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Rostock Fingierter Brandanschlag in der KTV: Beziehungstat?
Mecklenburg Rostock Fingierter Brandanschlag in der KTV: Beziehungstat?
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13:45 03.12.2017
In einer Wohnung in der Rostocker KTV hat es am Samstagabend gebrannt. Quelle: Stefan Tretropp
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Rostock

Dieser Einsatz gibt den Ermittlern der Kriminalpolizei Rostock Rätsel auf: Am späten Samstagabend gegen 22.30 Uhr rückte die Rostocker Berufsfeuerwehr gleich mit einem kompletten Löschzug in den Stadtteil Kröpeliner-Tor-Vorstadt aus. Grund: In der Budapester Straße war es laut Polizei aus noch ungeklärter Ursache zu einem Brand in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses gekommen.

In einer Wohnung in der Rostocker KTV hat es am Samstagabend gebrannt. Die Polizei wurde wegen eines möglichen Brandanschlages alarmiert. Doch an der Darstellung der Bewohner hat die Kripo erhebliche Zweifel.

Wie die Beamten mitteilten, wurden sie über Notruf zunächst zu einem „Brandanschlag“ gerufen. Vor Ort angekommen, mussten die Beamten der Feuerwehr gar nicht mehr eingreifen, denn einem Bewohner war es gelungen, einen brennenden Papierstapel im Wohnzimmer mit einer Decke und Wasser selbständig zu löschen. Den Aussagen zufolge soll das brennende Bündel durch ein Fenster in das Zimmer geworfen worden sein. Personen wurden dabei nicht verletzt.

Die Kriminalpolizei hat in ihren ersten Ermittlungen jedoch erhebliche Zweifel an der Darstellung, dass es sich um einen Anschlag gehandelt haben könnte. Zwar klaffte in einem Fenster der Wohnung im zweiten Stock ein Loch, doch die Scherben befanden sich außerhalb und nicht in der Wohnung. Laut einem Polizeisprecher könnte es sich demnach auch um eine Beziehungstat unter Beteiligung der Wohnungsinhaber gehandelt haben.

Durch den Brand kam es in der Wohnung nur zu geringen Sachschäden. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern derzeit noch an, sie wurden in Richtung schwerer Brandstiftung aufgenommen.

Stefan Tretropp

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