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„Es geht um Leidenschaft“

Karten für Konzert „Es geht um Leidenschaft“

Roland Kaiser tritt am 23. März in der Rostocker Stadthalle auf — am Tag danach ist er im „Tatort“ zu sehen.

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Saxofonistin Tina Tandler (r.) war schon im letzten Jahr Gast bei einigen Roland-Kaiser-Konzerten. Bei der „Affären“-Tournee ist sie wieder mit dem Sänger unterwegs.

Quelle: Ove Arscholl

Karten für Konzert. Stadtmitte Roland Kaiser (60) startete gestern seine Tour „Affären“ in Schwerin. Am 23. März tritt er in Rostock auf. Tags drauf ist er im „Tatort“ neben Jan-Josef Liefers und Axel Prahl zu sehen.

OSTSEE-ZEITUNG: 2011 haben Sie in Rostock Ihre Comeback-Tournee gestartet, Grönemeyer hat hier auch seinen Tourbeginn gefeiert.

Kaiser: Weil wir beide schlau sind. Außerdem bin ich gern bei Ihnen im Norden, ich mag die Gegend und die Menschen.

OZ: Empfinden Sie noch Leidenschaft für Ihre frühen Hits wie „Manchmal möchte ich schon mit dir“ oder „Sieben Fässer Wein“?

Kaiser: Ja, auf jeden Fall. Die bekannten Lieder aus 40 Jahren werde ich auch in Rostock singen, aber auch ein paar, die im Laufe der Karriere etwas untergegangen sind.

OZ: Auf „Affären“ haben Sie Hits mit Orchester neu aufgenommen, was wird davon zu erleben sein?

Kaiser: Wir werden versuchen, nah ranzukommen. Wir haben zu unserer Band noch Bläser mitgenommen, so dass die Titel, die die Menschen kennen, sich auch im Hörerlebnis neu anfühlen.

OZ: Sie sind ein Klassiker des Schlagers und viele Ihrer Lieder sind Klassiker. Dem Schlager aber geht es nicht gut, die Pop-Musik hat ihn niedergewalzt . . .

Kaiser: Finden Sie?

OZ: Wenn man sich den Eurovision Song Contest anschaut, der mal ein Schlagerwettbewerb war — er wird von Popsongs bestimmt.

Kaiser: Was ist für Sie ein Schlager?

OZ: Sie sind doch der Prototyp des Schlagersängers, alle Ihre Lieder würden wir in das Fach des deutschen Schlagers einsortieren.

Kaiser: Sie haben mir immer noch nicht gesagt, was ein Schlager ist.

OZ: Ein deutscher Schlager ist. . .

Kaiser: Nein, nein lassen Sie das „deutsch“ weg, einfach ein Schlager! Das ist nichts weiter als ein Gassenhauer, ein Lied, das die Menschen nachsingen können. Das kann von Elton John sein, von Grönemeyer, Lady Gaga oder mir. Ein Lied, das Popularität erlangt hat, ist landläufig ein Schlager.

OZ: Einverstanden.

Kaiser: Wenn man deutscher Schlager sagt, klingt das immer ein bisschen abfällig. Wenn Sie sich anhören, wer alles in Deutschland für den Schlager steht, finden Sie sehr unterschiedliche Leute. Helene Fischer ist eine großartige Sängerin und Entertainerin. Die hat mit deutschem Schlager, wie ihn Chris Roberts repräsentiert, wenig zu tun.

OZ: Die Frage war die nach dem Wohlbefinden.

Kaiser: . . . der populären Musik in deutscher Sprache — der geht‘s gut.

OZ: Darunter würden Sie auch Songs von Johannes Oerding oder Tim Bendzko verstehen?

Kaiser: Ja, natürlich. Wenn Tim Bendzko einen Hit hat wie „Nur noch kurz die Welt retten“, ist das ein Schlager. Den kennt nicht nur meine Tochter mit ihren 14 Jahren, den kennen auch ich und ihre 61 Jahre alte Tante.

OZ: Sie werden am 24. März im Münsteraner „Tatort“ als Stalking-Opfer zu sehen sein. Wie kam es dazu?

Kaiser: Berti Vogts und Jörg Pilawa haben auch schon mitgespielt. Ich hatte mir gedacht, ich möchte einmal der Hausmeister sein, der zu Axel Prahl sagt: „Hören Sie mal, Ihr Fahrrad kann da aber nicht stehen bleiben“ oder so was. Mit diesem Wunsch bin ich an die Autoren herangetreten, da ich ja in Münster lebe. Dann haben die mir ein Buch angeboten mit einer Hauptrolle und mich gefragt, ob ich mir das zutraue.

OZ: Sie spielen den Sänger Roman König, der das Lied „Egoist“ singt. Wird es ins Repertoire von Roland Kaiser übergehen?

Kaiser: Ja, im Radio wird es schon gespielt. Das nehm‘ ich dem Roman König einfach weg.

OZ: Singen Sie das in Rostock und gibt es 2013 wieder Open-Airs?

Kaiser: Ja, na klar. Das singe ich auf der ganzen Tour. Open —Air-Konzerte von mir gibt es am 30. August in Bergen auf Rügen und am 31. August in Schwerin.

OZ: Was halten Sie vom Rostocker Polizeiruf mit Charly Hübner?

Kaiser: Den Rostocker Polizeiruf finde ich exzellent. Das sind natürlich völlig andere Folgen als die in Münster. Das ist sehr actionreich, und meistens bewegen die sich ja auch im sozialkritischen Milieu, das sind auch sehr gut gemachte Krimis.

OZ-Krimi: Kommissar Kaiser ermittelt
Nun ermittelt Kommissar Kaiser in Rostock! Die OZ-Leser können einen Krimi vervollständigen, dessen Anfang Roland Kaiser vorgibt. Zum Rostocker Konzert am 23.3. soll das Stück stehen. Jeder fügt ein, zwei Sätze hinzu; die besten Vorschläge wählt die Redaktion. Täglich geht es weiter. Text-Vorschläge per Mail an: lokalredaktion.rostock@ostsee-zeitung.de, Stichwort: Kommissar Kaiser.

Der Krimi: Es ist früh am Morgen. Kommissar Kaiser schlendert gedankenverloren über das Werftgelände. Der letzte Fall sitzt ihm noch in den Knochen. Feucht ist es am Wasser.

Fröstelnd schließt er seinen Mantelkragen. Eine Gruppe von Werftarbeitern fällt ihm ins Auge. Die Schicht hat begonnen, doch die Männer machen keine Anstalten, die Arbeit anzutreten, sondern stecken heftig diskutierend die Köpfe zusammen. Kommissar Kaiser tritt näher und schnappt einen Informationsfetzen auf, den die steife Morgenbrise in seine Richtung trägt. Den Fischern

in Warnemünde

scheint vor wenigen Stunden ein ganz besonders dicker Fisch ins Netz gegan-

gen zu sein . . .

von Roland Kaiser am 23. März in der Stadthalle: im OZ-Service-Center, Richard-Wagner-Straße 1a in Rostock, ab 43 Euro (10 Prozent Rabatt mit der OZ-Abo-Karte). Montags bis freitags 9 bis 18 Uhr und sonnabends von 9 bis 13 Uhr oder im Internet auf shop.ostsee-zeitung.de.

Interview von Ove Arscholl und Michael Berger

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