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Elektro-Trend bei Automesse noch in der Minderheit

Schmarl Elektro-Trend bei Automesse noch in der Minderheit

Neue Modelle in der Hansemesse vorgestellt / Innung spricht Gesellen frei

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Jörg Lenz präsentiert ein Automobil mit Brennstoffzellenantrieb. Die Brennstoffzelle lädt einen Akkumulator, der den Elektromotor des Toyotas antreibt. Kraftstoff: Wasserstoff. Abfallprodukt: Wasser. FOTOS (4): OVE ARSCHOLL

Schmarl. Der Toyota mit Brennstoffzelle war ein Hingucker, etwa 20 Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge gab es zu sehen. Bei der 25. Autotrend in der Hansemesse dominierten aber noch die Verbrennungsmotoren. Knapp 300 aktuelle Modelle von mehr als 30 Marken auf mehr als 10000 Quadratmetern lockten rund 20000 Besucher nach Schmarl. Das Thema Elektromobilität stand bei den Diskussionen dennoch oft ganz vorn.

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Neue Modelle in der Hansemesse vorgestellt / Innung spricht Gesellen frei

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„Am Ende entscheidet der Kunde“, erklärt Mike Specht. Und darauf müssten sich die Betriebe der Region einstellen. In Sachen Elektromobilität sei man aber noch ganz am Anfang, der Verbrennungsmotor werde noch eine ganze Weile die große Rolle spielen, so der Obermeister der Kraftfahrzeug-Innung Rostock-Bad Doberan. „Wir treten auf der Stelle“, beklagt Rostocks Umweltsenator Holger Matthäus (Bündnis 90/Grüne) die fehlende Entwicklung bei Fahrzeugen mit „zukunftsfähigem“ Antrieb. Gerade mal 40 reine Elektroautos sind in der Hansestadt zugelassen, dazu kämen einige wenige Hybrid-Fahrzeuge. Immerhin werde die Stadt demnächst zwei neue E-Smarts anschaffen, kündigte Matthäus an. Sieben Elektrotankstelle gebe es inzwischen in der Hansestadt. Holger Matthäus war am Sonnabend der Festredner bei der Freisprechung von frischgebackenen Gesellen, welche die Kfz-Innung immer traditionell mit der Messe Autotrend verbindet. 35 junge Gesellen waren es in diesem Jahr, die ihre Ausbildung erfolgreich abschlossen. Im Gegensatz zu anderen hätte die Branche keine Nachwuchssorgen, berichtet Mike Specht. Auch, wenn sich die Bewerbungen nicht mehr wie früher auf den Schreibtischen der Betriebe stapeln.

Auch Elektroautos haben Räder, Bremsen, und einen Bedarf an gut ausgebildeten Handwerkern werde es immer geben , betont Mike Specht. Immer mehr Elektronik, Computer oder intelligente Fahrsysteme verändern das Berufsbild. „In der schnelllebigen Branche wird Weiterbildung immer wichtiger“, gab Specht den jungen Gesellen mit auf den Weg.

Mit vielen Elektroautos habe er in seiner Ausbildung noch nicht zu tun gehabt, berichtet Tilman Kühn, der im Stern-Autohaus Mercedes-Benz in Rostock lernt und als Jahrgangsbester ausgezeichnet wurde.

„Es gib aber mehr Elektronik in den Autos“, sagt Tilman Kühn, der jetzt erst einmal ins Maschinenbau-Studium geht. Julian Wenzel bleibt im Beruf, hat schon einen Arbeitgeber gefunden. Der Rostocker rechnet aber damit, dass er sich in Sachen Elektronik in den nächsten Jahren noch weiterbilden muss. „Der Beruf wird immer elektronischer.“

Der Toyota mit Wasserstoff-Antrieb kann übrigens nicht gekauft, sondern nur gemietet werden, berichtet Jörg Lenz vom Autohaus Plath, das sich den Wagen extra für die Messe in Berlin ausgeliehen hat.

Thomas Niebuhr

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