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Rostock Fan-Idol Sven Hellmann beendet Seawolves-Karriere
Mecklenburg Rostock Fan-Idol Sven Hellmann beendet Seawolves-Karriere
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00:01 09.06.2017
Rostock

Was die OSTSEE- ZEITUNG am Mittwoch schon vermutete, ist nun amtlich: Basketball-Idol Sven Hellmann beendete seine Laufbahn bei den Rostock Seawolves. Der 33-Jährige war lange Jahre das Gesicht der Sportart in der Hansestadt. Seit 2003 entwickelte sich der gebürtige Schweriner zur Galionsfigur des EBC Rostock. Bevor es die Seawolves gab, war der 1,83 Meter große Hellmann einer der prägenden Spieler der ersten Herrenmannschaft, die innerhalb und außerhalb der Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns in der 1. und 2. Regionalliga für Furore sorgte.

EBC-Urgestein Sven Hellmann (am Ball), seit 2003 im Verein, beendet seine aktive Laufbahn bei Basketball-Drittligist Rostock Seawolves. Quelle: Foto: Claus Bergmann

„Ich möchte mich ganz besonders bei Robert Schmidt und Sebastian Wild bedanken, dass sie mich damals nach Rostock geholt haben. Das hat mich in meiner persönlichen Entwicklung und als Basketballer weitergebracht“, meint Hellmann. Im ersten Jahr sei es schwer für ihn gewesen, von Schwerin wegzukommen. „Aber durch den Erfolg, der sich schnell einstellte, und die vielen Freunde, die ich gefunden habe, wurde Rostock schnell zu meiner zweiten Heimat.“

Zu den emotionalsten Spielen seiner Karriere zählt der Comeback-Sieg in Itzehoe in der Saison 2013/14. Die Seawolves mussten damals gegen den Konkurrenten aus Schleswig-Holstein gewinnen, um den Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProB perfekt zu machen. Lange Zeit lagen die Rostocker zweistellig zurück, ehe sie das Schlussviertel mit 26:6 sensationell gewannen und die Regionalliga-Meisterschaft sicherstellten.

Seawolves-Manager Jens Hakanowitz meint anerkennend: „Was Sven Hellmann für den Verein bedeutet, lässt sich kaum in Worte fassen. 14 Jahre für eine Mannschaft zu spielen, ist schon eine grandiose Leistung. Sven war jedoch in all dieser Zeit immer ein Leistungsträger und ein unermüdlicher Arbeiter, der viele Jahre die Verantwortung quasi im Alleingang auf seinen Schultern getragen hat.“ Die gewonnene Meisterschaft zusammen mit ihm in der Regionalliga sei nicht ohne Grund als Foto an der Wand im EBC-Büro verewigt, so Hakanowitz.

„In meinen 14 Jahren in Rostock habe ich viele sportliche Höhen und Tiefen erlebt. Aber es hat sich alles zum Positiven entwickelt. Wir spielen jetzt in der 2. Basketball- Bundesliga“, verdeutlicht Hellmann. Dort kam er in drei Spielzeiten in 196 Partien für die Seawolves zum Einsatz und erzielte 533 Punkte (8,2 Punkte pro Spiel). Seinen blitzschnellen Zug zum Korb konnte Hellmann in den vergangenen Jahren allerdings nur noch selten anbringen, sodass er vor allem mit seinem Mitteldistanzwurf Gefahr ausstrahlte. In der Saison 2016/17 kam der Spieler mit der Trikotnummer 6 in zwölf Spielen auf durchschnittlich 2,1 Punkte. Nun ist Schluss – aber nur im ersten Team.

„Ich freue mich, fortan mehr Zeit für meine Tochter zu haben und viele andere tolle Sachen auszuprobieren. Ich werde dem Verein im nächsten Jahr für die 2. Herren zur Verfügung stehen und möchte den jungen Spielern bei ihrer Entwicklung ein bisschen helfen“, plant Hellmann.

„In den vergangenen beiden Jahren hat eine starke Professionalisierung bei den Seawolves eingesetzt. Sven war einer unserer letzten Nicht-Profis und konnte daher nicht an allen Trainingseinheiten teilnehmen. Die sich daraus entwickelnde Veränderung in der Einsatzzeit war die logische Konsequenz“, erklärt Hakanowitz. Der 37-Jährige freut sich, dass Hellmann zum Karriereende noch den Nachwuchs in der zweiten Mannschaft unterstützen will. Kein Wunder: Viele Talents-Spieler sind große Hellmann-Fans. Sie dürfen fortan mit ihrem Vorbild, dem sie vor kurzem noch von der Tribüne aus zujubelten, Seite an Seite auf dem Parkett spielen.

Doch bevor die neue Saison im Spätsommer beginnt, soll Hellmann am 15. Juli mit einem großen Abschiedsspiel in der Ospa-Arena gefeiert werden – denn die große Aufmerksamkeit habe sich das Klub-Urgstein verdient, meint Hakanowiz. Hellmann ist der zweite Abgang der Rostock Seawolves nach Tobias Lange (26, wechselt ebenfalls in die zweite Mannschaft des Vereins). Weitere dürften in den nächsten Tagen und Wochen folgen.

Tommy Bastian

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