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Rostock Erinnerungen der Rostocker im Tor
Mecklenburg Rostock Erinnerungen der Rostocker im Tor
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00:15 30.05.2018
Anne Paschen konzipiert aus Erinnerungsstücken der Rostocker eine Ausstellung. Sonntag wird die Schau im Kröpeliner Tor eröffnet. FOTOS (2): OVE ARSCHOLL
Stadtmitte

Die freie Kulturszene wollte ihren eigenen Beitrag zum 800. Stadtgeburtstag leisten, berichtet Angrit Lorenzen-Schmidt von der Geschichtswerkstatt. Seit Jahren arbeiten nun verschiedene Partner am Projekt „Rostock. Meine Geschichte.“ Der Herzstück ist eine Ausstellung im Kröpeliner Tor mit Exponaten der Rostocker. Beteiligt sind auch die Compagnie de Comédie mit einem Theaterstück, das Literaturhaus mit literarischen Spaziergängen durch die Stadt sowie Radio Lohro, die Theatergruppe „Freigeister“ und die Werkstattschule.

„„Die freie Kultur- szene wollte ein eigenes Projekt zum Stadt- jubiläum. Wir wissen sehr zu schätzen, dass die Rostocker uns zur Ausstellung ihre Erinnerungsstücke anvertrauen.“ Angrit Lorenzen-Schmidt Geschichtswerkstatt

Am Sonntag gibt es um 15 Uhr die große Eröffnung im Stadttor. Zwölf Aufführungen des Theaterstücks „1000 Jahre Rostock in 100 Minuten“ hat die Compagnie de Comédie geplant. Die Premiere folgt am gleichen Tag um 17 Uhr vor dem Kröpeliner Tor.

„Die Idee war es, Rostocker Stadtgeschichte von unten zu zeigen“, beschreibt Projektleiterin Anne Paschen von der Geschichtswerkstatt, den Ansatz für die Ausstellung. Zwei Jahre lang waren heutige und ehemalige Rostocker dazu aufgerufen, private Erinnerungsstücke für die Schau zur Verfügung zu stellen, die gestern im Kröpeliner Tor aufgebaut wurde.

Fast 140 Leihgeber brachten rund 600 Objekte vorbei, freut sich Anne Paschen über die große Resonanz und die Wertschätzung der Rostocker. „Es geht um ganz persönliche Erinnerungen, die die Menschen mit der Stadt verbinden.“ Fotos, Briefe, Dokumente, Offiziersdegen, Uniformen und vor allem viele Alltagsgegenstände hätten die Rostocker ins Tor gebracht. Es hätte ein wenig gedauert, bis die Menschen auch Dinge aus dem alltäglichen Gebrauch als würdig für die Ausstellung eingeschätzt hätten, erinnert sich Angrit Lorenzen-Schmidt und betont, dass es Exponate aus allen Stadtteilen gibt.

Selbst aus Hamburg oder Berlin brachten ehemalige Rostocker ihre ganz persönlichen Schätze vorbei. Ausstellungsstücke aus verschiedenen Jahrhunderten sind zu sehen, das Gros stammt allerdings aus der DDR-Zeit.

Unterstützung für das Projekt kam vom städtischen Kulturamt, freut sich Angrit Lorenzen-Schmidt. Nicht nur finanziell, sondern auch personell in Person von Thomas Werner. „Es ist schön, dass sich die Bürger einbringen.“ Die Einwohner zeigten deutlich ihre Bezüge zur Stadt und das sei das Besondere an dem Ansatz für die Ausstellung. Thomas Werner selbst brachte Exponate in die Ausstellung ein.

Eine Art Panini-Album aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stellte er zur Verfügung. Die Bilder seien Reproduktionen und Fotos von Kunstwerken, macht Thomas Werner neugierig. Vieles hätte einem regionalen Bezug, zu Fritz Reuter beispielsweise.

Vor drei Jahren hatte sich Rostock mit diesem Projekt, um eine finanzielle nennenswerte Förderung bei der Bundeskulturstiftung beworben, erinnert sich Thomas Werner. Doch damit wurde es nichts, weil es für Vereine wie die Geschichtswerkstatt aus diesem Programm keine Unterstützung gab. „Alle Beteiligten haben dann aber weitergemacht.“ Die Ergebnisse werden in den kommenden Wochen und Monaten präsentiert.

Zu sehen ist die Ausstellung „Rostock. Meine Geschichte“ bis Ende Oktober, bis zur Langen Nacht der Museen, lädt Angrit Lorenzen-Schmidt zum Besuch ins Kröpeliner Tor ein.

Sie freut sich, dass so viele Rostocker der Geschichtswerkstatt ihre privaten Schätzchen anvertraut haben. Und die sollen sie nach der Ausstellung auch unversehrt zurückbekommen.

Große Eröffnung am 3. Juni

Neben der Ausstellung, die am 3. Juni um 15 Uhr im Kröpeliner Tor eröffnet wird, zeigt die Compagnie de

Comédie das Theaterstück „1000 Jahre Rostock in 100 Minuten“ von Christoph Gottschalch (Premiere 3. Juni, 17 Uhr). Das Literaturhaus Rostock lädt zu literarischen Spaziergängen ein (Premiere Sonntag, 10. Juni. 10 Uhr, Kröpeliner Tor). Das Lokalradio Lohro und die Theatergruppe „Freigeister" präsentieren am Freitag, 15. Juni um 18 Uhr im Kröpe-

liner Tor das Hörspiel „Kröpi 7“ von Christof Lange. Die Ausstellung „Rostock. Meine

Geschichte“ kann bis zum 28. Oktober 2018

täglich, außer an Feier-

tagen, von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden.

Thomas Niebuhr

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