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Rostock Fachhochschule ermutigt zu wissenschaftlicher Karriere
Mecklenburg Rostock Fachhochschule ermutigt zu wissenschaftlicher Karriere
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00:00 06.02.2018
Die Projektmitarbeiter Dr. Katja Garling und Steffen Winny beratschlagen sich über ihre nächsten Schritte. Quelle: Foto: Pauline Rabe

Ausbildung oder Studium? Seit 2009 haben Interessenten der Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie die Wahl. Um insbesondere Frauen und Menschen mit Familienpflichten in therapeutischen Gesundheitsberufen für eine wissenschaftliche Karriere zu ermutigen, wurde 2014 unter der Leitung von Professorin Julia Siegmüller das Projekt „Berufliche und akademische Bildung in therapeutischen Berufen durchlässig gestalten“ (Babi) an der Europäischen Fachhochschule (EUFH) gestartet. Mit erneuter Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und einem „+“ als Namenszusatz ging es vergangene Woche in die zweite Runde.

„Wir freuen uns sehr. Künftig wird eine stärkere Vernetzung angestrebt“, erzählt Projektmitarbeiterin Katja Garling. Aber auch die alten Schwerpunkte werden weiter verfolgt: Dazu gehört unter anderem die Weiterqualifizierung vom Bachelor- zum Masterstudium. „Da sich die Akademisierung der Therapieberufe erst seit wenigen Jahren vollzieht, gibt es an allen Hochschulen unterschiedliche Abschlüsse“, erklärt Kollege Steffen Winny. Nicht selten fehlen Absolventen dadurch bis zu 30 Leistungspunkte, um sich überhaupt für ein weiterführendes Studium bewerben zu können. Mithilfe eines einsemestrigen Zertifikatskurses an der EUFH kann dieses Defizit dann ausgeglichen werden.

„Unser Ansatz ist dabei stets das wachstumsorientierte Lernen“, so Winny weiter. Dieser distanziere sich klar vom Frontalunterricht. Stattdessen gehe es um die Weiterentwicklung der eigenen Interessen und Motivationen. In der Praxis funktioniert dies beispielsweise mithilfe eines Onlineforums, in dem die Kursteilnehmer eigens ausgewählte Informationen festhalten können. „Im Durchschnitt erstellt ein Teilnehmer mehr als 110000 Zeichen Output in einem Semester“, staunt der wissenschaftliche Mitarbeiter. Das entspreche knapp 75 Textseiten.

„Neben dem Engagement ist auch die Heterogenität in unseren Kursen besonders“, betont Garling. Die Teilnehmer stammen nicht nur aus unterschiedlichen Disziplinen, ebenso sind sie im Bezug auf ihr Lebensalter, ihrer Berufserfahrung und ihrer gegenwärtigen Lebens- und Familiensituation verschieden. „Dennoch gelang es uns bisher immer ein Gemeinschaftsgefühl zu erschaffen.“ Das bedeutet nicht nur, dass Erfolge zusammen gefeiert werden. Auch bei Schwierigkeiten findet jeder innerhalb der Gruppe Unterstützung.

„Weiter bieten wir einen Kurs zur Promotionsvorbereitung an“, so Winny. Dieser finde jedoch seltener, bisher im eineinhalbjährigen Zyklus, statt. „Hier geht es darum, Interessierte für eine Karriere an der Universität fit zu machen.“ Fachhochschulen, so auch die EUFH, haben selbst kein Promotionsrecht. Dadurch entsteht die Herausforderung, dass Absolventen in Therapieberufen meist in Nachbardisziplinen wie der Medizin, Pädagogik oder Sprachwissenschaften unterkommen müssen. Um angehende Promovierende der Therapieberufe bestmöglich auf ihr Vorhaben vorzubereiten, beachtet der Zertifikatskurs individuelle Wünsche und Bedarfe. So gibt es beispielsweise Module zur Hochschullehre und zur wissenschaftlichen Forschung.

Für die nun folgende zweite Förderphase sollen die Angebote noch spezifischer auf die Promotionsinteressierten zugeschnitten werden. „2018 wird zusätzlich eine Summer School, 2020 eine Spring School, stattfinden“, erzählt Winny. Beide seien sowohl für noch Orientierungssuchende als auch für Doktoranden offen.

Förderung bis 2020

2 Ziele umfasst das Projekt „Berufliche und akademische Bildung in therapeutischen Berufen durchlässig gestalten“ (baBi): die Weiterqualifizierung vom Bachelor- zum Masterstudium und die Vorbereitung von Masterabsolventen auf ein strukturiertes Promotionsstudium. Dazu liegt der Fokus auf Netzwerkarbeit.

1 Semester dauern die Zertifikationskurse, die aus einer Kombination von Präsenszeit und E-Learning bestehen. Weitere Infos gibt es unter:

www.babi-projekt.de.

Pauline Rabe

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