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Einigkeit, Recht und Freiheit

Einigkeit, Recht und Freiheit

Was für eine Woche. Was für ein Auf und Ab der Gefühle. Vor einer Woche gedachten die Menschen weltweit und in besonderer Weise bei uns, also im Land der Täter, ...

Was für eine Woche. Was für ein Auf und Ab der Gefühle. Vor einer Woche gedachten die Menschen weltweit und in besonderer Weise bei uns, also im Land der Täter, den Opfern des nationalsozialistischen Terrors. Die Jahre nach 1933 zeigen uns, wie brüchig ein gleichberechtigtes und solidarisches Miteinander ist. Erst wurden Jüdinnen und Juden ausgegrenzt, dann kam die Enteignung und Rechtlosigkeit und am Ende standen die Deportation und Ermordung. Es waren die Nachbarn und nicht nur die Mächtigen, die dieses mörderische Unrecht ermöglichten: durch Wegschauen und Mitmachen, auch hier in unserer Stadt.

Dann, am Sonntag, die Aufführung des Oratoriums von Georg Friedrich Händel „Judas Maccabaeus“ in der Rostocker Nikolaikirche. Dieses Kunstwerk huldigt keiner Heldenverehrung, sondern zeigt, dass Freiheit und Recht unter Umständen erkämpft werden müssen. Jüdische Menschen sind nicht auf ihr Opfersein zu reduzieren. Sie streiten für Rechtsstaatlichkeit, Gerechtigkeit und Frieden; auch unter widrigen Bedingungen. Dies gilt damals wie auch heute.

Am Mittwoch sprach in der Gedenkstunde des Deutschen Bundestages die 92-jährige Shoa-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch. Eindrücklich mahnte sie, die Verbrechen, aber auch die Menschen, die den Bedrängten zur Seite standen und geholfen haben, nicht zu vergessen. Wie wichtig diese Mahnung ist, zeigen die in der Wochenzeitung „Die Zeit“ am Donnerstag veröffentlichten Aussagen zur zunehmenden antisemitischen Bedrohung in unserem Land heute. Wieder begegnet Jüdinnen und Juden Hass.

An uns allen ist es, uns an ihre Seite zu stellen. Nicht primär, weil sie Opfer sind, sondern vor allem, weil sie Menschen sind wie du und ich. Mitmenschlichkeit und Rechtsstaatlichkeit sind gefragt, damit wir in Freiheit leben können.

OZ

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