Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Eigentümer sind für Denkmale verantwortlich

Rostock Eigentümer sind für Denkmale verantwortlich

Das zuständige Rostocker Amt wehrt sich gegen Vorwürfe, historische Bausubstanz nicht ausreichend zu schützen.

Voriger Artikel
Trainingsauftakt beim TSV Bützow - vier Neuzugänge dabei
Nächster Artikel
OZ-TV: Teil der A 20 wird komplett neu gebaut

Der Abriss der Heinkel-Mauer sorgt seit Monaten für Diskussionen. Ein großer Teil des früheren Denkmals ist bereits verschwunden.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Nicht erst seit dem begonnenen Abriss der Heinkel-Mauer gibt es in Rostock Kritik am Umgang mit historischer Bausubstanz. Der Kulturausschuss hatte sich daher die Denkmalpfleger der Stadt eingeladen. Für den Erhalt der Bausubstanz sind in der Regel die Eigentümer verantwortlich, hieß es aus dem Amt.

 

Mehr als 480 Einzeldenkmale und 13 Denkmalbereiche umfassen die Listen der Hansestadt. Grundlage für das Handeln in Rostock sei das Landesgesetz, betont Stadtkonservatorin Birgit Mannewitz und nennt gleich einen Knackpunkt für einen funktionierenden Denkmalschutz. „Wichtig im Verfahren ist immer der Eigentümer.“ Da gebe es nicht selten Konflikte und unterschiedliche Interessen. Der Eigentümer sei verpflichtet, sein Denkmal zu erhalten, was bisweilen sogar zu gerichtlichen Auseinandersetzungen führt, erläutert Denkmalpflegerin Uta Jahnke. So musste die Stadt juristisch verhindern, dass die Besitzer den Lokschuppen auf dem alten Güterbahnhof abreißen. Auch bei der alten Anker-Fabrik in der Doberaner Straße musste der Schutz des restlichen Gebäudes mit Geldstrafen erzwungen werden. Aktuell wehre sich ein Eigentümer, dass sein Haus überhaupt auf die Denkmalliste kommt.

Leichter für den Denkmalschutz werde es immer dann, wenn der Eigentümer das Gebäude sinnvoll und wirtschaftlich nutzen kann, weiß Birgit Mannewitz. „Was genutzt und gepflegt wird, verfällt nicht“, sagt Birgit Mannewitz. Wo Häuser beispielsweise für Wohnen oder gewerblich genutzt werden können, sei das in Rostock bereits geschehen, ergänzt Kollege Peter Writschan. „Wir haben jetzt nur noch die schweren Fälle.“ Beispielhaft nennt er den alten Schornstein auf dem Gelände des früheren Dieselmotorenwerks in der Südstadt.

Thomas Niebuhr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Rostock
Großer Andrang herrschte an der Mühlendammschleuse im September am Tag des offenen Denkmals.

Der Rostocker Schleusenverein regt an, das Baudenkmal und das umliegende Freigelände als Haupteingangsbereich für die Bundesgartenschau zu nutzen. Das hätte auch einen großen Vorteil für die Innenstadt, so die Initiatoren.

mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Schwerverletzter auf Bahnsteig gefunden: Hand amputiert

An einem S-Bahn-Haltepunkt in Rostock wurde in der Nacht zu Dienstag ein Mann mit einer schweren Verletzung an der linken Hand gefunden. Unklar ist, ob es sich um einen Unfall oder eine Straftat handelt.