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Rostock Endlich ausgelernt: Laura Koch ist die Beste
Mecklenburg Rostock Endlich ausgelernt: Laura Koch ist die Beste
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00:00 12.09.2018
Östliche Altstadt

Nach altem Brauch wurden gestern in der Rostocker Nikolaikirche 52 Auszubildende der Kreishandwerkerschaft Rostock-Bad Doberan freigesprochen.

Laura Koch (23) stattete zur Gesellenprüfung einen Raum aus. Sie ist Siegerin in MV im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks. Quelle: Foto: Privat

Während der feierlichen Zeremonie erhielten die jungen Absolventen ihre Gesellenbriefe. Auch Ausbilder, Handwerksmeister und Familienangehörige waren anwesend. Jahrgangsbeste ist die Raumausstatterin Laura Koch (23).

Laura ist zwar kein waschechtes Nordlicht, aber in Rostock fühle sich die 23-Jährige trotzdem wohl. Nach ihrem Abitur in Nordrhein-Westfalen ging sie nach Bremen an die Universität. „Ich studierte Geowissenschaften und bemerkte schnell, dass ich lieber kreativ mit meinen Händen arbeiten möchte“, sagt sie. Die Liebe und ein freier Ausbildungsplatz zur Raumausstatterin bei Eikboom führten sie schließlich nach Rostock. „Die Entscheidung, das Studium abzubrechen und eine Ausbildzung zu machen, war wohl die schwerste“, sagt Laura. Es getan zu haben bereue sie heute nicht.

Die Auszubildende fühlte sich schnell wohl an ihrem neuen Arbeitsplatz. Da die Familie so weit weg lebe, war es umso wichtiger, dass sie bei Eikboom Zusammenhalt, Herzlichkeit und ein echtes Team finden konnte.

Lauras Familie saß zur Freisprechung nicht in den Reihen der stolzen Eltern, Großeltern und Geschwister. Dafür waren aber Ausbilderin Katharina Klonowski (29) und Eikboom-Geschäftsführer Torsten Klement (62) an ihrer Seite. „Das Durchschnittsalter bei unseren Raumausstattern beträgt 29 Jahre. Wir freuen uns, mit Laura eine weitere junge Mitarbeiterin bei uns zu haben“, sagt Klement. Auch Ausbilderin Klonowski ist überzeugt von der jungen Frau: „Laura passte von Anfang an in unser Team.“ Die junge Raumausstatterin wird nun übernommen und erhält einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Nachdem sie einige Gesellenjahre gesammelt habe, könne sich die 23-Jährige vorstellen, ihren Meister zu machen.

Weniger Glück hat Marcel Wieczorrek. Der 21-jährige Tischler kann nicht in seinem Ausbildungsbetrieb bleiben und ist nun erst einmal auf Jobsuche. „Das Handwerk liegt in meiner Familie. Ich würde gern als Tischler tätig sein“, sagt er.

Davon, dass das Handwerk eine gute Zukunft habe, ist Kreishandwerksmeister Matthias Grenzer jedoch überzeugt. „Wir können jungen Menschen attraktive Berufe und gute Entwicklungschancen bieten“, sagt er. Im Kammerbezirk Ostmecklenburg-Vorpommern sei die Zahl der geschlossenen Lehrverträge tendenziell gestiegen. Es wurden bisher 984 Ausbildungsverträge geschlossen, 404 davon allein in der Kreishandwerkerschaft Rostock-Bad Doberan. Das Handwerk bietet über 130 verschiedene Ausbildungsberufe. Und es braucht junge Leute, die mit anpacken. Denn die Welt war noch nie so unfertig.

Lea-Marie Kenzler

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