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Rostock Endlich: Jetzt sind die ersten Erdbeeren reif
Mecklenburg Rostock Endlich: Jetzt sind die ersten Erdbeeren reif
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00:00 05.05.2017
Beata Kuklewska (45) aus Polen pflückt Erdbeeren der Sorte „Flair“ in einem Folientunnel in Rövershagen. FOTOS (2): DORIS KESSELRING, BERND WÜSTNECK,/DPA

Lecker! Die ersten roten, süßen Früchte werden geerntet. Der größte Obstbauer im Nordosten, Karls, hat gestern die diesjährige Erdbeersaison eröffnet.

Saison der süßen Früchte bei Karls eröffnet / Sorte „Flair“ reift in Folientunneln

Landwirtschaftsminister Till Backhaus und Robert Dahl, Chef von Karls-Erdbeerhof, haben in Folientunneln auf einem Feld inRövershagen die ersten Erdbeeren gepflückt und verkostet. „Hmm, ich bin begeistert“, sagt Backhaus und kündigt an, dass er mit seiner Familie den Durchschnittsverzehr eines Deutschen von 3,5 Kilo bestimmt übertreffen werde.

„Flair“ heißt die frühe Sorte, die Karls auf 20 Hektar Fläche anbaut. Insgesamt wurden rund 330 Hektar rund um Rostock mit Erdbeeren acht verschiedener Sorten bepflanzt. „Damit wir schon vor der natürlichen Reife im Juni mit der Ernte beginnen können, haben wir die im März eingesetzten Pflanzen unter 270 wandernde Folientunnel gesetzt“, erläutert Dahl. Fleißige Hummeln „aus Kiel“ bestäuben hier die Erdbeerblüten. „Pro Tunnel ein Volk a 200 Hummeln“, berichtet Dahl.

In den 150 Meter langen Tunneln sind seit gestern, 5.30 Uhr, auch die ersten 40 polnischen Pflücker in den strohbedeckten Reihen unterwegs. Sorgfältig knipsen sie die roten Beeren an einem ein Zentimeter langen Stil ab und legen sie behutsam in die Schalen. Beata Kuklewska aus Zielona Góra kennt den Umgang mit den sensiblen Früchten. „Ich komme schon das dritte Jahr“, sagt die 45-Jährige.

1200 geschulte Erntehelfer unterstützen Karls und pflücken an manchen Tagen bis zu fünf Millionen Erdbeeren. „Zumeist kommen sie aus Polen, manche schon seit 15, 16 Jahren“, erzählt Dahl, der viele Helfer persönlich kennt und ihre Landessprache beherrscht. Zum Monatsende erwartet er auch ukrainische Landwirtschaftsstudenten, die seit fünf Jahren zur Ernte nach Rövershagen anreisen.

Nach dem kühlen und regnerischen April habe sich die Erdbeerernte im Vergleich zum Vorjahr um etwa eine Woche verzögert. „Doch dank der isolierenden Wandertunnel auf den Feldern steht einer erfolgreichen Saison nichts im Wege“, äußert Karls-Inhaber Dahl zuversichtlich. 6000 Tonnen der roten Vitaminspender, 1000 Tonnen mehr als 2016, will das Familienunternehmen zwischen Mai und September, einfahren. Das ist mehr als die Hälfte aller in Mecklenburg-Vorpommern angebauten Erdbeeren.

Seit gestern haben auch die ersten 34 Verkaufsstände in MV geöffnet, unter anderem in den Erlebnis-Dörfern in Rövershagen, Zirkow auf Rügen und Koserow auf Usedom. „Täglich kommen neue Stände dazu“, betont Dahl. Insgesamt bietet Karls in der Saison an 325 Verkaufsständen im Land frisch gepflückte Erdbeeren an. 250 Gramm sind derzeit für 2,50 Euro zu haben. Auch Selbstpflücker können laut Dahl ab Ende des Monats auf die Erdbeerfelder in Rövershagen, bei Papendorf und am Ortsausgang Ribnitz-Damgarten (Richtung Stralsund).

Rote Früchtchen sind besonders gesund

330

Hektar Land rund um Rostock wurden von Karls mit Erdbeeren bepflanzt. Auf 20 Hektar reift die erste frühe Sorte „Flair“ heran. „Florentina“ ist die späte Sorte, die bis in den Oktober hinein geerntet werden kann. 3,5 Kilogramm Erdbeeren verzeht jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr. Die süße Frucht gilt als besonders gesund, hat mehr Vitamin C als Orangen, schützt Herz und Knochen, lindert Beschwerden von Gicht und Rheuma.

Doris Kesselring

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