Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Feuer im Aquadrom: Ein Ernstfall wird simuliert

GRAAL-MÜRITZ Feuer im Aquadrom: Ein Ernstfall wird simuliert

Rettungskräfte proben bei einer Großübung das Zusammenspiel. Mit zwei Autobahnen, der Bahnstrecke und vielen Hotels vor der Tür wollen alle im Landkreis vorbereitet sein.

Voriger Artikel
4:2 – Hansa schießt wieder Tore
Nächster Artikel
Baustelle Kohlekraftwerk: Renovieren im Groß-Format

Nicole Toczek, Thomas Prassl, Ronny Bulmann und André Rieckhoff (v.l.) haben das Szenario im Aquadrom vorbereitet.

Quelle: Claudia Haiplick

Graal-Müritz. Großunfälle mit vielen Beteiligten sind glücklicherweise selten. Aber eins ist Katastrophen eigen: Sie treten immer ein, wenn niemand damit rechnet. Und spätestens dann muss das Zusammenspiel von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und der Wasserrettung klappen. Einen Ernstfall üben Rettungskräfte am Sonnabend im Aquadrom Graal-Müritz.

„Das Problem ist, dass man solche Groß-Szenarien wenig proben kann. Sie erfordern einen enormen Einsatz an Menschen, Technik und Material“, sagt André Rieckhoff (27) vom DRK-Rettungsdienst Bad Doberan. Dennoch sind Großübungen erforderlich, um das Zusammenspiel der Rettungskräfte durchzuspielen. „Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen“, ergänzt Ronny Bulmann (37), Rettungsassistent bei der Ambulanz Millich GmbH.

In puncto Katastrophenschutzübungen führt der Landkreis Rostock jährlich unterschiedliche Szenarien durch, bei welchen jeweils verschiedene Katastrophenschutzeinheiten zum Einsatz kommen.

Doch das reicht André Rieckhoff und Ronny Bulmann nicht. Und so findet ein „Ausbildungstag Rettungsdienst“ im Aquadrom in Zusammenarbeit von DRK-Rettungsdienst Bad Doberan, Ambulanz Millich, der Wasserwacht Bad Doberan und der DLRG Wasserrettung Graal-Müritz statt. Das Szenario: Feuer im Wirtschaftstrakt. Die Flammen breiten sich schnell aus. 30 Personen sind zum Teil schwer verletzt und müssen gerettet werden. Brandursache, so wird die Feuerwehr später feststellen, war eine Verpuffung. „Ein solches Szenario kann sich jederzeit in jedem öffentlichen Gebäude abspielen“, sagt André

Rieckhoff. Die Feuerwehr, die als erstes eintrifft, entscheidet, welche Rettungskräfte weiter angefordert werden.

„Zuerst wollten wir als Szenario einen Hotelbrand simulieren. Mit dem Aquadrom haben wir aber zusätzlich die Möglichkeit, die Wasserrettung mit einzubinden“, so Rieckhoff. Betriebsleiter Thomas Prassl (43) nimmt mit dem Aquadrom gern an der Großübung teil. „Man muss auf jede Eventualität vorbereitet sein. Durch die Übung werden zugleich meine Mitarbeiter geschult“, sagt er. Hausinterne, oft besprochene Abläufe können realistisch geprobt werden.

Der Großeinsatz ist so organisiert, dass der Besucherbereich des Aquadroms nicht betroffen ist. „Unsere Gäste werden kaum etwas mitbekommen und können ungehindert schwimmen gehen“, sagt Prassl. Auch die Rettungsleitstelle in Bad Doberan wird nicht beteiligt sein. Der normale Geschäftsbetrieb dort soll nicht gestört werden. Für die Großübung wird eine eigene Leitstelle an der Seebrücke von Graal-Müritz eingerichtet.

Ronny Bulmann: „Wir alle hoffen, dass es niemals zu einer solchen Katastrophe kommt. Doch mit zwei Autobahnen, der Bahnstrecke, Industriebetrieben und vielen Hotels vor der Tür müssen wir gut vorbereitet sein.“

Ausbildungstag Rettungsdienst
An der Großübung im Aquadrom nehmen 125 Feuerwehrleute, Rettungsassistenten, Rettungsschwimmer und Statisten teil. Die Freiwilligen Feuerwehren von Graal-Müritz, Gelbensande, Rövershagen, Mönchhagen und Bentwisch werden zusammen mit dem DRK-Rettungsdienst Bad Doberan, der DLRG-Wasserrettung Graal-Müritz, der Ambulanz Millich und der Wasserwacht Bad Doberan üben. Die Verletzten werden vom Betreuungszug des DRK Bad Doberan geschminkt, der auch die Verpflegung übernimmt. Der „Ausbildungstag Rettungsdienst“ dauert von 9 bis 12 Uhr.

 

Claudia Haiplick

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Das Thema Erben stellt sich mindestens zweimal im Leben

200 Leser informierten sich gestern im OZ-Medienhaus zu Nachlass und Pflege