zunächst eine Lehre zum Maschinenbauer. Von 1927 bis 1933 war er Mitglied der Stadtverordnetenversammlung (heute Bürgerschaft) in Rostock und ab 1932 Abgeordneter des Landtags Mecklenburg-Schwerin. 1933 wurde er aufgrund seiner SPD-Mitgliedschaft und kritischen Haltung gegenüber den Nationalsozialisten mehrere Wochen in „Schutzhaft“ genommen. Nach dem SPD-Verbot arbeitete Willy Jesse als Lebensmittelhändler im Barnstorfer Weg. Später nahm er Kontakt zum aktiven Widerstand gegen Hitler auf. 1944 musste er nach Schweden fliehen.

1945 kam er zurück in seine Heimatstadt und musste als Landessekretär und stellvertretender Vorsitzender der SPD Mecklenburg die Zwangsfusion zur SED miterleben. 1946 wurde Jesse vom Innenministerium der UdSSR (NKWD) verhaftet und bis 1950 in der zentralen U-Haftanstalt des MFS in Berlin-Hohenschönhausen ohne Anklage und Urteil in Haft gehalten. 1950 wurde er per Fernurteil in der UdSSR zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt und bei absoluter Kontaktsperre in das Strafgefangenenlager Taischet (Baikalsee) deportiert. 1953 wurde er nach Westdeutschland entlassen, wo er bis zu seinem späteren Suizid lebte.

OZ

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