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Rostock Ein Mann auf der Spur der Abziehbilder
Mecklenburg Rostock Ein Mann auf der Spur der Abziehbilder
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00:05 11.04.2018
Seit einem Jahr gehört er zum Ensemble des Rostocker Volkstheaters: Jetzt tritt Alexander von Säbel erstmals in der Kleinen Komödie auf. Quelle: Foto: Michael Schissler

Als er 19 Jahre alt war und sein Abitur in Hilden im Rheinland gemacht hatte, „war relativ schnell klar, dass ich aus der Stadt weg wollte“, sagt Alexander von Säbel, der jetzt 28 Jahre alt ist und seither einiges für sich entschieden hat. Beispielsweise, dass er Schauspieler sein und dass er offen sein will für örtliche Veränderungen in seinem Leben.

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Alexander von Säbel tritt zum ersten Mal in der Kleinen Komödie auf / Premiere am Sonnabend

Mit dieser Entscheidung ist er nun in die Stadt zurückgekommen, aus der seine gesamte Familie stammt. „Meine Eltern sind aus Rostock, meine Oma wohnt hier und es gibt immer wieder beispielsweise zur Hanse Sail hier die Familientreffen“, sagt von Säbel, der auch vielfach seine Oster- und Sommerferien in der Hansestadt verbracht hat. Insofern hat sich bei seiner bisherigen Reise durch Deutschland ein erster Kreis geschlossen, und von Säbel kann sagen: „Ich kenne die Stadt schon sehr gut.“

Nun ist Alexander von Säbel erstmals in der Kleinen Komödie in Warnemünde zu sehen. Gemeinsam mit seiner Kollegin Juschka Spitzer spielt er in dem Zwei-Personen-Stück „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“, das am kommenden Wochenende seine Premiere hat.

In dem Stück gibt ein erfolgloser ehemaliger, etwa 30 Jahre alter Revuetänzer, um sich über Wasser zu halten, einer 50-jährigen Frau Tanzunterricht, erzählt von Säbel. Aus dieser Konstellation entwickeln sich scharfe Dialoge, die aber dennoch nicht darüber hinwegtäuschen können, dass es in dem Stück um die Einsamkeit der Menschen gehe und sich die Frau mit ihren Tanzstunden etwas Gesellschaft kauft.

In den Charakter seiner Theaterfigur hat sich Alexander von Säbel ganz offenbar verliebt. „Das ist ein sehr impulsiver Tanzlehrer“, sagt er, „und die Figuren werden in diesem Stück aufeinander losgehen.“ Aber genau das ist es, was Alexander von Säbel an seinem Beruf Freude bereitet. „Die Menschenstudie ist es, die mich begeistert“, sagt der Schauspieler. Er will die Figuren nicht nur darstellen, sondern sie auch erforschen, „wie jemand tickt und handelt“, sagt von Säbel, der auch weiß: „Theaterfiguren sind Abziehbilder der Menschen.“

Im Ensemble des Rostocker Theaters fühlt sich Alexander von Säbel wohl: „Die Stadt und das Theater sind in einer Aufbruchstimmung.“ Aber auch: „Das Ensemble ist nicht groß, da kann ich gute Rollen bekommen.“ Gelernt hat der 28-jährigen seinen Beruf an der Schauspielschule in München, nachdem er gemerkt hatte, „wenn ich etwas mit Theater mache, dann nur auf der Bühne und nicht davor.“ Nun wird die Bühne sehr nahe am Publikum sein.

Und auch darauf freut sich der junge Schauspieler, der sein erstes Engagement in Magdeburg hatte und nun erst einmal schaut, was sich in Rostock für ihn entwickeln kann.

Premiere: Sonnabend, 14. April, 20 Uhr, Kleine Komödie Warnemünde, weitere Aufführungen: Sonntag, 15. April; Freitag, 27. April; Sonnabend, 28. April – jeweils um 20 Uhr

Michael Schißler

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