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Emotionale Staffelspiele: 1500 Schüler starten bei Sportfest

Südstadt Emotionale Staffelspiele: 1500 Schüler starten bei Sportfest

Wegen Grippewelle mussten einige Schulen absagen / Organisatoren dennoch zufrieden

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Südstadt. Volle Zuschauerränge mit applaudierenden Eltern, Großeltern und Geschwistern und Hunderte Schüler, die sich im sportlichen Wettkampf miteinander messen — so viel Stimmung erlebt die Rostocker Stadthalle wohl nur einmal im Jahr, wenn zum großen Hallensportfest aufgerufen wird. Zum 32. Mal fand dies am Sonnabend statt. Während es im vergangenen Jahr noch eine Rekordteilnahme zu verbuchen gab, sorgte diesmal eine Grippewelle für Absagen.

 

OZ-Bild

Die Rundenstaffel: Leo Bock (l.) aus der 4. Klasse der Christophorusschule übergibt den Stab an Schlussläufer Jasper Keler.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Die Sieger des 32. Hallensportfests

1./2. Klasse :

Hindernis-/Umkehrstaffel (HS/US): Grundschule „Heinrich Heine“

Rundenstaffel: Grundschule „John Brinkman“

Athletik: Werkstattschule in Rostock    

3./4. Klasse:

HS/US: Grundschule “Heinrich Heine“

Rundenstaffel: CJD Christophorusschule Rostock

Athletik: Grundschule “Juri Gagarin“  

5./6. Klasse:

HS/US: Europaschule Rövershagen

Rundenstaffel: Schulcampus Rostock-Evershagen

Tauziehen: Krusensternschule

Athletik: CJD Christophorusschule      

7./8. Klasse:

HS/US:   CJD Christophorusschule

Rundenstaffel: Erasmus-Gymnasium

Tauziehen:   Krusensternschule

Athletik: Innerstädtisches Gymnasium

1500 kleine Sportskanonen aus Rostock waren in diesem Jahr beim traditionellen Sportevent dabei. Dass das genau 1000 Schüler weniger waren als noch 2015, ist für die Veranstalter kein Grund, traurig zu sein. „Dass alle mit Begeisterung dabei sind, das ist unser Ansinnen“, erklärt Andreas Nadolny, Schulsportberater der Hansestadt und bereits seit dem ersten Hallensportfest an der Organisation beteiligt. Wer sich am Sonnabend ab 9 Uhr in die Stadthalle wagte, konnte diese Begeisterung nicht nur in den Gesichtern der teilnehmenden Schüler und deren Familien sehen, sondern sie vor allem hören. „Gegen Mittag haben wir immer das Tauziehen der 5. bis 8. Klassen. Das ist der emotionalste und lautstärkste Wettkampf des Tages“, sagt Nadolny.

Aber auch bei den verschiedenen Staffeln — Umkehr-, Hindernis- und Rundenstaffel — die alle Klassenstufen von 1 bis 8 absolvieren müssen, ist an Ruhe nicht zu denken. Mit Rufen wie „Schneller!“, „Lauf!“ und „Los!“ feuern die Schüler sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Parallel werden im Athletik-Bereich vor allem die Sprungfähigkeiten der Kinder getestet. „Da gibt es das Seilspringen, den Dreier-Hopp und den Sprungstoß mit Medizinball“, berichtet Andreas Nadolny. Der Dreier-Hopp sei im vergangenen Jahr testweise durch den Standweitsprung ausgetauscht worden. „Aber der Dreier-Hopp ist koordinatorisch einfach anspruchsvoller und lässt sich leichter ausmessen“, so der Schulsportberater.

Das lautstarke Anfeuern, Applaudieren und Anstrengen ist für Nadolny ein Zeichen dafür, dass das Organisationsteam wieder alles richtig gemacht hat. „Seit November bereiten sich die Schulen schon darauf vor.“ Auch die Organisation des Festes würde bereits seit Herbst laufen. Dazu gehöre die alljährliche Suche nach Unterstützern. „Die Hansestadt und die Stadthalle kommen uns da schon sehr entgegen“, sagt Nadolny dankbar. Zudem seien in diesem Jahr auch wieder mehr als 50 Helfer beim Sportfest am Start. Aufbau, Kampfgericht, Abbau, Betreuung — all das müsse schließlich irgendwie organisiert werden.

Dass das Hallensportfest in diesem Jahr erst im April stattgefunden habe, sei etwas ungewöhnlich und nicht ganz optimal. „Normalerweise ist der Termin immer am zweiten Wochenende nach den Winterferien. In diesem Jahr hatte die Stadthalle da aber eine wichtige Veranstaltung“, erklärt Nadolny. Auf die teilnehmenden Lehrer sei dadurch in diesem Jahr eine größere Belastung zugekommen, da im April bereits die ersten Abiturprüfungen stattfinden würden.

2017 werde daher wieder der übliche Termin anvisiert. „Zumal im April dann ja der Umbau der Stadthalle beginnt“, berichtet Nadolny. Bis Oktober solle der dann fertig sein. Auf das Hallensportfest habe der Umbau also keinen Einfluss.

Von Nele Reiber

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