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Rostock Filmförderung: Frauen sind effizienter
Mecklenburg Rostock Filmförderung: Frauen sind effizienter
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00:00 13.02.2018
Stadtmitte

Eine neue Studie von Professorin Elizabeth Prommer vom Institut für Medienforschung der Uni Rostock zeigt, dass Regisseurinnen im Jahr 2016 effizienter mit Filmfördereuros umgingen als männliche Regisseure.

Führt eine Frau Regie, dann benötigte sie durchschnittlich 13 Eu- ro Fördermittel, um einen Besucher ins Kino zu locken, ein männlicher Regisseur brauchte 41 Euro.

Für die Analyse dieses Effizienzfaktors wurde die Filmförderung auf Bundesebene für deutsche Filme untersucht. Um zu berechnen, wieviel Euro Filmförderung eingesetzt werden müssen, um eine Kinokarte zu verkaufen, wurden die Fördersummen der Filmförderungsanstalt (FFA) und des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) addiert und durch die Anzahl der verkauften Kinokarten geteilt. Diese jeweiligen Zahlen wurden dem Geschäftsbericht der FFA für 2016 entnommen.

2016 wurden 117 majoritär deutsche Filme uraufgeführt. Bei 22 Prozent führte eine Frau Regie. Regisseurinnen haben 20 Prozent der Filmförderung, die die FFA verteilt, erhalten, während der DFFF nur 17 Prozent seiner Mittel an Filme von Regisseurinnen ausreichte.

Fasst man die Fördersummen des DFFF und der FFA zusammen, so wird eine verkaufte Kinokarte eines männlichen Regisseurs mit fast 41 Euro subventioniert und die verkaufte Kinokarte für einen Film einer Regisseurin mit 13 Euro. Am größten ist der Unterschied beim DFFF. So braucht eine Regisseurin 7 Euro für einen Kinobesucher und ein Regisseur 32 Euro .

Es zeige sich, dass Frauen in der Regie, aber auch der Produktion, wesentlich effizienter mit ihren Fördermitteln umgehen, indem sie für ein Drittel der Beträge die Kinobesucher ins Kino locken.

Produzentinnen benötigen ebenfalls weniger Filmförderung um einen Kinobesucher zu genieren – eine Produzentin 17 Euro, ein Produzent 42 Euro.

Frauen gehen aber nicht nur effizienter mit ihren Geldern um, sie gewinnen auch proportional mehr Filmpreise und zeigen ihre Filme häufiger auf Festivals, wie eine vorangegangene Studie von Prommer &

Loist (Universität Rostock 2015) zeigte.

Die Ergebnisse werden von Professorin Elizabeth Prommer am 16. Februar auf der Berlinale präsentiert.

OZ

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