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Rostock Entwicklungskonzept für Kleingärten liegt vor
Mecklenburg Rostock Entwicklungskonzept für Kleingärten liegt vor
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00:01 06.02.2018

Ute Sass ist es wie manch anderem Kleingartenvereinsvorsitzenden gegangen: Dass es einen überarbeiteten Entwurf des Kleingartenentwicklungsgskonzeptes gibt, erfuhr sie aus der OZ. Auch dass dieses im geschlossenen Teil der gemeinsamen Sitzung von Bau- und Wirtschaftsausschuss sowie Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss vorgestellt werden soll. Ute Sass ist Vorsitzende des Ribnitzer Kleingartenvereins „Sonnenhügel“ und verweist darauf, dass schon 2014, als das Thema erstmals aufkam, die Unruhe groß gewesen sei.

In Ribnitz und Damgarten sowie den Ortsteilen gibt es 14 Kleingartenanlagen. Quelle: Foto: Edwin Sternkiker

Hintergrund: Ein von der Stadtverwaltung im Februar 2013 in Auftrag gegebenes Kleingartenentwicklungskonzept sollte untersuchen, wie viele von den damals vorhandenen 1451 Kleingärten in 20 Jahren noch benötigt würden. Das vom Rostocker Wirtschaftsinstitut für Marktforschung, Evaluation und Strukturentwicklung (Wimes) erarbeitete Konzept kam zu dem Schluss, dass es in Ribnitz-Damgarten sowohl in Relation zu den gartenlosen Geschosswohnungen als auch zur Bevölkerungszahl überdurchschnittlich viele Kleingärten gebe. Selbst wenn die Zahl der Kleingärten um rund 500 Parzellen verkleinert werden würde, könne der Bedarf gedeckt werden.

Schon 2014 hatte das Papier bei den Kleingärtnern für einige Irritationen gesorgt. Zum einen, weil die Zahl 500 als zu hoch angesetzt betrachtet wurde. Zum anderen, weil die Betroffenen nicht einbezogen worden waren. Die Stadtverwaltung betonte damals, dass es sich um kein fertiges Konzept handle, sondern lediglich um einen Entwurf, der als Grundlage für Gespräche mit den Kleingartenvereinen dienen solle. Nur: Mit den Kleingartenvorständen sei in den Jahren seit 2014 nicht gesprochen worden, so Ute Sass.

Bauamtsleiter Heiko Körner informierte, dass der Entwurf des Konzeptes keine beschlossene Sache sei. Das Papier, das in den Ausschüssen am Donnerstag diskutiert worden sei, diene als Grundlage für die Gespräche mit den Kleingartenvereinen. „Wir haben uns vorgenommen, das Papier den Vorständen bis zum Sommer vorzustellen.“ Danach muss das Kleingartenentwicklungskonzept die Stadtvertretung passieren. Der Bauamtschef betonte: Man werde nichts übers Knie brechen. Das Kleingartenwicklungskonzept biete die Möglichkeit, eine Bedarfsanalyse bis 2035 zu erstellen und diene damit als langfristige Entscheidungsgrundlage.

Um nicht überall Leerstand zu haben, sollen Kleingärten konzentriert werden. Kleinere Anlagen werden aufgegeben. Aus nicht benötigten Parzellen könnten Bauland oder Wochenendgrundstücke werden. Man wolle behutsam mit dem Thema umgehen, so Körner. So solle ein Teil von frei werdenden Kleingärten nicht neu verpachtet werden und Interessenten gezielt in den Kleingartenanlagen Angebote gemacht werden, die langfristig erhalten werden sollen.

Sicher ist, dass die Kleingartenanlage „Morgenrot“ in Damgarten aufgegeben werden wird. Man habe sich darauf eingestellt, so Vereinsvorsitzender Horst Piatke. Schon jetzt würden von einst 36

Parzellen nur noch 13 bewirtschaftet. „Ich hoffe, dass die Gartenfreunde woanders Parzellen finden“, so Piatke. Edwin Sternkiker

OZ

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