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Enger Zeitplan für neue Warnowbrücke

DUMMERSTORF/PAPENDORF Enger Zeitplan für neue Warnowbrücke

Die Pläne für die Querung liegen in den Ämtern aus. Die Gemeinden wollen noch in diesem Jahr Baurecht.

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Neben dem Papendorfer Bootssteg soll die Fußgängerbrücke die Gemeinde über die Warnow mit Niex verbinden. Fotos (2): Jens Barkhorn

Dummerstorf. Eine Fußgängerbrücke, die Papendorf und den Dummerstorfer Ortsteil Niex verbindet, ist schon länger im Gespräch. Nun kommen die beiden Gemeinden ihrem Projekt ein Stück näher. Das Planfeststellungsverfahren läuft seit kurzem. Der Zeitplan ist eng gestrickt.

„Wenn wir nicht in diesem Jahr noch Baurecht bekommen, wird sich das noch um drei oder vier Jahre verzögern“, sagt Dummerstorfs Bürgermeister Axel Wiechmann (CDU). Denn der Löwenanteil der 2,1 Millionen Investitionskosten soll aus Fördermitteln kommen. „Auf die können wir nur bis Mitte 2015 zurückgreifen“, sagt Wiechmann.

Eine Schrägseilbrücke soll die Warnow überspannen. So müssen keine Pfeiler in den Fluss gerammt werden. „Damit wird kein Lebensraum verringert“, sagt Ingenieur Olaf Möller. In diesem Gebiet eine Brücke zu planen, sei für ihn eine Herausforderung gewesen: „Es gibt viele Auflagen, wenn wir uns in einem Naturschutzgebiet bewegen.“ Auf der Niexer Seite wird zudem eine sogenannte Aufständerung gebaut, so dass auf der sensiblen Ziegelwiese kein Damm angelegt werden muss.

Welchen Anteil der Umweltschutz an dem Projekt hat, erkennt man an den Plänen, die in der Gemeinde Dummerstorf und im Amt Warnow-West ausliegen. „Von acht Aktenordnern drehen sich allein sieben um die Umwelt“, sagt Möller. Artenschutzprüfung, Ausgleichsmaßnahmen oder Untersuchungen für Fauna-Flora-Habitatgebiete (FFH) — all das muss berücksichtigt werden.

Seit Montag können die Pläne von Bürgern eingesehen werden. „Hier war bislang aber noch niemand“, sagt Dummerstorfs Bauamtsleiterin Hannelore Hagen. Im Gegensatz zu anderen Vorhaben: „Wenn Windeignungsgebiete ausgewiesen werden oder es um B-Pläne geht, dann sind schon interessierte Bürger da.“ Bei der Brücke ist das anders. Das liege aber nicht an fehlendem Interesse, vermutet die Bauamtsleiterin: „Die Pläne sind den Bürgern im Grunde egal, sie wollen die Brücke einfach.“ Bislang überqueren viele die Warnow illegal. Sie nutzen dafür einenWartungspfad der Eisenbahnbrücke bei Niex.

Papendorfs stellvertretender Bürgermeister Thomas Willert (WG Unabhängige Liste) sieht noch einen langen Weg bis zur Realisierung: „Nach der Planfeststellung geht es in den Abwägungsprozess, und da werden wir noch die ein oder andere Hürde nehmen müssen.“ Die Gelder für den Eigenanteil sollen in den diesjährigen Gemeindehaushalt eingestellt werden, denn der ist noch nicht beschlossen. Die beiden Gemeinden teilen sich die restlichen Kosten für den Neubau. Diese belaufen sich auf rund 800 000 Euro.

 



Jens Barkhorn

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