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Rostock Eine Bayerin im Botanischen Garten Rostock
Mecklenburg Rostock Eine Bayerin im Botanischen Garten Rostock
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11:02 29.10.2018
Aus Bayern an die Ostseeküste: Simone Baumgärtner aus Bayern absolviert ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) in Rostock. Quelle: Thomas Rahr
Hansaviertel

Aus Bayern an die Ostseeküste und direkt in die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns, Rostock. Simone Baumgärtner ist die erste Abiturientin, die im Botanischen Garten der Universität Rostock ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert.

Die 19-Jährige möchte, wie sie sagt, „mehr über den Jahreslauf der Pflanzen erfahren, die Natur besser verstehen lernen. So wolle sie sich auch durch die Auszeit einen Berufs-Start sichern. Ihre Zukunft umreißt die Naturliebhaberin ganz klar. Sie möchte an der Universität Rostock Biologie oder Agrarwissenschaften studieren. Ihr Freund Andreas arbeitet in einem Rostocker Unternehmen. „Ich wollte in seiner Nähe sein“, sagt Simone Baumgärtner.

Dass sie ihre Tage nun nicht mehr in der Schule, sondern unter Berufstätigen verbringt, neue Menschen kennenlernt und sich in ungewohnten Situationen erproben kann, „das hilft mir bei der Orientierung“, sagt sie. Die Natur bietet im Botanischen Garten so viel: Ein Schneeglöckchenbaum, der etwa 20 Meter hoch ist, fasziniert sie. 10.000 Pflanzenarten sind im Botanischen Garten der Universität Rostock auf dem knapp 80.000 Quadratmeter großen Gelände zu finden. Der Garten besteht – zunächst in kleinerer Form – bereits seit 1884. Vom Frühjahr bis in den Winter sind Besucherinnen und Besucher willkommen.

Die technische Leiterin des Botanischen Gartens, Anne Wollert, hat nach Abschluss ihres Studiums an der Universität Rostock, selbst ein FÖJ in Brandenburg geleistet und kann dem nur Vorteile abgewinnen. Sie wolle ermöglichen, dass Simone Baumgärtner in alle Bereiche des Botanischen Gartens „eintauchen“ kann. Was das heißt? Die junge Frau gärtnert, sie übernimmt Führungen. Sie werde Einblicke in die Bestands-Daten-Bank der Pflanzen bekommen. „Vor allem aber soll sie sich im Botanischen Garten wohl fühlen.“

Die Fläche gliedert sich in zahlreiche Bereiche, die den Pflanzen unterschiedliche Bedingungen bieten. Da will Simone Baumgärtner sich durchfinden. Es gibt das große Alpinum, eine Gebirgsgartenanlage, ebenso wie eine Düne, eine Nasswiese und einen Japangarten. Selbst ein kleiner Bach, der auf einer Orchideenwiese entspringt, fehlt nicht. Der wissenschaftlichen Arbeit dient das Arboretum, ein Baumgarten mit fast 3.000 Baum- und Straucharten. Pflanzen wurden dort nach Familien geordnet, etwa Malvengewächse, Ahorn- und Rosengewächse. „Mein Gärtner-Herz schlägt hier höher“, sagt die künftige Studentin. Sie hat auch zu Hause viele Zimmerpflanzen. „Ein Raum ohne Pflanzen ist leer“. Für Simone Baumgärtner ist das FÖJ „kein Job, sondern eine Berufung“, wie sie es formuliert.

Wolfgang Thiel

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