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00:12 16.05.2018
Seit 2017 hat Garvensdorf ein Backhaus, in dem Ingo (li.) und Olaf Giertz schon Brot gebacken haben. Quelle: Fotos: Anja Levien, Doris Deutsch

Das Stadtufer in Neubukow hat befestigte Wege und Fitnessgeräte erhalten, in Garvensdorf in der Gemeinde Kirch Mulsow steht jetzt ein Backhaus und in Mönchhagen ist ein Mehrgenerationenspielplatz mit Spiel-und Sportgeräten entstanden. Alle Projekte sind über das europäische Förderprogramm Leader realisiert worden. 5,74 Millionen Euro sind seit 2015 in die Region „Ostsee-DBR“ zwischen Graal-Müritz und Rerik, Nienhagen und Tessin für die Entwicklung des ländlichen Raumes geflossen. Bis zum 30. Juni sind Bürger, Vereine und Gemeinden aufgerufen, ihre Projektideen für das Jahr 2019 einzureichen.

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EU unterstützt Entwicklung des ländlichen Raums / Bewerbung bis 30. Juni

„Die Projektidee muss im öffentlichen Interesse sein und unsere Projektstrategie unterstützen“, sagt Regional-Manager Olaf Pommeranz. Ziel von Leader sei es, den ländlichen Raum zu entwickeln, dabei gehe es unter anderem um Daseinsvorsorge und Tourismus. Für die Förderperiode 2014 bis 2020 stehen der Region Ostsee-DBR etwa 7,5 Millionen Euro zur Verfügung.

175 Projektideen seit 2015

175 Projektideen sind seit 2015 eingereicht worden, sagt Olaf Pommeranz. „Die wurden alle von einem ehrenamtlichen Gremium angeguckt und bewertet.“ Davon seien 41 realisiert worden oder befinden sich noch in der Umsetzung. Wie zum Beispiel die Restaurierung und Sicherung des Grenzturms BT 11 in Börgerende. Einen Termin für den Baubeginn gibt es noch nicht, die Planungen laufen. Aufgrund des Küstenschutzes gebe es jetzt ein Treffen mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt, informiert Bürgermeister Horst Hagemeister. Mit 72090 Euro wird das Projekt mit Leader-Mitteln gefördert. Eine der größten Leader-Fördersummen ist im vergangenen Jahr in das Stadtufer von Neubukow geflossen: 400 000 Euro. Hier sind Wege hergerichtet und befestigt, Fitnessgeräte aufgestellt, ein Spielplatz gebaut worden. „Das Stadtufer wird sehr gut angenommen“, sagt Frank Marienberg, stellvertretender Bürgermeister von Neubukow. „Da gehen viele Leute lang, die Freizeitgeräte werden auch von Jugendlichen genutzt.“ In der Vergangenheit habe es leider Probleme mit Vandalismus gegeben. So waren beispielsweise auf dem Wallberg Bänke beschädigt worden. Das habe die Stadt in den Griff bekommen, so Frank Marienberg. Im Ostseebad Nienhagen sind die Strandmatten und das Strandmobil für einen barrierefreien Zugang bis zur Ostsee schon geliefert worden. Hier beginnt am 1. Juni die Saison, dann sollen auch sie zum Einsatz kommen. Für die Menschen, die ein Handicap haben, soll durch das Strandmobil das Vergnügen am Strand erhöht werden, so Irina Kitzing, Leiterin der Kurverwaltung. Strandmatten ermöglichten einen barrierefreien Zugang bis zum Wasser. „Vorher haben wir hier improvisiert“, sagt Irina Kitzing.

Altes bewahren und nutzen

Die Dorfkirche in Retschow wurde schon einmal mit Leader-Mitteln unterstützt und erhält auch dieses Jahr eine Förderung. Hier soll ab dem Sommer der Kirchturm saniert werden. Die Kirche erhält einen neuen Dachstuhl. Der Turmraum soll zur weltlichen Begegnungsstätte umgenutzt werden.

Im Bad Doberaner Ortsteil Althof soll mit dem Projekt „Althof erkunden“ Tafeln aufgestellt werden, die über den Ort informieren. Dabei soll es nicht nur um die Klostergründung gehen, sondern auch die Entwicklung des Ortes bis in die Gegenwart aufgegriffen werden.

Geld wird in diesem Jahr zudem für eine Informationsbroschüre für das Ostrockmuseum in Kröpelin, für die Ausstattung der Aussichtstürme in Wichmannsdorf und Schmadebeck mit Bänken und Radbügeln und für die Sanierung und Umgestaltung des Ehm-Welk-Hauses in Bad Doberan bereitgestellt.

Im Museum Jagdschloss Gelbensande wird derzeit das Projekt „Auf den Spuren einer Herzogin“ umgesetzt. „Hier wird im Museum umgebaut, so dass eine Dauerausstellung möglich wird“, sagt Olaf Pommeranz.

Im Mittelpunkt steht die Herzogin von Mecklenburg-Schwerin, Cecilie Auguste Marie. Sie verbrachte einen Großteil ihrer Kindheit in Gelbensande und Umgebung.

Projekte fürs nächste Jahr

Bis zum 30. Juni können Projektideen eingereicht werden, die im kommenden Jahr umgesetzt werden sollen. Die zu fördernden Projekte müssen der Allgemeinheit einen Mehrwert bieten, öffentlich nutzbar sein und den Förderrichtlinien des Leader-Programms entsprechen. Informationen gibt es im Internet unter www.ostsee-dbr.de oder bei Olaf Pommeranz und Kristina Baade unter ☎ 0 38 43/ 7556 13 00.

Email: olaf.pommeranz@lkros.de

Anja Levien

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