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Ein Obstgarten für die kleinen Spatzen

Dierkow Ein Obstgarten für die kleinen Spatzen

Die Kita Lütt Sparling bewirbt sich bei der Aktion „Gartenkinder“. Zwei Wochen lang haben die Kinder an einem Modell gebastelt.

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Emmy, Marie, Henry, Moritz und Svenja (v. l.) vom Kindergarten Lütt Sparling hoffen auf einen neuen Schulgarten. Ein Modell zeigt ihren Wunschgarten.

Quelle: Ove Arscholl

Dierkow. Die Kinder der Kindertagesstätte Lütt Sparling haben Spaß an der Gartenarbeit und an gesunder Ernährung. Jeden Dienstag brühen die kleinen ihren eigenen Tee, verfeinern ihn mit Honig und Saft. An anderenen Tagen werden aus Kräutern leckere Aufstriche gezaubert. Minze, Salbei, Petersilie und Schnittlauch kommen aus dem eigenen Anbau. Zwei kleine Beete stehen vor der Kita. „Diese reichen schon lange nicht mehr aus. Es wächst ja kaum noch was“, erzählt Erzieherin Katrin Schwerin. Ein richtiger Garten muss her. Deswegen hat sich die Kita bei „Gartenkinder“ — eine gemeinsame Aktion der OSTSEE-ZEITUNG, Grönfingers, Alpina, des Verbandes der Gartenfreunde Rostocks und des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau MV — beworben.

Platz genug gibt es bei den kleinen Spatzen. Eine Fläche von knapp 200 Quadratmetern direkt am Gebäude ist bisher ungenutzt, nur ein Vogelhäuschen ist zu finden. „Wir würden vor allem gern Obst, Gemüse und Kräuter anbauen, um die gesunde Ernährung zu fördern“, erzählt Erzieherin Monika Wegner. Die Kinder sollen sehen, wie Äpfel, Möhren, Kartoffeln und andere Dinge wachsen, sie selbst ernten und dann verarbeiten. „Die einzelnen Kita-Gruppen könnten jeweils für ein Beet verantwortlich sein“, ergänzt Wegner. Damit auch die Kleinsten mitmachen können, wären Hochbeete ideal.

Bisher hat sich die Kita anderweitig ausgeholfen, hat Tomaten aus einem Rostocker Bio-Garten bestellt und selbst bei der Ernte angepackt. Im Sommer ging es auf die Erdbeerfelder zum Pflücken und anschließend in die Küche zum Marmeladekochen. „Auch die Eltern bringen regelmäßig frische Dinge vorbei“, sagt Schwerin. Ein eigener Garten wäre umso besser.

Bei der Aktion „Gartenkinder“ können sich Kitas, Horte und Schulen der Hansestadt bewerben und einen professionellen Schulgarten gewinnen. Am Ende entscheiden eine Jury und die Leser der OSTSEE-ZEITUNG, welche drei Projekte umgesetzt werden. Gartenprofis werden bei der Umsetzung helfen und wertvolle Tipps geben. Einzige Bedingung: Die kleinen Nachwuchsgärtner sollen sich aktiv an der Pflege beteiligen. Wird es einmal eng, zum Beispiel in den Ferien, werden Rostocker Kleingärtner einspringen.

Für ihre Bewerbung haben sich die Kinder was einfallen lassen: Zwei Wochen lang wurde geklebt, geformt und geknetet. Am Ende entstand ein Gartenmodell aus Moos, Stöckern und Blättern. Stolz präsentierten Emmy, Marie, Henry, Moritz und Svenja aus der Vorschulgruppe gestern ihr Werk. „Das hat richtig Spaß gemacht“, verraten die Kleinen. Was auf keinen Fall fehlen darf: Erdbeeren und ein großer Kirschbaum, so Henry und Marie.

Jetzt bei der OZ bewerben
Grundschulen, Horte und Kitas der Stadt können sich für die Aktion „Rostocks Gartenkinder“ bewerben. Wir suchen Projekte für drei neue Schulgärten, die kostenlos errichtet werden.
Entstehen soll eine Fläche von maximal 300 Quadratmetern — auf dem Schulgelände oder in Kleingartenanlagen. Die Bedingung: Die Kinder sollen sich aktiv im Schulgarten betätigen. Kleingärtner helfen später bei der Pflege mit. Partner der OSTSEE-ZEITUNG sind der Gartenfachmarkt „Grönfingers“, der Verband der Gartenfreunde Rostock, der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau MV sowie die Alpina AG.


Bewerbungen an: OSTSEE-ZEITUNG, Lokalredaktion Rostock, Richard-Wagner-Straße 1a, 18055 Rostock, E-Mail: lokalredaktion. rostock@ostsee-zeitung.de. Jury und die OZ-Leser werden die besten Konzepte auswählen.

 



Sophie Pawelke

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